Florian Grummes: Gold - Korrektur noch nicht ausgestanden

Tags: Saisonalität Sentiment Gold-Silber-Ratio Analyse Charts COT Edelmetallminen GDX US-Dollar Euro Gold in Euro Gold Florian Grummes Pro aurum Goldedition 24.10.2017

Nach der fulminanten Sommerrally haben die Bären seit Anfang September die Kontrolle am Goldmarkt übernommen. Bislang lassen sich keine Signale für ein baldiges Ende der laufenden Korrektur ausmachen. Vielmehr müssen wir zunächst von tieferen Kursen ausgehen. Im Bereich um 1.255 – 1.260 USD wartet die 200- Tagelinie, welche zumindest für eine Erholung bzw. Gegenbewegung sorgen müsste...

Da jedoch die Terminmarktdaten immer noch äußerst negativ zu interpretieren sind, wären Kurse im Bereich von 1.210 – 1.245 USD in den kommenden vier bis acht Wochen keine Überraschung. Hier müsste sich dann erneut eine exzellente antizyklische Kaufchance ergeben, denn übergeordnet bleibt das Bild immer noch konstruktiv. Es gilt also weiterhin geduldig zu sein. Immerhin spendet die Vorfreude auf ein starkes erstes Quartal 2018 so wie das immer noch offene Gap bei 1.345 USD etwas Trost.

Gelingt dem Goldpreis in den nächsten Tagen jedoch ein Anstieg über das Vorwochenhoch bei 1.306 USD dürfte es zu einer zweiten trügerischen Erholungswelle kommen, die durchaus bis 1.345 USD laufen kann.

Lesen Sie jetzt die komplette Analyse mit den dazugehörigen Charts von Florian Grummes:

 

1. Gold in USD Rückblick:

In den letzten vier Wochen rutschte der Goldpreis zunächst weiter nach unten und erreichte am Freitag, den 6.Oktober, bei 1.260 USD ein Tief, welches bis heute Bestand hat.

Die im Anschluss gestartete Erholung verlief zunächst sehr dynamisch, brach aber seit dem Erreichen der Marke von 1.306 USD in kürzester Zeit wieder in sich zusammen und lieferte den Bären damit in den letzten Handelstagen neue Argumente.

Insgesamt bleibt der Goldpreis seit dem Start der Korrektur am 8.September weiter unter Druck. Das Ende der Korrektur ist bislang noch nicht absehbar.

Gold Monatschart:

 

Auf dem logarithmischen Monatschart scheiterte der Goldpreis Anfang September an der markanten Widerstandszone 1.350 – 1.375 USD. Der seitdem laufende Rücksetzer bringt das übergeordnet „zunehmend bullische Setup“ aber noch nicht in Gefahr.

Vielmehr sieht es bislang „lediglich“ nach dem typischen Test des im Sommer erfolgten Ausbruchs über die sechsjährige Abwärtstrendlinie aus. Damit sind zwar auf Sicht der kommenden ein bis zwei Monate durchaus noch Kurse im Bereich um 1.210 – 1.245 USD denkbar, darunter wird das Vorankommen für die Bären aber extrem schwer.

Vor allem die Indikatoren überzeugen trotz der seit sechs Wochen laufenden Korrektur immer noch mit klaren Kaufsignalen und unterstützen daher die These, dass es sich aktuell um einen „Rücksetzer im Aufwärtstrend“ handelt.

Auf der Oberseite bleibt die Zone um 1.375 USD für die Bullen das Maß aller Dinge. Kann diese Widerstandszone überwunden werden, ist der Weg in Richtung 1.500 USD frei. So wie sich der Goldmarkt aktuell jedoch präsentiert, wird es dazu in diesem Jahr wohl nicht mehr kommen. Erst in den starken Monaten Januar und Februar hat dieser Ausbruch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit.

In der Summe bleibt die Bewertung des Monatscharts auf „zunehmend bullisch“. Ich bin mittlerweile sogar dazu bereit, dem Markt hier noch bis 1.210 USD Luft zum Atmen zu geben, ohne dass ich das große konstruktive Bild komplett ad acta legen würde.

