Gold: Fulminant, aber deutlicher Rücksetzer rückt näher...

Tags: Florian Grummes Grummes pro aurum Goldedition 25.01.2018 Gold Goldminen GDX Gold in Euro Charts Analyse Sentiment Saisonalität Terminmarkt Gold-Silber-Ratio US-Dollar

von Florian Grummes

Wie im Dezember vermutet, konnte sich der Goldpreis mittlerweile deutlich erholen und das offene Gap bei 1.345 USD schließen. Dass es aber ohne große Umwege direkt bis 1.366 USD weiter nach oben gehen würde, hat mich doch etwas überrascht. Vor allem der schwache Dollar sowie die stark überverkaufte Lage in Verbindung mit erzwungenen Leerverkaufseindeckungen dürften für den fulminanten Kursanstieg in den letzten Wochen verantwortlich gewesen sein.

Persönlich wäre mir ein etwas langsamerer und dafür womöglich nachhaltigerer Anstieg lieber gewesen, aber der Markt macht nun mal was er will.

So präsentiert sich der Goldpreis nun sowohl auf dem Tages- als auch auf dem Wochenchart stark überkauft, während der Terminmarkt schon wieder Verkaufssignale sendet, die Stimmung teilweise euphorisch wird und sich das günstige saisonale Fenster langsam schließt.

Da dem Euro noch ca. ein bis zwei Cent bis zur massiven Widerstandszone um 1,26 - 1,27 USD fehlen und das chinesische Neujahr erst in knapp drei Wochen beginnt, will ich eine Fortsetzung der Rally bis auf 1.400 USD nicht ausschließen. Das Chancen/Risiko-Verhältnis ist auf dem jetzigen Preisniveau aber miserabel und die Gefahr einer Gegenbewegung in Richtung 1.300 USD steigt täglich.

Kommt es zu einem bereinigenden Rücksetzer, müsste sich im Bereich 1,280 - 1.310 USD eine neue Kaufgelegenheit ergeben.

Lesen Sie jetzt die komplette Analyse mit den dazugehörigen Charts von Florian Grummes:

1. Gold in USD


Rückblick:

Wie im Dezember vermutet konnte der Goldpreis aufgrund der stark überverkauften Lage problemlos einen starken Jahresauftakt aufs Parkett legen. Dass es allerdings ausgehend von 1.236 USD direkt und ohne Luft zu holen zum Schließen des offenen Gaps bei 1.345 USD reichen würden, kam etwas überraschend. Obendrein konnte der Goldpreis in den letzten Tagen weiter deutlich zulegen, und erreichte heute mit 1.366 USD den höchsten Stand seit dem 1. August 2016! 

Offensichtlich war die Stimmung und damit die Positionierung der Marktteilnehmer Mitte Dezember noch schlechter bzw. noch bärischer als damals analysiert.


Gold in USD Monatschart:



Auf dem logarithmischen Monatschart wird schnell klar, dass die Korrektur im vierten Quartal 2017 letztlich nur der Rücklauf bzw. Test der ehemaligen sechsjährigen Abwärtstrendlinie gewesen ist. Damit ist der Ausbruch vom Sommer 2017 erfolgreich bestätigt worden. Die scharfe Rally in den letzten Wochen ist daher logisch und konsequent.

Mit Kursen oberhalb von 1.360 USD ist der Goldpreis aktuell aber bereits fast bis an die harte Widerstandszone um 1.370 - 1.380 USD gelaufen. Hier gab es im Juli 2016 kein Durchkommen. Im größeren Bild kann man diese Widerstandszone mit 1.370 - 1.400 USD auch noch etwas breiter definieren. D.h. die Bullen stehen jetzt vor einer Herkulesaufgabe!

Bei den Indikatoren konnte sich das MACD Kaufsignal von Anfang 2016 erneut durchsetzen. Der RSI Indikator hat auch noch viel Platz bis zur überkauften Zone. Die Stochastik hingegen hat ihre überkaufte Zone fast erreicht, bis zu einem Verkaufssignal fehlt hier aber noch einiges.

