Gold - Ab jetzt jede Schwäche unter 1.300 USD kaufen!

Tags: Meinung Analyse Charts Terminmarkt Goldminen GDX EURUSD Gold in Euro Saisonalität Sentiment Gold-Silber-Ratio Gold pro aurum Goldedition 05.06.2018 Grummes Florian Grummes

von Florian Grummes

Auch wenn es auf den ersten Blick noch nicht offensichtlich ist, sieht der Goldpreis mittlerweile doch sehr vielversprechend aus. Wie schon vor zwei Wochen vermutet, könnte das Tief der Korrektur bei 1.282 USD bereits gefunden worden sein. Allerdings bleibt das saisonale Fenster noch bis Ende Juni bzw. Anfang Juli ungünstig. Es lassen sich daher zwei Szenarien ableiten:

1. Der Goldpreis pendelt in den nächsten Wochen um seine 200-Tagelinie (1.308 USD) hin und her. Das würde eine Handelsspanne zwischen 1.290 USD und 1.325 USD erwarten lassen. Die Sommerrally beginnt in diesem Fall eher geräuschlos. Wahrscheinlichkeit 85%

2. Es kommt doch noch zum finalen panikartigen Ausverkauf, wobei maximal 1.250 USD denkbar sind. Dies ist aber nur möglich, wenn der Euro nochmals deutlich auf Tauchstation geht. Wahrscheinlichkeit 15%

In jedem Fall müssen wir uns wohl nur noch wenige Wochen gedulden, bis der Edelmetallsektor endlich die lange angekündigte Sommerrally startet. 

Auffällig ist übrigens, dass in den letzten vier Wochen über 30 Tonnen Gold aus dem größten Gold ETF (GLD) abgeflossen sind. Für mich ist das ein eindeutiger Beweis, dass viele Papiergold-Investoren zuletzt aufgegeben haben. Einzig die Terminmarktdaten (CoT-Report) sind noch nicht wirklich ideal, könnten sich aber auch im Zuge einer Seitwärtsphase weiter verbessern.

Im größeren Bild bleibe ich extrem optimistisch und erwarte den Beginn der Ausbruchswelle über die langjährige Widerstandszone 1.350 – 1.375 USD in diesem Sommer. Im Anschluss müsste es zu einer fulminanten Rally bis auf ca. 1.500 USD kommen.

Lesen Sie jetzt die komplette Analyse mit den dazugehörigen Charts von Florian Grummes:

1. Gold in USD

Rückblick:

In den letzten vier Wochen fiel der Goldpreis wie erwartet unter seine mehrmonatige Unterstützung im Bereich um 1.305 USD. Aber schon bei 1.282 USD wurde bislang das Tief der seit Mitte April laufenden Korrekturwelle gefunden.

Seitdem kam es zu einer überschaubaren Erholung, welche aber an der 200- Tagelinie (1.308 USD) scheiterte. In der Folge konnten die Bären die Notierungen erneut unter die psychologische Marke von 1.300 USD drücken. Wirklicher Verkaufsdruck will aber nicht aufkommen. Vielmehr hält der Goldpreis Blickkontakt zu seiner 200-Tagelinie und kann sich in der saisonal schwierigen Frühjahrsphase relativ gut halten.

Gold Monatschart:

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Nach wie vor bleibt es im großen Bild bei der Vermutung, dass der Goldpreis seit dem Tief bei 1.045 USD im Dezember 2015 an einer Bodenbildung arbeitet. Schon auf dem Monatschart ist die Serie höherer Tiefs gut zu erkennen. Gleichzeitig ist die horizontale Widerstandszone 1.350 – 1.375 USD auf der Oberseite die entscheidende Linie, welche die Bullen unbedingt aus dem Weg räumen müssen. Innerhalb des sich daraus ergebenden aufsteigenden Dreieck (in blau) hätte der Goldpreis noch einige Wochen evtl. sogar Monate Zeit, um seine laufende Konsolidierung abzuschließen.

Erfreulich bleibt dabei die Tatsache, dass innerhalb dieser bullischen Formation auf der Unterseite kaum noch Abwärtspotential zu erkennen ist. Im schlechtesten Fall könnte es noch zu einem Rückzug bis auf ca. 1.250 USD kommen. Allerdings ist der Weg dorthin bereits mit zahlreichen Unterstützungen gespickt.

