Florian Grummes: Gold - Übergeordnet in einem bullisch aufsteigenden Dreieck

Tags: Euro & US-Dollar Saisonalität Sentiment GDX Goldminen Terminmarkt Florian Grummes Midas Touch Consulting Grummes Analyse Charts Gold-Silber-Ratio Gold in Euro Gold pro aurum Goldedition vom 28.02.2018

In den letzten zwei Wochen hatte ich immer wieder meine Zweifel an einem unmittelbar bevorstehenden Ausbruch am Goldmarkt geäußert. Natürlich präsentiert sich der Goldpreis insgesamt weiter konstruktiv und notiert nur 30 USD unterhalb der entscheidenden Widerstandszone 1.350 USD – 1.375 USD. Da aber weder die CoT-Daten noch die Saisonalität auf grün stehen, wäre für die kommenden drei bis vier Monaten eigentlich die typische Frühjahrskorrektur zu erwarten... Diese muss nicht mit dramatischen Kursverlusten über die Bühne gehen, sondern könnte sich vielmehr als ein zäher und verwirrender Tanz um die Marke von 1.300 USD präsentieren. Ein Wiedersehen mit der 200-Tagelinie (1.285 USD) halte ich dabei aber für extrem wahrscheinlich.

Im großen Bild macht das aufsteigende Dreieck Hoffnung auf ein starkes zweites Halbjahr, in dem sich dann auch der Silberpreis zurückmelden sollte.

Nichtsdestotrotz darf man den Goldpreis in der aktuellen Lage nicht aus den Augen verlieren, denn auch ein überraschender Ausbruch nach oben ist nicht unmöglich. Solange die Bullen den Blickkontakt mit der Zone 1.350 USD – 1.375 USD nicht vollständig aus den Augen verlieren, ist die Option eines vorzeitigen Ausbruchs nicht vom Tisch. Wahrscheinlicher aber ist das beschriebene korrektive Szenario, welches uns im Frühling und Frühsommer im Bereich um 1.260 USD – 1.285 USD nochmals gute Einstiegskurse liefern sollte.

Lesen Sie jetzt die komplette Analyse mit den dazugehörigen Charts von Florian Grummes:

1. Gold in USD

Rückblick:

In den letzten vier Wochen stieß der Goldpreis zweimal in die breite und sehr starke Widerstandszone 1.350 – 1.375 USD vor. Da beide Angriffe in dieser Zone scheiterten, sucht der Goldmarkt nun seit neun Handelstagen erneut nach einem Halt auf der Unterseite. 

Anfang Februar konnten die Bullen noch bei 1.305 USD eine Trendwende initiieren und die zweite Anstiegswelle in Richtung 1.360 USD auf den Weg bringen. Nun sind aber nach einem zunächst relativ starken Wochenauftakt mit dem gestrigen Rutsch unter 1.320 USD die Würfel doch recht eindeutig zugunsten der Bären gefallen. 

Gold Monatschart:



Auf dem logarithmischen Monatschart wird die Bedeutung der Widerstandszone 1.350 - 1.375 USD gut ersichtlich. Insgesamt bereits sechsmal (!) lief der Goldpreis seit seinem Tiefpunkt bei 1.045 USD diese Zone in den letzten eineinhalb Jahren an. Jedes Mal mussten sich die Bullen geschlagen geben. Gleichzeitig ist auf dem logarithmischen Monatschart aber auch die Serie der höheren Tiefs zu erkennen. 

Damit lässt sich übergeordnet ziemlich eindeutig ein aufsteigendes Dreieck für den Goldpreis konstruieren. Diese Formation ist klar bullisch und wäre mit einem nachhaltigen Anstieg über die Zone von 1.350 - 1.375 USD auch bullisch aufgelöst. In der Folge könnte man theoretische Kursziele im Bereich von 1.500 USD bis 1.700 USD ableiten.

Allerdings ist es aktuell noch nicht soweit und wir dürfen hier nicht den Fehler machen, dem Goldmarkt vorneweg zu laufen oder ihm die Zukunft diktieren zu wollen. Vielmehr bietet dieses potentielle aufsteigende Dreieck nämlich noch jede Menge Platz für eine weitere monatelange Konsolidierungsphase. Wichtig ist dabei eigentlich nur, dass die Serie der höheren Tiefs halbwegs bestehen bleibt. 