Letztlich ist der Goldpreis trotz der starken Rally im großen Bild nach wie vor neutral und in einer Seitwärtsbewegung gefangen. Nur ein klarer Ausbruch über 1.400 USD würde ein starkes bullisches Signal liefern, womit dann ein direkter Anstieg bis auf ca. 1.525 USD aktiviert wäre.

In der Summe bleibt der Monatschart also "neutral". Die erwartete Handelspanne auf Sicht der kommenden Monate liegt vermutlich im Bereich 1.300 USD bis 1.380 USD.


Gold in USD Wochenchart:



Mit dem arithmetischen Wochenchart lässt sich die extrem starke Widerstandszone mit 1.360 - 1.370 USD noch genauer definieren. Hier wurde bereits gestern die Verbindungslinie aller Hochs der letzten viereinhalb Jahre erreicht. Von einem eindeutigen Ausbruch kann definitiv noch nicht die Rede sein. Und selbst wenn es kurzfristig dazu kommen sollte, wartet bei 1.388 - 1.393 USD nochmals ein ganz harter Widerstand.

Dennoch kann man die gesamte Bewegung seit Mitte 2013 durchaus als eine Bodenbildungsformation betrachten. Auch eine potentielle Schulter-Kopf-Schulter Formation lässt sich hier konstruieren. Allerdings passt die Entwicklung des Handelsvolumens nicht hundertprozentig zu dieser charttechnischen Formation. Sollte es aber mittelfristig zu einem Ausbruch kommen, ließe sich mit dieser potentielle Schulter-Kopf-Schulter Formation ein Kursziel im Bereich um 1.650 USD ableiten. Der blaue Pfeil soll hier das theoretische Potential aufzeigen, stellt aber keine unmittelbare Prognose dar!

Blickt man nun jedoch auf den in kürzester Zeit bereits stark in die überkaufte Zone vorgedrungenen Stochastik Oszillator, schwinden die Chancen auf einen unmittelbaren Ausbruch dramatisch! Vielmehr sendet die aktuelle Konstellation ein massives Warnsignal, denn der Goldpreis hat auf seinem Wochenchart einen extrem harten Widerstand in einem stark überkauften Zustand erreicht! 

Auch wenn ich Ihnen gerne etwas anderes berichten würde, ist die Wahrscheinlichkeit für einen unmittelbar bevorstehenden Rücksetzer extrem hoch. Auch notiert der Goldpreis bereits außerhalb seines oberen Bollinger Bandes (1.349 USD), wodurch die Luft ebenfalls sehr dünn geworden ist. 

Summa summarum kann der Wochenchart trotz der überkauften Stochastik mit "noch bullisch" bewertet werden. Die Gefahr eines deutlichen Rücksetzers in Richtung der Unterstützungszone 1.294 - 1.310 USD ist aber exorbitant gestiegen.


Gold in USD Tageschart:

Auf dem arithmetischen Tageschart wird die stark überkaufte Lage noch besser sichtbar. Insbesondere der RSI Indikator notiert bereits seit mehreren Wochen mit kurzen Unterbrechungen in der überkauften Zone. Ebenso hat die Stochastik die überkaufte Zone wieder erreicht. Außerdem hat sich der Goldpreis in kürzester Zeit doch recht weit von seinen beiden gleitenden Durchschnitten in Form der 50-Tagelinie (1.292 USD) und der 200-Tagelinie (1.277 USD) entfernt. Alleine mit diesen Fakten sollte klar werden, dass aktuell definitiv keine Einstiegskurse vorliegen. 

Vielmehr dürfte sich der Bullenzug auf den letzten Metern vor der vorläufigen Endstation befinden. Die im Anschluss zu erwartende Gegenbewegung sollte die Goldnotierungen in Richtung 1.300 USD zurückwerfen. Hier könnte sich dann bereits in einigen Wochen wieder eine vielversprechende Kaufchance ergeben.

Insgesamt muss der Tageschart weiterhin "bullisch" eingestuft werden. Noch liegen keine charttechnischen Trendwendesignale vor. Trotz der überkauften Lage könnte es also durchaus noch ein kleines Stück weiter aufwärts gehen. Kurse oberhalb von 1.400 USD halte ich aber für extrem unwahrscheinlich. Vielmehr liegt das optimistischste Szenario basierend auf einer Fibonacci Extension genau bei 1.400 USD. Noch wahrscheinlicher aber ist es, dass die fulminante Aufwärtswelle im Bereich um 1.365 - 1.375 USD ihr Ende findet oder bereits gefunden hat!


