Hard Asset- Makro- 03/19: Infla XS- Chinas Vorschlag

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von Mag. Christian Vartian

China soll den USA einen bilateralen Vorschlag gemacht haben, DIREKT die bilaterale Handelsbilanz beeinflussend, so viel mehr US-Produkte zu kaufen, dass über eine Periode von 6 Jahren ab sofort, die Handelsbilanz ausgeglichen würde. Das Volumen beträgt etwa 1000 Milliarden USD, das aktuelle Handelsbilanzdefizit etwa 330 Milliarden USD jährlich. Dazu ist festzuhalten, dass China und die USA auf diesem Wege, den China vorschlägt, ihre bilateralen Handelskonflikte beilegen könnten, was für die Weltwirtschaft entscheidende Entlastung bringen könnte.

Es sind nämlich - mit Ausnahme von Speziallieferungen aus kleinen Staaten wie der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, der Industrieikone Liechtenstein.. und, mengenmäßig nicht höher als deren auch Deutsche und Japanische (also ganz wenige Deutsche und Japanische) die Waren aus China und den USA, welche unbedingt gebraucht werden. Insbesondere bei Informationstechnolgie-Fertigprodukten, die weit überwiegend aus sowohl U - wie China Teilen bestehen.

Alle anderen Waren kann man von unterschiedlichen Lieferländern kaufen und schüfen Handelsstreitigkeiten zu diesen nicht das Risiko von Lieferkettenabrissen oder Ausfällen. Mit einer solchen Einigung wäre also der imminent gefährliche Teil der Streitigkeiten mit dem völlig verständlichen Ziel* ausgeglichener Handels- und Leistungsbilanzen weltweit vom Tisch.

*Da Steuern nur im Inland erhoben werden, sind über längere Zeiträume ausgeglichene Leistungsbilanzen eine Voraussetzung, dafür, dass jedes Land eine ausreichende Steuerbasis behält, deshalb ist das wichtig. Eine ausreichende Steuerbasis ist wieder Voraussetzung für menschenwürdige Versorgung der Bevölkerung mit Infrastruktur, Diensten und Solzialleistungen ohne überbordende Staatsverschuldung. 

Wer die Diskussionen um die US-Krankenversicherung oder die Warnungen der Leitung des New Yorker Transitsystems (U-Bahn, S-Bahn usw.) über dessen Zerfall verfolgt hat, weiß, dass der Schädigungsgrad, der den USA durch Wegnahme von Steuerbasis = Inlandsproduktion zugefügt wurde, bereits an der überkritischen Kippe ist.

Ausgeglichene Leistungsbilanzen und damit verfügbare Steuerbasis für jede Region zum Zwecke der täglichen Verwirklichung menschlicher Bedürfnisse und Entfaltungsmöglichkeiten lassen sich nicht nur, aber bei weitem am einfachsten durch hochflexible Auf- und Abwertungen von möglichst vielen, kursmäßg möglichst variablen Währungen erzielen. Handelsbilanz negativ -> abwerten -> Handelsbilanz gleicht sich wieder aus, weil man billiger im Export wird und weniger von den teurer gewordenen Importen kauft.

Währungskursverklebungen oder Währungsstandards oder dergleichen machen sohin ausgeglichene Leistungsbilanzen und in der Folge menschenwürdige Versorgung der Bevölkerung mit Infrastruktur, Diensten und Solzialleistungen überall zar nicht direkt ganz unmöglich, aber extrem kompliziert, da völlig abnormal statt über Abwertungen über Nominallohnsenkungen, Brutaleinsparungen usw. operiert werden muß, nur weil sich Wechselkursverkleber einen Sonderweg einbilden. Jedenfalls ist ein solcher Sonderweg aber nicht ein Recht gegen Dritte, sondern eine eigene Marotte, wenn völkerrechtlich betrachtet.