Etwas ungünstig präsentierte sich in diesem Zusammenhang die überkaufte Stochastik, welche mittlerweile ein Verkaufssignal aktiviert hat. Gleichzeitig hat der Oszillator im Zuge der laufenden Abwärtswelle aber seine überkaufte Zone klar verlassen und stünde einer neuen Aufwärtsbewegung nicht mehr im Wege. MACD und RSI hingegen sind aktuell mehr oder weniger neutral einzustufen. Zusammengefasst bleibt es bei der „zunehmend bullischen“ Einschätzung des Monatscharts. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Goldpreis sein aufsteigendes Dreiecks weiterhin respektiert. Dabei wäre ein letztmaliger Rücksetzer bis in den Bereich 1.250 USD – 1.280 USD durchaus möglich. Allerdings muss es dazu gar nicht mehr kommen. In jedem Fall dürften in den kommenden Wochen schwache Goldkurse die letzte Chance für einen guten Einstieg in den Goldmarkt darstellen.

Gold Wochenchart:

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Erstmals seit dem letzten Dezember lässt der Wochenchart mittlerweile das Herz eines Antizyklikers wieder höherschlagen. Denn durch die viermonatige Seitwärtsphase sowie die Korrekturwelle in den letzten sechs Wochen ist der wichtige Stochastik-Oszillator bis in seine überverkaufte Zone zurückgefallen. Damit liegen nun ideale Voraussetzungen für eine nachhaltige und mehrmonatige Aufwärtsbewegung vor.

In Verbindung mit dem aufsteigenden Dreieck scheint es daher nur noch eine Frage der Zeit, bis der Goldpreis seine nächste große Rally startet. Dies dürfte sich natürlich auch sehr positiv auf den gesamte Edelmetallsektor auswirken.

Mit Hilfe der Charttechnik lassen sich dabei bereits jetzt zwei potentielle Kursziele ermitteln. Zum einen dürfte der Ausbruch über die Widerstandszone 1.350 USD – 1.375 USD schnell zu einem Anstieg bis in den Bereich 1.500 – 1.525 USD führen. Hier konnte der Goldpreis in den Jahren 2011 bis 2013 insgesamt dreimal klar nach oben abprallen, bevor es beim vierten Anlauf zum Crash im Frühjahr 2013 kam. Damit ist die ehemalige Unterstützung nun betonharter Widerstand, gleichzeitig aber auch das logische Ziel für die zu erwartende Aufwärtswelle.

Darüber hinaus hat sich auf dem Goldchart in den letzten fünfeinhalb Jahren eine große umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter Formation entwickelt. Diese bullische Formation deutet sogar auf mögliche Goldkurse im Bereich um 1.650 – 1.700 USD hin. Da der Goldmarkt aber schon recht lange an dieser Formation bastelt, sollten wir uns auch darauf einstellen, dass das Erreichen dieses theoretischen Kurszieles wohl einige Zeit benötigen wird.

Bevor wir uns nun aber zu ausführlich mit möglichen Zukunftsszenarien beschäftigen, muss der Goldpreis natürlich erstmal die Widerstandszone 1.350 – 1.375 USD endlich überwinden. Bis es soweit ist, könnten durchaus noch zwei bis drei Monate vergehen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch die Tatsache, dass das untere Bollinger Band (1.288 USD) auf dem Wochenchart kaum noch Platz für die Bären lässt und damit das Abwärtsrisiko extrem überschaubar geworden ist!

Insgesamt bin ich daher schon jetzt bereit, dem Wochenchart das Prädikat „zunehmend bullisch“ zu verleihen. Der nächste Angriff auf die Widerstandszone 1.350 – 1.375 USD müsste eigentlich im Juli starten.

Gold Tageschart:

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Auf dem Tageschart hängt der Goldpreis aktuell an der Verbindungslinie der beiden letzten wichtigen Tiefpunkte (Dezember 2016 = 1.123 USD und Dezember 2017 = 1.236 USD). Gleichzeitig bewegt sich das Kursgeschehen nur knapp unter der psychologischen Marke von 1.300 USD sowie in geringer Entfernung zur leicht steigenden 200-Tagelinie (1.308 USD). Damit wird bereits klar, wie gut sich der Goldpreis trotz der letzten Abwärtswelle und ungeachtet der schwierigen saisonalen Phase halten kann.

Ich deutet diese Kursverhalten als äußerst konstruktiv. Offensichtlich hat der Rutsch unter die Marke von 1.300 USD keine Anschlussverkäufe nach sich gezogen. Vielmehr überwiegt hier antizyklisches Interesse. D.h. das „smart money“ kauft Gold unterhalb von 1.300 USD. Starkes Kaufinteresse innerhalb meiner gutsituierten Leserschaft bestätigt diese Einschätzung.