 

Gold Wochenchart:

 

Auf dem arithmetischen Wochenchart lässt sich der vermutete Rücksetzer bis an die ehemalige Abwärtstrendlinie noch deutlich besser erkennen. Zwar hat der Goldpreis die Zone um 1.300 USD bis jetzt nicht ganz aus den Augen verloren, die Bullen bleiben aber schwach. Da das mittlere Bollinger Band (1.279 USD) bereits leicht unterschritten wurde, könnte nun das untere Bollinger Band (1.212 USD) wie ein Magnet wirken. Gleichzeitig bestätigt das untere Bollinger Band aber die bereits auf dem Monatschart geäußerte Vermutung, dass die Bären wohl maximal noch bis 1.210 USD Platz haben. Kommt es bereits in den nächsten Tagen bzw. Wochen zur Fortsetzung der ABC-Korrektur und damit zu tieferen Kursen, verläuft die ehemalige Abwärtstrendlinie und das potentielle Tief der Welle C schon im Bereich 1.230 – 1.240 USD.

Gleichzeitig liefern die Indikatoren MACD und Stochastik klare Verkaufssignale und setzten den Wochenchart damit weiterhin unter Druck. Auch wenn die Stochastik mittlerweile in der neutralen Mitte angelangt ist, müsste sie idealerweise bis in die überverkaufte Zone zurückfallen, bevor eine antizyklisch interessante Konstellation entstehen kann. Dazu wird es wohl nochmals einige Woche benötigen.

Summa summarum verschlechtert sich der Wochenchart auf „zunehmend bärisch“. Bleibt das Vorankommen der Bären so wie in den letzten Handelstagen zäh und langsam, könnte sich die gesamte Korrektur durchaus noch mehrere Wochen hinschleppen. In diesem Fall rutscht die ehemalige Abwärtstrendlinie weiter nach unten und gibt dadurch mehr Platz für die Bären frei. Somit wären ab ca. Ende November tatsächlich Kurse um 1.210 – 1.220 USD möglich. Erhöhen die Bären hingegen jetzt die Schlagzahl, könnte das Ende der Korrektur früher und bereits im Bereich um 1.230 – 1.245 USD gefunden werden.

 

Gold Tageschart:

 

Auf dem arithmetischen Tageschart bleibt der Goldpreis unter Druck. Die kurze und scharfe Erholung scheiterte vor einer Handelswoche letztlich an der 50-Tagelinie (1.302 USD). Damit haben die Bären weiterhin die Oberhand. Die nächsten bereits kurzfristig anzulaufenden Kursziele dürften somit das untere Bollinger Band (1.266 USD) sowie die leicht steigende 200-Tagelinie (1.257 USD) sein.

So wie sich das Preisgeschehen aktuell präsentiert, sieht es allerdings nicht nach einem Durchmarsch der Bären aus. Vielmehr vermute ich einen zähen und sich dahinschleppenden Abwärtstrend, welcher immer wieder von scharfen aber nicht nachhaltigen Erholungen unterbrochen werden dürfte.

Natürlich könnte die 200-Tagelinie auch das Ende der sechswöchigen Korrektur mit sich bringen. Wahrscheinlicher aber ist in meinen Augen der bereits beschriebene Test der ehemaligen Abwärtstrendlinie. Diese verläuft aktuell im Bereich um 1.245 USD und fällt mit jedem Handelstag ein Stück weiter ab.

Auch die Indikatoren lassen kurzfristig noch keine Trendwende erwarten. Während das Verkaufssignal beim MACD nach wie vor Bestand hat, befindet sich die Stochastik im neutralen Bereich. Die kurze Erholung konnte den Oszillator aber nicht mal bis zur überkauften Zone voranbringen, sondern hat bereits darunter zu einem neuerlichen Verkaufssignal geführt.

Insgesamt ist der Tageschart „bärisch“ zu bewerten. Im Bereich um 1.255 – 1.260 USD haben die Bullen nochmal die Chance auf eine Gegenbewegung. Der Tiefpunkt der gesamten Korrektur wird aber wohl erst im Bereich 1.210 – 1.245 USD zu finden sein.

Aktuell sieht es also zunehmend nach einer Wiederholung der letzten beiden Jahre aus. Sowohl in 2015 als auch 2016 kam es erst Mitte Dezember zum großen Wendepunkt. Auch wenn die kurzfristigen Aussichten alles andere als rosig sind, werden geduldige Marktteilnehmer wohl in den nächsten zwei Monaten mit einer exzellenten und vielversprechenden Einstiegschance belohnt werden.