Insofern hätte der Goldpreis auf seinem Monatschart aktuell locker bis 1.275 USD Platz zum Durchatmen. Nimmt man die Verbindungslinie der beiden letzten signifikanten Tiefpunkte bei 1.045 USD und 1.123 USD, könnten sich die Bären sogar bis in den Bereich von 1.210 USD austoben, ohne dass die vielversprechende Formation übergeordnet in Gefahr geraten würde! 

Idealerweise kann sich der Goldpreis aber in den kommenden Monaten in der oberen Hälfte seiner Bollinger Bänder zwischen 1.275 und 1.375 USD bewegen und damit weiter am Fundament für einen neuen Bullenmarkt arbeiten.

Bei den Indikatoren hat sich das MACD Kaufsignal mittlerweile etwas klarer durchsetzen können. Demgegenüber steht allerdings ein Stochastik-Oszillator, welcher seine überkaufte Zone ansatzweise erreicht hat und daher den Optimismus dämpft.

In der Summe ist und bleibt der Monatschart "neutral". Das aufsteigende Dreieck sieht mittel- und längerfristig recht vielversprechend aus, dessen Auflösung kann aber noch einige Monate auf sich warten lassen. Die zu erwartende Handelspanne auf Sicht der kommenden Monate liegt vermutlich im Bereich 1.275 USD bis 1.375 USD. Unter 1.200 USD wird der Monatschart zunehmend bärisch. 


Gold in USD Wochenchart:



Auf dem arithmetischen Wochenchart ist das aufsteigende Dreieck, welches sich seit über zwei Jahren am Goldmarkt entwickelt, noch besser zu erkennen. Im besten Fall lässt sich mit der Höhe des Dreiecks ein mittel- bis längerfristiges Kursziel um ca. 1.650 USD - 1.675 USD ermitteln, vorausgesetzt es kommt früher oder später zum Ausbruch über die entscheidende Nackenlinie bei 1.350 - 1.375 USD.

Angesichts einer Stochastik, die gerade erst im überkauften Bereich mit einem Verkaufssignal nach unten gedreht hat, lässt sich auf Sicht der kommenden Wochen und Monate aber noch kein unmittelbar bevorstehender Ausbruch ableiten. Vielmehr hat der Wochenchart doch recht eindeutig Korrekturbedarf und kühlt sich idealerweise bis zum Frühsommer deutlich ab. Dies muss nicht unbedingt mit scharfen Kursrücksetzern über die Bühne gehen, sondern kann auch einfach über die Zeitachse mittels einer zähen Seitwärtsbewegung erreicht werden. 

Da sich das untere Bollinger Band (1.240 USD) bereits jetzt oberhalb des Dezembertiefpunktes (1.236 USD) bewegt, ist die wichtige Serie höherer Tiefpunkte derzeit in keiner Weise gefährdet. Kommt es jetzt also in den typischerweise schwachen Frühjahrsmonaten zu einer Korrektur, müsste sich diese oberhalb von 1.240 USD abspielen.

Auf Sicht der kommenden Wochen müssen die Bären sowieso erst einmal die solide Unterstützungszone um 1.300 USD - 1.310 USD aus dem Weg räumen. Bis ihnen dies gelungen sein wird, sollte das untere Bollinger Band bereits weiter angestiegen sein, und somit den dann noch vorhandenen Spielraum auf der Unterseite einschränken.

Summa summarum ist die zunehmende Stärke der Bullen auf dem Wochenchart offensichtlich, denn der Goldpreis hält sich nun schon seit Wochen in Sichtweite der Nackenlinie/Widerstandszone bei 1.350 - 1.375 USD auf. Da der Durchbruch aber noch nicht gelungen ist und die Stochastik gedreht hat, kommt derzeit nur eine "leicht bärische Bewertung" in Frage. Idealerweise spielt sich das Handelsgeschehen in den kommenden Wochen bzw. drei bis vier Monaten klar oberhalb von 1.240 USD ab.

 

Gold in USD Tageschart:



Auf dem arithmetischen Tageschart ist der Goldpreis erstmals seit Mitte Dezember wieder leicht unter seine 50-Tagelinie (1.320 USD) gerutscht und steht unmittelbar vor der soliden Unterstützungszone um 1.300 - 1.310 USD. Da vor allem der Wochenchart weiteren Korrekturbedarf anzeigt, müsste sich der Goldpreis auf dem Tageschart daher bereits auf dem Weg zu seiner 200-Tagelinie (1.286 USD) befinden.