Das alles passt wunderbar zum aufsteigenden und damit klar bullischen Dreieck, welches wir bereits auf dem Monats- und Wochenchart ausführlich besprochen haben.

Kurzfristig sind nun die 200-Tagelinie (1.308 USD), die 50-Tagelinie (1.322 USD), das obere Bollinger Band auf dem Tageschart (1.325 USD) sowie das bereits genannte untere Bollinger Band auf dem Wochenchart (1.288 USD) für das Kursgeschehen relevant. Für die kommenden Wochen erscheint damit ein letztmaliges und möglicherweise vorerst noch zähes Hin- und Herpendeln zwischen 1.288 und 1.325 USD am wahrscheinlichsten.

Mit dem kürzlich erfolgten Stochastik-Kaufsignal im Rücken könnte es bereits in den nächsten Tagen zum erneuten Angriff auf die 200-Tagelinie (1.308 USD) kommen. Allerdings erwarte ich erst im Juli den Beginn der nächsten Aufwärtswelle. Bis dahin wird sich der Goldmarkt weiterhin alle Mühe geben, um für Verunsicherung zu sorgen.

 

2. Gold/Silber-Ratio

 

Das Gold/Silber-Ratio dürfte Anfang April bei knapp 82,50 Punkten den nächsten großen Wendepunkt gesehen haben. Auf dem Monatschart ist es vor allem das klare Stochastik Verkaufssignal, das mich zu dieser These verleitet. Demnach könnte das Gold/Silber-Ratio in den kommenden sechs bis zehn Monaten problemlos bis auf ca. 67 Punkte zurückfallen, womit für den Silberpreis eine starke Outperformance zu erwarten ist.

Da übergeordnete Trendwende aber oft ein zäher Prozess sind, kann es kurzfristig durchaus noch zu Verunsicherungen und damit auch nochmals zu Ratio-Werten oberhalb von 80 kommen.

Im großen Bild bestätigt mich das Gold/Silber-Ratio aber in meiner antizyklischen Euphorie.

 

3. CoT-Report:

 

Die Terminmarktdaten vom Goldmarkt sind neben der vorläufig noch ungünstigen Saisonalität das einzige Puzzleteil, welches sich noch nicht so ganz in das bullische Setup einfügen will. Mit zuletzt 136.689 leerverkauften Kontrakten ist die kommerzielle Shortposition dafür noch etwas zu hoch. Erst bei einer kumulierten Shortposition unterhalb von 100.000 leerverkauften Kontrakten auf den Goldfuture können wir von einem halbwegs bereinigten Goldterminmarkt ausgehen. Ob die zwischenzeitlich 10 USD tiefer notierenden Kurse schon zu deutlich weiteren Eindeckungen seitens der kommerziellen Händler geführt haben, muss bezweifelt werden.

Am Silberterminmarkt hat sich die vielversprechende Konstellation von Anfang April leider mittlerweile hin zu einer eher neutralen Positionierung verschoben, ohne dass es zu großen Kursanstiegen beim Silber gekommen wäre. Hier hielten die Profis zuletzt 35.297 leerverkauften Kontrakte auf den Silberfuture.

Insgesamt unterstützt der aktuell vorliegende CoT-Report meine sehr optimistische Erwartungshaltung noch nicht hundertprozentig. Vielmehr mahnen die aktuellen Daten dazu, einen möglichen finalen Ausverkauf am Goldmarkt noch nicht vollständig abzuschreiben.

 

4. Sentiment:

 

Die Sentimentdaten für den Edelmetallsektor präsentieren sich aktuell relativ ausgegllichen. Allerdings erscheint mir trotzdem ein hohes Maß an Resignantion unter den Marktteilnehmern vorhanden zu sein. Die zähe Seitwärtsbewegung sowie der Rutsch unter die Marke von 1.300 USD dürften jedenfalls die meisten schwachen Hände aus dem Markt gedrängt zu haben.

Auffällig ist die extrem bärische Erwartungshaltung der Profis, die sich aus der aktuellen Kitco Goldumfrage ergebt. Insgesamt bleibt es beim vorsichtigen Kaufsignal für Gold und Silber.

 

5. Saisonalität:

 

Saisonal betrachtet befindet sich der Goldmarkt in der letzten Phase des typischerweise schwachen Frühjahrs. Auf Grundlage der durchschnittlichen Kursentwicklung der letzten vierzig Jahre startete die Sommerrally meist in den ersten zwei Juliwochen. Die Monate August und September waren in der Vergangenheit dann fast immer von starken Kursanstiegen geprägt.