 

2. Gold/Silber-Ratio

 

Trotz der seit über sechs Wochen laufenden Korrektur hat sich das Gold/Silber-Ratio doch recht gut gehalten und bewegt sich damit bereits seit Mai (abgesehen von kurzen Ausreißern) in einer engen Range zwischen 74 und 78 Punkten. Allerdings kann man dieses Treiben auch als ein neuerliches Konsolidierungsdreieck deuten. In diesem Fall dürfte ein eindeutiger Anstieg über 76,5 bzw. ein klarer Abfall unter 75 Punkten die Konsolidierung beenden & neue Bewegung in das Ratio bringen. Kurzfristig etwas ungünstig präsentiert sich der Stochastik-Oszillator, welcher aus der überverkauften Zone ansatzweise nach oben gedreht hat und somit eher ein steigendes Ratio andeutet.

 

3. CoT-Report:

 

 

Die kommerzielle Netto-Shortposition der professionellen Hedger hat sich in den letzten vier Wochen nur leicht auf kumuliert 221.624 leerverkaufte Kontrakte verbessert. Damit bleibt der Goldpreis gefährdet, denn diese Shortposition ist im längerfristigen Vergleich immer noch zu hoch und steht daher einem nahenden Boden bzw. einer baldigen Trendwende klar entgegen.

Als einfache Daumenregel kann man sich für den Goldmarkt merken: Erst wenn die kommerzielle Shortposition kumuliert weniger als 150.000 leerverkaufte Kontrakte beträgt, schwenkt der Analysebaustein „CoT-Report“ langsam in den bullischen bzw. grünen Bereich. Eine echte antizyklische Kaufchance taucht in der Regel aber erst deutlich unterhalb der Marke von 100.000 leerverkauften Kontrakten auf.

Da auch vom Silberterminmarkt nach wie vor eine zu hohe Shortposition der Profis gemeldet wird, liefert der aktuelle CoT-Report insgesamt weiterhin ein klares Verkaufssignal für Gold und Silber.

 

4. Sentiment:

 

Die Sentimentdaten liefern für den Goldpreis derzeit ein ausgeglichenes Stimmungsbild. Nur die kurzfristigen und daher schnell wechselnden Signale für die ETFs zeigen einen übertriebenen Pessimismus an, so dass aus dieser Perspektive jederzeit mit einer vorübergehenden Erholung zu rechnen ist bzw. der kurze Spike am Montagnachmittag nicht überraschend kam.

Gleichzeitig fördert die Kitco-Goldumfrage eine ausgeglichene Erwartungshaltung unter den Amateuren zu Tage. Bei den Profis hingegen ist die große Mehrheit klar bärisch eingestellt.

Insgesamt ermittelt die Sentiment-Analyse weiterhin eine neutrale Stimmungslage.

 

5. Saisonalität:

 

Legt man die Kursverläufe der letzten 40 Jahre als statistisches Mittel zu Grunde, könnte der Goldpreis noch bis Mitte/Ende November weiter seitwärts pendeln, bevor es dann bis in den Dezember hinein zu einer überschaubaren Aufwärtswelle kommen müsste. Für den Monat November bringt dieser „typische“ Kursverlauf insgesamt ein grünes Vorzeichen, während sich der „rote Oktober“ langsam seinem Ende nähert.

Auf Sicht der kommenden Wochen bleibt die Saisonalität also neutral.

 

6. Gold in in EUR

Rückblick:

In Euro gerechnet verläuft die Erholung auf den Kurssturz von 1.220 EUR Mitte April bis zum Tief am 10.Juli bei 1.056 EUR weiterhin in einem sehr überschaubaren Rahmen. Reichten die Kräfte der Bullen Anfang September noch bis knapp 1.127 EUR, war in den letzten vier Wochen bereits zweimal bei Kursen um 1.107 EUR Schluss.

Insgesamt blieb es damit bei einer lethargischen Seitwärtsbewegung zwischen 1.080 EUR und 1.107 EUR.

 

Gold in EUR Wochenchart:

 

Wie vermutet, hat sich der Goldpreis in Euro weiter festgelaufen und eingekeilt. Von Dynamik fehlt derzeit jede Spur, vielmehr machen sich Lethargie und Langeweile breit. Grundsätzlich ist das aber ein ganz normaler Vorgang. Auf Phasen von hoher Volatilität und Schwankungen folgen eben ruhigere und konsolidierende Zeitabschnitte.