Allerdings ist das Verkaufssignal der Stochastik bereits bis in die Nähe der überverkauften Zone gelaufen, so dass zunächst eher ein mehrwöchiger Kampf um die psychologische Marke von 1.300 USD als ein deutlicher Kursrutsch zu erwarten wäre. Dabei könnten die Bullen ausgehend vom unteren Bollinger Band (1.309 USD) ohne weiteres auch nochmals eine 20 - 30 USD starke Erholung zustande bringen. In jedem Fall aber besitzt das Anlaufen der 200-Tagelinie (1.286 USD) eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf Sicht der kommenden Wochen.

Insgesamt ist der Tageschart derzeit "bärisch", ohne dass unmittelbar ein enormes Risiko auf der Unterseite abzulesen wäre. Kurse bis in den Bereich um 1.280 USD sollten aber mindestens eingeplant werden. Je nachdem wie sich die Frühjahrskorrektur gestaltet, kann es im weiteren Verlauf auch noch eine Etage tiefer gehen. Bislang erscheint aber eine milde, dafür aber zähe korrektive Konsolidierung zwischen 1.280 USD und 1.335 USD am wahrscheinlichsten.


2. Gold/Silber-Ratio:



Mit konstanten Werten oberhalb von 80 liefert das Gold/Silber-Ratio weiterhin ein klares Warnsignal. Mit einem derartigen Kursverhalten befindet sich der Edelmetallsektor definitiv nicht in einem Bullenmarkt. Natürlich ist Silber derzeit massiv unterbewertet und mit einer langfristigen Perspektive (mind. 5 -10 Jahre) ein vielversprechendes antizyklisches Investment, solange es ohne Kredit und Hebel physisch gekauft wird.

Charttechnisch lieferten die drei nach oben aufgelösten Dreiecke in den vergangenen eineinhalb Jahren jedenfalls keinen Grund dem Edelmetallsektor hinterher zulaufen. Positiv lässt sich derzeit nur festhalten, dass die Dreiecke immer kleiner geworden sind und die divergierende Stochastik derzeit nach unten gedreht hat. Somit sind auf Sicht der kommenden Wochen eher leicht fallende Ratio-Werte zu erwarten. Dies kann übrigens auch mit einem im Vergleich zu Gold weniger stark fallenden Silberkurs erreicht werden.


3. CoT-Report:





Mit derzeit 214.878 leerverkauften Kontrakten am Terminmarkt für die Goldfutures ist die kommerzielle Shortposition eindeutig zu hoch und lässt daher auf weiteren Korrekturbedarf am Goldmarkt schließen. Wie in der Vergangenheit immer wieder geschrieben, ist die Lage hier erst bei einer Shortposition um bzw. unterhalb von 100.000 Kontrakten bereinigt.

Wesentlich positiver gestaltet sich die Situation am Silberterminmarkt. Mit kumuliert nur noch 19.445 leerverkauften Kontrakten liegt für den Silberpreis bereits ein klares Kaufsignal vor.

Insgesamt liefert der Analysebaustein "CoT-Report" damit widersprüchliche Signale, denn während für den Goldpreis die Ampeln hier weiterhin auf rot stehen, machen sich am Silberterminmarkt zunehmend antizyklische Kaufsignale breit. Dennoch wird der Kursverlauf der beiden Edelmetalle auch weiterhin primär vom Goldpreis bestimmt werden. Das Korrekturpotential beim Silber ist aber sehr überschaubar geworden. Zieht ein schwächerer Goldkurs den Silberpreis daher in den kommenden Monaten nochmals in Richtung 15,50 USD nach unten, müsste Silber ab dem Frühsommer und in der zweiten Jahreshälfte richtig durchstarten können.

 

4. Sentiment:







Grundsätzlich ist die Stimmung im Edelmetall- und Rohstoffsektor derzeit sehr gemischt. Während Silber bereits mit deutlich zu hohen Pessimismuswerten überzeugen kann, präsentieren sich die Sentimentdaten für Gold ausgeglichen. Platin und Kupfer hingegen werden von den Marktteilnehmer eher etwas zu optimistisch behandelt.

Einen positiven Eindruck liefern jedoch vor allem die kurzfristigeren Signale der ETFs. Hier kann man von einer in Kürze bevorstehenden Gegenbewegung bzw. Erholung ausgehen. Wie nachhaltig sich diese dann gestalten wird, bleibt jedoch abzuwarten.

