Andreas Hoose kommentiert: Dr. Markus Krall - Megacrash voraus?

Tags: Dr. Markus Krall - Megacrash voraus Andreas Hoose

Die nächste Krise dürfte in der öffentlichen Diskussion einige Fragen aufwerfen: Hat der Markt versagt? Was hatte die jahrelange Niedrigzinspolitik der Notenbanken zu bedeuten? Und wer rettet uns jetzt? Antworten von einem Banken-Insider...

Freiheit oder Sozialismus? Auf diese griffige Formel hatten die Unionsparteien in den 1970er Jahren ihre wichtigsten Wahlkampf-Kampagnen aufgebaut.

In diesen Tagen ist die Frage aktueller denn je, wie ein aktueller Vortrag des Bankeninsiders Dr. Markus Krall zeigt. Ganz nebenbei erläutert der mutige Querdenker darin, warum das gesamte Finanzsystem vor epochalen Veränderungen steht. Möglicher Kollaps inklusive…

Beginnen wir mit einem zentralen Thema, das in diesem Zusammenhang noch für einigen Wirbel sorgen wird:

In dieser Woche ist die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008) erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte unter die Marke von 6,00 Euro gefallen. Die folgende Grafik zeigt das ganze Desaster seit dem Jahr 1998:

Im Tageschart sieht es nicht besser aus. Hinzu kommt: Die Umsätze vom Dienstag als Antwort auf den Sturz unter die Marke von 6,00 Euro vom Vortag waren vergleichsweise niedrig. Achten Sie auf den roten Pfeil in der folgenden Grafik. Das heißt, mit größter Wahrscheinlichkeit kommt da noch mehr…

Seit dem März-Hoch 2019 hat die Aktie von Deutschlands wichtigstem Finanzinstitut innerhalb von nur drei Monaten in der Spitze stolze 30 Prozent verloren.

Allein diese Entwicklung bei einem DAX-Titel, der seit mittlerweile zwölf Jahren von einem Tief zum nächsten taumelt, sollte bei den Anlegern alle Alarmglocken klingeln lassen. Doch die meisten scheinen die historische Entwicklung, die sich da vor ihren Augen abspielt, immer noch recht gelassen zu beobachten, Finanzfachleute inklusive.

Einer der wenigen Experten, der die Dinge beim Namen nennt, ist der promovierte Diplom-Volkswirt und Bestseller-Autor („Der Draghi-Crash“, Wenn Schwarze Schwäne Junge kriegen“) Dr. Markus Krall:

Grafik: Youtube Screenshot

Doch wer spricht hier eigentlich?

Nach dem Beginn seiner Karriere im Vorstandsstab der Allianz AG in München arbeitete Dr. Krall als Berater der Boston Consulting Group, baute als Partner Oliver Wyman in Deutschland wesentlich mit auf und wechselte im Jahr 2003 als Senior Partner und Leiter der Risikobeurteilung zur Unternehmensberatung McKinsey.

Dort war Dr. Krall als Vorstandsmitglied und Beauftragter für das Risikomanagement maßgeblich für die erfolgreiche Sanierung der Converium Re, der achtgrößten Rückversicherungsgesellschaft der Welt, mitverantwortlich.

Kein Leichtgewicht also…

Mit rund drei Jahrzehnten Erfahrung im Gepäck warnte der Banken-Insider im Rahmen seines Vortrags der SOLIT „Go for Gold“-Tour 2019“ vor wenigen Tagen, dass im Finanzsektor mittelfristig noch ganz andere Probleme drohen, als ein Kursverfall der Deutschen Bank.

Dr. Krall rechet in den kommenden Jahren mit schwersten ökonomischen und sozialen Verwerfungen. Eine Schlüsselrolle dabei spiele die Politik:

Mittlerweile werde immer offensichtlicher, dass sämtliche Märkte in Deutschland von politischen Interessen gesteuert, systematisch ausgehebelt und zu Planwirtschaftsgebilden umgeformt würden.

Der Energie-, Wohnungs- und Gesundheitsmarkt seien dabei nur der Anfang – das jüngste Ziel: die Automobilindustrie.

Die Folgen dieser sozialistisch motivierten Eingriffe seien verheerend und treten immer mehr zu Tage. Doch fatalerweise scheine von den Verantwortungsträgern aus den sich erkennbar immer weiter zuspitzenden Entwicklungen niemand die richtigen Schlüsse zu ziehen. Im Gegenteil, die Lage verschlimmere sich immer weiter.

Doch statt Einsicht in das eigene Versagen habe die Politik ganz in der Tradition sozialistischer Vorbilder längt einen anderen Schuldigen gefunden: Den Markt…

In seinem Vortrag, den man nicht verpassen sollte, erläutert Dr. Krall, warum es sich bei der Finanz- und Wirtschaftskrise keineswegs um Marktversagen handelt. Der Experte beleuchtet die Folgen der Unterminierung freier Marktkräfte durch den Staatsinterventionismus am Beispiel der Wohnungsmärkte, der Energiewirtschaft, bei den Bankenregulierungen und weiteren Schlüsselsektoren der Wirtschaft.

Schließlich beantwortet Dr. Krall die Frage, wie die aktuelle Negativzinsphase historisch einzuordnen ist – und wie sich diese Aspekte in Summe zu einer nie gesehenen ökonomischen und politischen Krise summieren.

Freiheit oder Sozialismus?

Letztendlich laufe alles auf die Frage hinaus, ob sich die Menschen in Deutschland für die Freiheit entscheiden, oder dem Sozialismus den Vorzug geben.

Nach Kralls Ansicht würden schon in naher Zukunft fünf zentrale Bausteine darüber entscheiden, wie die Weichen gestellt werden:

1. Ehe und Familie

2. Eigentum

3. Individualität

4. Religion

5. Kunst, Kultur und Musik

Grafik: Youtube Screenshot

Die kommende Finanzkrise werde nach Kralls Ansicht daher zu einer umfassenden und heftigen ökonomischen und gesellschaftlichen Krise führen…

Einen Punkt könnte man an dieser Stelle noch ergänzen:

Historisch betrachtet haben sich sozialistische Kräfte schon immer hervorragend darauf verstanden, für das eigene Versagen andere verantwortlich zu machen - und sich selbst als die Heilsbringer in der größten Not zu inszenieren. Man denke etwa an die Nazi-Herrschaft in Deutschland, die inmitten der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre ihren Anfang genommen hatte.

Deshalb ist die Gefahr durchaus real, dass die nächste große Krise zu einem massiven Linksruck in der deutschen Bevölkerung führt. Denn „so etwas“ wolle man in Zukunft nicht mehr, könnte dann die Parole der Ahnungslosen lauten…

Dr. Markus Krall ist sich sicher: Schon in den kommenden Quartalen stehen wir vor einer Fundamentalentscheidung: Was wollen wir als Gesellschaft? Wollen wir Freiheit oder wollen wir Sozialismus?

Könnte es sein, dass man genau hinhören sollte, wenn Dr. Markus Krall spricht?

Entscheiden Sie selbst…

© Andreas Hoose – Antizyklischer Börsenbrief

Der Artikel erschien zuerst auf godmode-trader.de

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers oder Interviewpartners wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung der „Metallwoche“ oder deren Betreiber dar. Der vertretene Standpunkt spiegelt nicht die Meinung des Website-Betreibers und stellt keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Anlagemöglichkeiten dar. Beachten Sie bitte auch unseren Disclaimer!

Kommentare

Sie sind nicht eingeloggt! Sie können Kommentare nur sehen, wenn Sie eingeloggt sind und ein aktuelles Abonnement besitzen. Log-In