Allerdings wäre es schon hilfreich bzw. sehr wichtig, wenn die Bullen die Unterstützungszone zwischen 1.050 – 1.075 EUR nicht mehr unterschreiten, sondern verteidigen können. In diese Zone stößt aktuell zudem die seit Dezember 2013 gültige Aufwärtstrendlinie vor. Ein Unterschreiten dieser Linie wäre ebenfalls äußerst ungünstig und müsste mindestens zu einem Rückfall bis an die untere Begrenzung des roten Abwärtstrendkanals im Bereich um 1.040 EUR führen. Achtet man aber auf die horizontalen Widerstände und Unterstützungen, so könnte ein Unterschreiten von 1.050 EUR theoretisch auch schnell Kurse im Bereich 960 bis 990 EUR nach sich ziehen.

Demgegenüber stehen allerdings die mehr oder weniger klaren Kaufsignale beim MACD als auch bei der Stochastik. Können die Indikatoren ihre „Aufbruch-Stimmung“ ausbauen, wird sich das Kursgeschehen wohl noch weiter einengen, ohne dass es zu einem Abrutschen kommt.

Insgesamt ist der Wochenchart „neutral“ und dürfte sich zwischen 1.060 EUR und 1.130 EUR noch weiter zusammenziehen.

 

Gold in EUR Tageschart:

 

Die festgelaufene Situation wird auf dem Tageschart für den Goldpreis in Euro noch deutlicher. Während auf der Unterseite zumindest eine Serie höherer Tiefs auf den Wendepunkt vom 10.Juli etabliert werden konnte, bleiben die Fortschritte auf der Oberseite äußerst fragwürdig und gedeckelt. Solange die Bullen nicht wenigstens die Abwärtstrendlinie (entstanden durch das Aprilhoch bei ca. 1.220 USD und dem Septemberhoch bei knapp 1.130 EUR) überwinden können, bleibt die Lage verdächtig und damit grundsätzlich gefährlich.

Noch klammern sich die Notierungen an die 50-Tagelinie (1.099 EUR). Diese Sicherheit könnte sich aber schnell als „letzter Strohhalm“ entpuppen, denn ein Ausbruch aus dem entstandenen Konsolidierungsdreieck rückt näher. Sowohl Stochastik als auch MACD deuten aktuell an, dass der Ausbruch nach unten erfolgen wird. Nur wenn die Notierungen nochmals für ein bis drei Wochen innerhalb des Dreiecks seitwärts driften, erreicht die Stochastik erneut ihre überverkaufte Zone und würde damit die Chancen für einen Ausbruch nach oben deutlich erhöhen. Zusammengefasst bleibt es bei der Lethargie und damit einer vorerst noch „neutralen Einschätzung“. Die Lage darf aber auch nicht unterschätzt werden. Unterhalb von 1.050 EUR könnte es zu einem schnellen Kursrutsch in Richtung 990 EUR kommen. Die eingezeichneten Dreiecke in lila und rosa sind das absolute „worst case“ Szenario und nur denkbar, wenn der Goldpreis in US-Dollar deutlich fällt, während sich der Euro gleichzeitig gegen den US-Dollar behaupten kann. Sollte der Goldpreis in US-Dollar wie weiter oben vermutet sein Kursziel z.B. bei 1.210 USD finden und der Euro aufgrund der SKS-Formation tatsächlich bis auf 1,1270 USD abfallen, hätte sich für den Goldpreis in Euro unterm Strich mit 1.073 EUR kaum eine Veränderung ergeben. Gleichzeitig fehlt aktuell auch auf der Oberseite nicht viel zum Ausbruch über 1.107 EUR. In diesem Fall sind die nächsten Ziele die 200-Tagelinie (1.124 EUR) sowie das ehemalige Dreieck (rosa) um 1.140 EUR.

Handelsempfehlung:

Die Lage ist mittlerweile doch etwas arg verzwickt. Da Kurse unterhalb von 1.050 EUR nun einen weiteren Kursrutsch auslösen könnten, empfiehlt es sich, nur noch mit einem deutlichen tieferen Limit zu agieren. Dieses sollte vorübergehend unterhalb von 1.000 EUR angesetzt werden.

 

7. Euro & US-Dollar

 

Im großen Bild bleibt der Euro trotz des zuletzt erfolgten Rücksetzers in einer Aufwärtsbewegung. Allerdings hat sich mit dem Kursgeschehen der letzten drei Monate eine potentielle bärische SKS-Formation gebildet. Sollte es daher zu einem erneuten Unterschreiten der Zone um 1,1670 USD kommen, besteht erhebliches Rückschlagpotential. Das Kursziel aus der SKS-Formation liegt dann bei ca. 1,1270 USD. Knapp darunter verläuft zudem die 200-Tagelinie (1,1211 USD), welche zusätzlich für magnetische Anziehung sorgt.