Beim Währungspärchen EUR/USD ist die Sachlage hingegen seit Monaten kaum verändert.

Fokussiert man nur auf die Sentimentdaten für Gold und Silber sowie die dazugehörigen Minenaktien lässt sich in der Summe ein übertriebener Pessimismus für den Edelmetallsektor feststellen. Insofern ist schon in Kürze eine Erholungsbewegung und insgesamt eine eher zähe Konsolidierung wahrscheinlich.


5. Saisonalität:



Mit dem starken Jahresauftakt folgte der Goldpreis mustergültig seinem saisonalen Muster, welches sich über die letzten vierzig Jahre statistisch betrachtet entwickelt hat. Diese starke Phase endet jedoch typischerweise in der letzten Februarwoche. In der Folge begann für den Goldpreis meist eine monatelange Talfahrt, die oft erst im Juli ihren Abschluss fand.

Sollte es auch in diesem Jahr wieder so kommen, ist in den kommenden Monaten wenig bei den Edelmetallen zu holen. Immerhin kommt es typischerweise ab Mitte März zu einer vorübergehenden Erholung, die sich aber schon im April wieder im Sand verlaufen müsste.

Richtet man sich nur nach der Saisonalität, wartet die nächste wirklich gute antizyklische Kaufchance erst im Juni oder Juli.


6. Gold in EUR

Rückblick:

Auf Eurobasis läuft der Goldpreis seit Ende Juni 2017 primär zwischen 1.080 EUR und 1.110 EUR seitwärts. Gelegentliche Ausbruchsversuche nach oben bzw. unten endeten jedes Mal mit einer Rückkehr in den Seitwärtskanal.

In den letzten Wochen sitzt der Euro-Goldpreis fast bewegungslos an der Marke von 1.080 EUR. Die Handelspanne lag zwischen 1.070 EUR auf der Unterseite und 1.090 EUR auf der Oberseite. Das Ende dieser trostlosen und schwankungsarmen Phase ist bislang nicht abzusehen.


Gold in EUR Tageschart:

Die Entwicklung des Goldpreises in Euro bleibt enttäuschend, liefert aber gleichzeitig regelmäßig die Chance sich relativ günstig mit physischen Edelmetallen einzudecken.

Das schwache Chartbild lässt kurzfristig kaum auf Besserung hoffen, auch wenn der Euro-Goldpreis immer wieder seine Abwärtstrendlinie seit dem letzten Sommer attackiert. 

Solange diese Abwärtstrendlinie nicht überwunden werden kann, steht die Option im Raum, dass es sich bei dieser Linie um die obere Begrenzung eines absteigenden Dreiecks handeln könnte. Dessen Basis läge im Bereich um 1.050 EUR, womit ein Kursziel von ca. 950 EUR auf der Unterseite ermittelt werden könnte. Solange aber die Unterstützung im Bereich um 1.050 EUR nicht klar unterschritten wurde, bleibt diese "Option" lediglich ein mögliches Szenario.

Trotzdem liefern die aktiven Verkaufssignale der Indikatoren kurzfristig eher Hinweise auf fallende Kurse. Zwar klammert sich der Euro-Goldpreis aktuell noch an seine 50-Tagelinie (1.085 EUR), mit dem schwächeren Goldpreis in USD droht aber ein Abrutschen bis zum unteren Bollinger Band (1.070 EUR).

Insgesamt bleibt das Kursgeschehen aufgrund der engen Handelspanne extrem überschaubar. Ob es sich bei dieser Kompression möglicherweise um die Ruhe vor dem Sturm handelt, wird erst die Zukunft zeigen. Festzuhalten bleibt, dass ein Ausbruch über die Abwärtstrendlinie zunächst ein Anstiegspotential bis ca. 1.110 - 1.120 EUR verschafft, während auf der Unterseite ein Abfall unter 1.050 EUR ein absteigendes Dreieck mit Kursziel 950 EUR bestätigen würde. Solange die Kurse zwischen diesen beiden Marken verlaufen, bleibt die Lage "zunehmend bärisch".


Handelsempfehlung:

Physisches Gold ist aktuell eine Halteposition.