Insofern bieten aus der saisonalen Perspektive schwache Gold- und Silberkurse in den kommenden Wochen eine ideale Einstiegschance! Irgendwann im Juli sollte die Ausbruchswelle über 1.350 – 1.375 USD also beginnen.

 

6. Gold in in EUR

Rückblick:

Nach einer langen Schwächephase konnte sich der Goldpreis in Euro in den letzten Wochen endlich mit einem klaren Anstieg zurückmelden. Dabei verteuerte sich der Preis für eine Feinunze vom letzten Tiefpunkt Mitte März bei 1.059 EUR auf zuletzt 1.132 EUR um 6,8%.

In den letzten zwei Wochen sind die Kurse wieder leicht zurückgekommen und bieten aktuell im Bereich 1.100 – 1.110 EUR nochmals eine gute Kaufgelegenheit.

Gold in EUR Tageschart:

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Langsam aber sicher sieht der Tageschart für den Goldpreis in Euro immer besser aus! Im Grunde genommen scheint sich hier eine langgezogene Bodenbildung ihrem Ende zu nähern. Mit zuletzt 1.131 EUR schnupperte Euro-Gold jedenfalls erstmalig wieder Höhenluft und konnte vorübergehend auch schon die starke Widerstandszone zwischen 1.100 und 1.120 EUR überwinden.

Da die Stochastik aber heiß gelaufen war, kommt der überschaubare Rücksetzer in den letzten Tagen nicht überraschend. Dennoch kann sich der Goldpreis in Euro hier solide oberhalb seiner 200-Tagelinie (1.090 EUR) sowie oberhalb der jetzt schnell steigenden 50-Tagelinie (1.096 EUR) halten. Die 50-Tagelinie wird auf Sicht der kommenden Wochen sicherlich noch einmal erreicht werden. Allerdings muss dies nicht mehr unterhalb der runden Marke von 1.100 EUR passieren. Vielmehr ist das wahrscheinlichste Szenario jetzt eine Seitwärtsbewegung oberhalb von 1.100 EUR, wobei im Juli dann nochmals die neue Aufwärtstrendlinie getestet werden könnte. Nur im schlechtesten Fall kommt es zu einem Rücksetzer bis an das untere Bollinger Band (1.086 EUR) bzw. an die 200-Tagelinie (1.090 EUR). Allerdings bleibt auch damit das Abwärtsrisiko extrem überschaubar. Man ist daher nun gut beraten, nicht mehr den allerletzten Euro aus dem Markt herauspressen zu wollen. Vielmehr gilt: Wer jetzt immer noch nicht ausreichend in den physischen Edelmetallen investiert ist, sollte nicht mehr warten, sondern zu den aktuellen Kursen unterhalb von 1.110 EUR kaufen!

Technisch betrachtet liegt bei der Stochastik zwar aktuell ein Verkaufssignal vor, aber auch eine Seitwärtsphase kann den Oszillator bis in seine überverkaufte Zone zurückführen.

Insgesamt macht der Tageschart einen guten Eindruck. Ein Ausbruch über 1.120 EUR sollte weitere Kursgewinne bis in den Bereich 1.165 EUR mit sich bringen.

Handelsempfehlung:

Mit dem Nachkauflimit bei 1.085 EUR sind Sie Ende April/Anfang Mai nochmals relativ günstig in den Markt gekommen. Aktuell empfiehlt sich ein Kauflimit von 1.105 bis maximal 1.110 EUR. Sollte der Goldpreis im Juli wie vermutet eine größere Aufwärtswelle beginnen, wird es so schnell keine weitere günstige Einstiegschance mehr geben. Greifen Sie daher jetzt beherzt physisch zu.

 

7. Euro & US-Dollar

 

Der Euro geriet in den letzten zwei Monaten stark unter Druck und fiel von 1,2413 USD bis auf 1,1509 USD deutlich zurück. Zwischenzeitlich hatte sich dabei eine gewisse Panik breitgemacht. Die Gegenreaktion ist bislang überschaubar.

Auf dem logarithmischen Wochenchart wird aber klar, dass der Euro an der breiten und soliden Unterstützungszone um 1,135 bis 1,155 zunächst nach oben abgeprallt ist. Gleichzeitig ist der Stochastik-Oszillator in den bärisch eingebetteten Status transformiert, womit zunächst weiterer Abwärtsdruck zu erwarten ist. Sollte es hier in den nächsten Wochen allerdings zu einem Kaufsignal kommen, hätte der Euro problemlos Platz bis ca. 1,20 bis 1,21 USD. Eine derartige Erholung könnte dem Goldpreis bereits Flügel verleihen.