2. Gold/Silber-Ratio:



Wer aktuell das Haar in der Suppe sucht, wird beim Gold/Silber-Ratio fündig. Denn hier hinkt der Silberpreis der sehr positiven Entwicklung beim Gold doch recht deutlich hinterher. In einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung im Edelmetallsektor sollte der Silberpreis dem Gold eigentlich vornweg laufen. Davon kann derzeit aber sicherlich nicht die Rede sein. Vielmehr bewegt sich das Ratio weiterhin knapp unter 80 Punkten und damit in der Nähe der Me.

Zwar kann man argumentieren, dass Silber damit deutlich unterbewertet ist und in der Regel erst im weiteren Verlauf einer Hausse wirklich durchstartet, dennoch ist das derzeitige Nachlaufen ein Warnsignal. 

Positive Signale sendet jedoch die Stochastik, welche aktuell ein neues Kaufsignal zugunsten von Silber liefert. Allerdings kann das auch lediglich bedeuten, dass Gold in den kommenden Wochen deutlich stärker als Silber korrigieren wird.


3. CoT-Report:





Nachdem die Daten vom Terminmarkt Mitte Dezember ein vielversprechendes Kaufsignal geliefert hatten, präsentiert sich die Lage mittlerweile wieder deutlich schlechter.

Demnach haben die Profis laut dem aktuell vorliegenden CoT-Report bei einem Goldpreis von 1.338 USD kumuliert bereits 232.507 Goldfuture-Kontrakte leerverkauft. Zwischenzeitlich ist der Goldpreis aber weiter gestiegen, so dass wir von einer noch größeren Shortposition ausgehen müssen.

Damit liefert der Analysebaustein "CoT-Report" bereits wieder ein erstes Verkaufssignal und mahnt zur Vorsicht!


4. Sentiment:





Die Stimmung im Edelmetallsektor ist zunehmend euphorisch. Viele Marktbeobachter gehen aktuell vom großen Ausbruch beim Goldpreis aus...

Der Blick auf die nüchternen Sentimentdaten, macht aber klar, dass die Stimmung insbesondere beim Euro aber auch für die Gold und Silber ETFs bereits viel zu optimistisch ist und sich im Grunde genommen alle relevanten Sentimentdaten immer weiter in die rote Zone verschieben. Hinzu kommen Schlagzeilen aus dem Finanz-Mainstream, die zum Kauf in den steilen Kursanstieg auffordern. 

Wie immer werde ich bei einer derartigen Signallage äußerst vorsichtig und skeptisch. Der richtige Zeitpunkt, um in Gold und Silber zu investieren, liegt immer dann vor, wenn die Assetklasse von den Medien vernachlässigt und tot geschrieben wird. Aktuell scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein. Daher liefert die Sentiment-Analyse ein Verkaufssignal.


5. Saisonalität:



Zum Jahresauftakt hält sich der Goldpreis wunderbar an sein etabliertes saisonales Muster und konnte fulminant ansteigen. Im Durchschnitt der letzten vierzig Jahre folgt nun ab Ende Januar eine mehrwöchige Seitwärtsphase, die ab Ende Februar/Anfang März in eine Korrektur übergeht.

Am 15. Februar beginnen übrigens die chinesischen Neujahresfeierlichkeiten, welche sich bis zum 26. Februar hinziehen werden. In den vergangenen Jahren sorgte die Abwesenheit der chinesischen Goldnachfrage im Februar jedes Mal für deutliche Kursrückgänge am Goldmarkt. So wie es sich aktuell abzeichnet, könnte sich dieses Muster auch in 2018 wiederholen.


6. Gold in EUR

Rückblick:

Auf Eurobasis läuft der Goldpreis seit Ende Juni 2017 primär zwischen 1.080 EUR und 1.110 EUR seitwärts. Gelegentliche Ausbruchsversuche nach oben bzw. unten endeten jedes Mal mit einer Rückkehr in den Seitwärtskanal.