7. Euro & US-Dollar



Der Euro hat in diesem Jahr bislang eine kleine Serie tieferer Hochs aufs Parkett gelegt und fällt in den letzten zwei Handelswochen von seinen Höchstständen oberhalb von 1,25 USD deutlich zurück. Solange sich die Einheitswährung jedoch über der ersten Unterstützung im Bereich um 1,22 USD halten kann, bleibt der einjährige Aufwärtstrend vorerst trotzdem intakt.

Kann die 50-Tagelinie (1,2178 USD) hingegen den laufenden Rücksetzer nicht aufhalten, dürfte es in den nächsten Monaten zu einem überfälligen Wiedersehen mit der 200-Tagelinie (1,1766 USD) kommen. Angesichts der Fülle an Unterstützungen auf dem Weg bis zur 200-Tagelinie, ist ein zügiges Vorankommen der Euro-Bären jedoch eher nicht zu erwarten.

Insgesamt bleibt das Währungspärchen EUR/USD die Achillesferse des Goldpreises. Schon seit Monaten sind die CoT-Daten für den Euro katastrophal. Kommt es zu einer deutlicheren Dollar-Erholung, wird der Goldpreis Probleme bekommen. Kurzfristig ist die Lage aber schon wieder ansatzweise überverkauft, so dass Kurse unterhalb von 1,20 USD vorerst eher unwahrscheinlich sind.


8. Goldminen GDX



Nach einem positiven Jahresauftakt macht sich bei den Goldminenaktien angesichts der desaströsen Kursentwicklung wieder einmal Ernüchterung breit. Während sich der Goldpreis immer noch recht gut in der Nähe der entscheidenden Widerstandszone halten kann, ist der GDX (Market Vektor Goldminers ETF) im Februar zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit dem Dezember 2016 abgetaucht.

Übergeordnet laufen die Minenaktien aber seitwärts und konsolidieren offensichtlich nach wie vor die starke Rally aus dem ersten Halbjahr 2016. Mit der leicht überverkauften Stochastik im Rücken scheint das noch vorhandene Risiko auf der Unterseite daher grundsätzlich eher überschaubar zu sein. Rutscht der ETF jedoch unter seine Unterstützungszone oberhalb von 20,50 USD, könnte es trotzdem ungemütlich werden.

Da es in der Summe derzeit an bullische Argumenten eindeutig mangelt, muss der Wochenchart mit "zunehmend bärisch" bewertet werden. Wer die Minenaktien aber kennt, weiß, dass sich dieser Zustand auch sehr schnell wieder ändern kann. Wird die Unterstützungszone oberhalb von 20,50 USD verteidigt, ist jederzeit eine Erholung bis in den Bereich von 24 USD bzw. bis zum oberen Bollinger Band (24,25 USD) möglich.


9. Zusammenfassung & Konklusion



In den letzten zwei Wochen hatte ich immer wieder meine Zweifel an einem unmittelbar bevorstehenden Ausbruch am Goldmarkt geäußert. 

Natürlich präsentiert sich der Goldpreis insgesamt weiter konstruktiv und notiert nur 30 USD unterhalb der entscheidenden Widerstandszone 1.350 USD - 1.375 USD. Da aber weder die CoT-Daten noch die Saisonalität auf grün stehen, wäre für die kommenden drei bis vier Monaten eigentlich die typische Frühjahrskorrektur zu erwarten. Diese muss nicht mit dramatischen Kursverlusten über die Bühne gehen, sondern könnte sich vielmehr als ein zäher und verwirrender Tanz um die Marke von 1.300 USD präsentieren. Ein Wiedersehen mit der 200-Tagelinie (1.285 USD) halte ich dabei aber für extrem wahrscheinlich.

Im großen Bild macht das aufsteigende Dreieck Hoffnung auf ein starkes zweites Halbjahr, in dem sich dann auch der Silberpreis zurückmelden sollte.

Nichtsdestotrotz darf man den Goldpreis in der aktuellen Lage nicht aus den Augen verlieren, denn auch ein überraschender Ausbruch nach oben ist nicht unmöglich. Solange die Bullen den Blickkontakt mit der Zone 1.350 USD - 1.375 USD nicht vollständig aus den Augen verlieren, ist die Option eines vorzeitigen Ausbruchs nicht vom Tisch. Wahrscheinlicher aber ist das beschriebene korrektive Szenario, welches uns im Frühling und Frühsommer im Bereich um 1.260 USD - 1.285 USD nochmals gute Einstiegskurse liefern sollte.

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© Florian Grummes

Quelle: pro aurum Goldedition vom 28.02.2018
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