Der Blick auf die Indikatoren kann dieses für den Goldpreis äußerst beunruhigende Szenario nicht wirklich entkräften. Neben den bereits seit Anfang August entwickelten negativen Divergenzen, ist es zuletzt weder dem MACD noch der Stochastik gelungen, ein klares Kaufsignal zu etablieren. Die überschaubare Erholung der letzten Wochen hat damit auch bei den Indikatoren wenig Zählbares zustande gebracht.

Neben der sich verdunkelnden Markttechnik bleibt die extrem einseitige Positionierung der kommerziellen Händler am Terminmarkt ein klares Warnsignal. Insgesamt bringt die Analyse des Euros gegen US-Dollar eine „zunehmend bärische“ Schlussfolgerung, womit die Gefahren auch für den Goldpreis ansteigen.

 

8. Goldminen GDX

 

Ähnlich wie am Goldmarkt verlief die Erholung auch bei den Goldminenaktien in den letzten zwei Wochen in einem sehr überschaubaren Rahmen. Die Korrektur seit Anfang September ist also weiterhin im Gange. Im etwas größeren Bild hinken die Minenaktien dem Goldpreis zudem immer noch hinterher. Während der Goldpreis Anfang September nur knapp seinen Hochpunkt vom Sommer 2016 verfehlte, reichte es für den GDX (Market Vektor Goldminers ETF) noch nicht mal bis zum Februarhoch aus diesem Jahr. Letztlich läuft der ETF bereits seit Jahresanfang grob gesagt zwischen 21,00 und 26,00 USD seitwärts.

Kurzfristig haben die Notierungen wieder die langsam steigende 200-Tagelinie (23,08 USD) angelaufen und suchen hier als auch beim unteren Bollinger Band (22,87 USD) nach Halt. Der Blick auf die beiden Bollinger Bänder lässt zudem erkennen, dass diese sich deutlich zusammengezogen haben. Hier baut sich langsam aber sicher Druck auf, welcher sich ähnlich einer geschüttelten Cola- Flasche früher oder später entladen wird. Die Richtung ist dabei allerdings noch nicht klar.

Die sich der überverkauften Zone nähernde Stochastik spricht eher für eine Auflösung nach oben, allerdings wird es sicherlich noch zwei Handelswochen dauern, bis hier ein neues Kaufsignal in der überverkauften Zone entstehen kann.

In der Summe kann man bei einer derartigen Seitwärtsphase nur das Prädikat „neutral“ vergeben. Obwohl der GDX in den letzten Monaten immer wieder über die jeweils aktualisierten Abwärtstrendlinien ausbrechen konnte, gelang es ihm nicht, hier wirklich Dynamik und Momentum zu entfalten. Mittlerweile lässt sich anhand der aktuellen Auf- und Abwärtstrendlinien ein neuerliches Dreieck zeichnen, welches zumindest recht symmetrisch erscheint. Ob ein Ausbruch aus diesem Dreieck dann aber auch das Ende der monatelange Seitwärtsphase einleiten wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

 

9. Zusammenfassung & Konklusion

Nach der fulminanten Sommerrally haben die Bären seit Anfang September die Kontrolle am Goldmarkt übernommen. Bislang lassen sich keine Signale für ein baldiges Ende der laufenden Korrektur ausmachen. Vielmehr müssen wir zunächst von tieferen Kursen ausgehen. Im Bereich um 1.255 – 1.260 USD wartet die 200- Tagelinie, welche zumindest für eine Erholung bzw. Gegenbewegung sorgen müsste.

Da jedoch die Terminmarktdaten immer noch äußerst negativ zu interpretieren sind, wären Kurse im Bereich von 1.210 – 1.245 USD in den kommenden vier bis acht Wochen keine Überraschung. Hier müsste sich dann erneut eine exzellente antizyklische Kaufchance ergeben, denn übergeordnet bleibt das Bild immer noch konstruktiv. Es gilt also weiterhin geduldig zu sein. Immerhin spendet die Vorfreude auf ein starkes erstes Quartal 2018 so wie das immer noch offene Gap bei 1.345 USD etwas Trost.

Gelingt dem Goldpreis in den nächsten Tagen jedoch ein Anstieg über das Vorwochenhoch bei 1.306 USD dürfte es zu einer zweiten trügerischen Erholungswelle kommen, die durchaus bis 1.345 USD laufen kann.

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© Florian Grummes

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Quelle: pro aurum Goldedition vom 24.10.2017
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