Interessant ist zudem, dass sich die kommerzielle Shortposition auf den Euro in den letzten Wochen fast halbiert hat! Im langfristigen Kontext halten die Profis zwar immer noch eine relativ hohe Leerverkaufsposition auf die Einheitswährung, kurz- und mittelfristig dürfte der größte Druck aber abgebaut sein.

Auch saisonal macht der Euro ab Juli eine bessere Figur.

 

8. Goldminen GDX

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Die Gold- und Silberminenaktien tendierten in den letzten Wochen seitwärts. Dabei klammert sich der GDX (Market Vektor Goldminers ETF) aktuell um seine 50- Tagelinie (22,42 USD) und macht momentan nicht den Eindruck, also würde es hier nochmals zu deutlich tieferen Kursen kommen. Vor allem die neue Aufwärtstrendlinie sowie das untere Bollinger Band (21,95 USD) sorgen für eine sehr solide Unterstützung im Bereich um 22 USD.

Gleichzeitig wartet im Bereich um 22,75 USD mit der 200-Tagelinie (22,74 USD) sowie der Abwärtstrendlinie ein doppelter Widerstand. Insgesamt läuft der GDX damit weiter in die Spitze seines mehrmonatigen Dreiecks. Dieses müsste in den nächsten vier bis sechs Wochen in die eine oder andere Richtung aufgelöst werden. Blickt man auf die tiefe Stochastik, welche zudem ein Kaufsignal aktiviert hat, stehen die Chancen für einen Ausbruch nach oben derzeit sicherlich besser.

Insgesamt bleiben die Minenaktien vorerst aber noch „neutral“ und können noch nicht ihren Vorläufercharakter ausspielen. Dennoch gilt ab jetzt erhöhte Wachsamkeit, denn die Chancen insbesondere bei den Silberminen sind extrem vielversprechend. Möglicherweise beginnt die erwartete Sommerrally dieses Jahr nicht nach einem panikartigen Ausverkauf, sondern eher geräuschlos aus einem Seitwärtsmarkt heraus...

 

9. Zusammenfassung & Konklusion

 

Auch wenn es auf den ersten Blick noch nicht offensichtlich ist, sieht der Goldpreis mittlerweile doch sehr vielversprechend aus. Wie schon vor zwei Wochen vermutet, könnte das Tief der Korrektur bei 1.282 USD bereits gefunden worden sein. Allerdings bleibt das saisonale Fenster noch bis Ende Juni bzw. Anfang Juli ungünstig. Es lassen sich daher zwei Szenarien ableiten:

1. Der Goldpreis pendelt in den nächsten Wochen um seine 200-Tagelinie (1.308 USD) hin und her. Das würde eine Handelsspanne zwischen 1.290 USD und 1.325 USD erwarten lassen. Die Sommerrally beginnt in diesem Fall eher geräuschlos. Wahrscheinlichkeit 85%

2. Es kommt doch noch zum finalen panikartigen Ausverkauf, wobei maximal 1.250 USD denkbar sind. Dies ist aber nur möglich, wenn der Euro nochmals deutlich auf Tauchstation geht. Wahrscheinlichkeit 15%

In jedem Fall müssen wir uns wohl nur noch wenige Wochen gedulden, bis der Edelmetallsektor endlich die lange angekündigte Sommerrally startet.

Auffällig ist übrigens, dass in den letzten vier Wochen über 30 Tonnen Gold aus dem größten Gold ETF (GLD) abgeflossen sind. Für mich ist das ein eindeutiger Beweis, dass viele Papiergold-Investoren zuletzt aufgegeben haben. Einzig die Terminmarktdaten (CoT-Report) sind noch nicht wirklich ideal, könnten sich aber auch im Zuge einer Seitwärtsphase weiter verbessern.

Im größeren Bild bleibe ich extrem optimistisch und erwarte den Beginn der Ausbruchswelle über die langjährige Widerstandszone 1.350 – 1.375 USD in diesem Sommer. Im Anschluss müsste es zu einer fulminanten Rally bis auf ca. 1.500 USD kommen.

 

10. Lese-Empfehlungen

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© Florian Grummes

Quelle: pro aurum Goldedition vom 05.06.2018
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