So konnte sich der Euro-Goldpreis auch seit Mitte Dezember ausgehend von 1.052 EUR zuletzt bis auf 1.104 EUR erholen.


Gold in EUR Tageschart:

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Auf dem Tageschart attackiert der Euro-Goldpreis aktuell erneut die Abwärtstrendlinie der letzten sieben Monate im Bereich um 1.100 EUR. Gelingt hier nun der Durchbruch, wäre ein Anstieg bis ca. 1.120 EUR wohl vorprogrammiert. Allerdings müssten die Bullen dazu nicht nur die genannte Seitwärtsbegrenzung bei 1.110 EUR überwinden, sondern auch das obere Bollinger Band (1.105 EUR) zumindest ansatzweise nach oben aufbiegen.

Angesichts der überverkauften Stochastik stehen die Chancen für eine neue Rally jedoch ziemlich gut. Berücksichtigt man allerdings die sehr enge Handelspanne und das müde Kursverhalten der letzten Monate, fällt es momentan schwer, dem Goldpreis in Euro mit sehr viel Kursphantasie zu begegnen.

Entscheidend für die Rückkehr zu alten Höhen bleibt ein Anstieg über 1.120 EUR. Zwar fehlen bis dahin nur noch knapp 20 EUR, da der Goldpreis in USD aber kurz vor einem wichtigen Zwischenhoch stehen dürfte, lassen sich kaum Kurse oberhalb von 1.120 EUR berechnen.

Zusammengefasst bleibt der Tageschart daher "vorsichtig bullisch", ohne dass es allzu großen Anlass zur Euphorie geben würde. Solange sich der Euro-Goldpreis aber oberhalb von 1.080 EUR halten kann, gibt es auch keinen Grund zur Sorge. Dennoch muss erwähnt werden, dass es sich bei dem Kursmuster der letzten Monate durchaus auch um ein absteigendes Dreieck handeln könnte.


Handelsempfehlung:

Physisches Gold ist aktuell eine Halteposition.


7. Euro & US-Dollar

Mittlerweile läuft die Rally des Euros gegen US-Dollar seit über einem Jahr. Ausgehend von 1,0341 USD stieg die Einheitswährung dabei bis auf 1,2537 USD an. Damit sind die obere Begrenzung des Abwärtskanals sowie das 61,8%-Fibonacci Retracement fast erreicht worden. Gleichzeitig meldet die Stochastik auf dem Wochenchart eine massiv überkaufte Lage!

Auffällig bleibt, wie schwer sich die Marktteilnehmer angesichts des desolaten Zustandes der bankrotten Eurozone mit einer Erklärung für die Dollarschwäche bzw. Eurostärke tun. Natürlich hasst "fast" die gesamte Welt Präsident Donald Trump, während die Trump-Administration gleichzeitig alles dafür tut, um den US-Dollar schwach zu reden, um damit die US-Exporte anzukurbeln. Auch die Chinesen und ihr "dringender" Wunsch, die angehäuften US-Staatsanleihen möglichst schnell loszuwerden, werden gerne als Grund für die Dollarschwäche aufgeführt. Ebenso kann man argumentieren, dass Deutschland derzeit ohne echte Regierung "relativ" wenig Schaden anrichten kann. 

Gleichzeitig wird die Dollarschwäche aber vom Mainstream kaum wahrgenommen, während zahlreiche Analysten überall davon schreiben, dass der US-Dollar die untere Trendlinie eines Broadening Tops durchschritten hat und kurz vor dem völlige Zusammenbruch stünde.

In meinen Augen ist der Euro jedoch aktuell extrem überkauft und steht vermutlich kurz vor dem Beginn einer größeren Gegenbewegung. Vor allem die aktuelle Konstellation am Terminmarkt spricht hier Bände. Dort halten die Profis die größte Shortposition auf den Euro seit Aufzeichnung der Daten!



Natürlich bringt ein stärkerer US-Dollar in der aktuellen Situation einen schwächeren Goldpreis mit sich. Insofern hat sich am Währungsmarkt ein für die Edelmetalle sehr ungünstiges Gemisch zusammengebraut.

Es fehlt aber sowohl auf dem Tages- als auch auf dem Wochenchart noch eine klare Indikation dafür, dass der Euro tatsächlich ein wichtiges Hoch gegen den US-Dollar ausgebaut hat. Insofern könnte die Rally beim Euro und Gold möglicherweise noch ein wenig weiter laufen. Die Luft ist jetzt aber extrem dünn geworden.


8. Goldminen GDX



Die Goldminenaktien starteten am 12. Dezember eine scharfe Erholungsbewegung und liefen dem Goldpreis in den letzten sechs Wochen immer ein kleines Stück voraus. So konnte der GDX (Market Vektor Goldminers ETF) von 21,00 USD bis auf 24,84 USD um knapp 18,3% zulegen.

Allerdings wurde das heutige neue Hoch beim Goldpreis (1.366 USD) von den Minenaktien nicht mehr nachvollzogen, zudem kam es bereits im gestrigen Handel zu einem Gap nach oben. Damit ist auch für die Minenaktien die Luft dünn geworden. Bis zur nächsten Widerstandszone um 25,00 - 26,00 USD könnte die Kraft der Bullen aber noch reichen, denn die Stochastik hat erst kürzlich ein neues Kaufsignal geliefert.

Ungünstig präsentiert sich jedoch der RSI Indikator. Dieser läuft bereits seit drei über Wochen immer wieder in die überkaufte Zone, wobei das Momentum zunehmend abgenommen hat, während der GDX selber neue Hochs erklommen hat. Damit liegt zumindest ansatzweise eine negative Divergenz beim Indikator vor.

Darüber hinaus ist der Abstand bis zur 50-Tagelinie (22,82 USD) doch etwas groß geworden, so dass auch bei den Minenaktien eine Gegenbewegung unmittelbar bevorzustehen scheint. In diesem Fall wäre der GDX spätestens im Bereich um 22,80 - 23,00 USD sehr solide durch die 200-Tagelinie (22,77 USD) sowie das untere Bollinger Band (22,83 USD) unterstützt.

In der Summe ist der GDX derzeit mit "abnehmend bullisch" zu bewerten, trotzdem besteht noch eine kleine Chance für einen Anstieg in Richtung 25,50 USD. Nachlaufen darf man dem ETF aktuell aber auf gar keinen Fall. Vielmehr gilt es jetzt Gewinnsicherung und Geduld zu üben.


9. Zusammenfassung & Konklusion

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Wie im Dezember vermutet, konnte sich der Goldpreis mittlerweile deutlich erholen und das offene Gap bei 1.345 USD schließen. Dass es aber ohne große Umwege direkt bis 1.366 USD weiter nach oben gehen würde, hat mich doch etwas überrascht. Vor allem der schwache Dollar sowie die stark überverkaufte Lage in Verbindung mit erzwungenen Leerverkaufseindeckungen dürften für den fulminanten Kursanstieg in den letzten Wochen verantwortlich gewesen sein.

Persönlich wäre mir ein etwas langsamerer und dafür womöglich nachhaltigerer Anstieg lieber gewesen, aber der Markt macht nun mal was er will.

So präsentiert sich der Goldpreis nun sowohl auf dem Tages- als auch auf dem Wochenchart stark überkauft, während der Terminmarkt schon wieder Verkaufssignale sendet, die Stimmung teilweise euphorisch wird und sich das günstige saisonale Fenster langsam schließt. 

Da dem Euro noch ca. ein bis zwei Cent bis zur massiven Widerstandszone um 1,26 - 1,27 USD fehlen und das chinesische Neujahr erst in knapp drei Wochen beginnt, will ich eine Fortsetzung der Rally bis auf 1.400 USD nicht ausschließen. Das Chancen/Risiko-Verhältnis ist auf dem jetzigen Preisniveau aber miserabel und die Gefahr einer Gegenbewegung in Richtung 1.300 USD steigt täglich.

Kommt es zu einem bereinigenden Rücksetzer, müsste sich im Bereich 1,280 - 1.310 USD eine neue Kaufgelegenheit ergeben.

10. Lese-Empfehlungen

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© Florian Grummes

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Quelle: pro aurum Goldedition vom 25.01.2018
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