Auch dies ist keine Ideologie, sondern Realität, überall:

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Sie sehen hier die Aktie von Google vs. die Aktie von Apple. Im Vergleichszeitraum ist der Anstieg desjenigen, der nicht starr auf seinem Regelwerk besteht, sondern offene, variable Plattformen bietet also Google mit voran der offenen, FLEXIBLEN Plattform Android, apks auch ohne Google Play ... 3 Mal so stark gestiegen wie die der starren Ideologie mit "nur ihren Regeln weltweit" Apple und ihrem Eigenhardwaredogna und dem seltsamen Betriebssystem IOS.


Der Handelsstreit bezüglich anderer Waren wäre nicht vom Tisch nur ist dieser nicht gefährlich und er beträfe die Weltwirtschaftsführungsmächte USA und China nicht mehr. Eine gute Nachricht also und eine wichtige.

Eine Randnachricht betraf eine Parlamentsabstimmung im Vereinten Königreich über die Annahme oder Nichtannahme von Plänen zur Gestaltung von Verhältnissen mit der EU nach dem Austritt aus derselben. Im Grunde unwichtig, wichtig ist das internationale Völkerrecht und die Menschenwürde hat an höchster Stelle zu stehen.

Es wurde zwar in Washington wie Peking das Herumgedrohe der Handelskomissarin der EU, Frau Malmström gegen China und die USA vernommen, mit dem Inhalt, dass die EU sich bilaterale Handelssondervereinbarungen zwischen China und den USA nicht gefallen lassen wird, nur zittert niemand vor Schweden, wenn die USA und China und diesfalls gemeinsam auf der anderen Seite ist.

Völker- und menschenrechtlich kann weder Frau Malmström erklären, warum sie nach wie vor völlig unreziproke Zölle gegen US-Produkte aufrecht erhält (jahrelang Zeit gehabt, das zu ändern), noch besteht ein Recht, China und den USA deren Handel vorzuschreiben. Sie und andere sanktionieren weiter den Handel und anderes gegen die Russische Föderation (weil kein EU-Kommissarbeschluß zur REALITÄT besteht, das die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung der Krim Russen sind???). 

Wenn sie jetzt auch China und die USA sanktionieren will, soll sie es tun. Letztlich fällt auch die Handels- und Dienstleistungsfreiheit mit dem Vereinten Königreich in die selbe Kategorie und wichtiger ist der BREXIT nicht. Wenn Frau Malmström neben der Sanktionsfront gegen Russland nun auch Zollfronten gegen das Vereinigte Königreich wegen BREXIT oder gleich auch noch gegen USA und China eröffnen will, dann hat sie halt 4 Fronten.

Das Britische Pfund hat kursmäßig gezeigt, was ökonomische Realität ist nach der Abstimmung diese Woche (EUR GBP)

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Es ist gegen den EUR gestiegen und zwar deutlich. Völlig normal und völlig logisch: Voran die BRD und Frankreich haben einen Leistungsbilanzüberschuß mit dem Vereinten Königreich. Wenn warum auch immer und völlig egal, warum, Zölle zwischen diesen und dem Vereinigten Königreich zur Anwendung kämen, verlieren die mit dem Leistungsbilanzüberschuß und gewinnt der mit dem Leistungsbilanzdefizit und genau das sagt der Kurs.

Menschenwürde ist wie geschrieben, der Kern, auf den es ankommt. Aber das subjektive Empfinden derselben ist nicht überall gleich, daher sind Frankreichs Straßen weiter voll von Gilets Jaunes, die eben offenbar lokale Produkte, Infrastruktur, Dienst- und andere Leistungen reichhaltiger bereitgestellt haben wollen und besser leben und denkt man deren Forderungen weiter, dies wohl nur mit einer Abwertung Frankreichs bewerktstelligt werden könnte, die vieles, vor allem die Leistungsbilanz wieder ins Lot brächte.

Francoise Hardy - Comment te dire adieu

Auslandsreisen wären dann für Fanzosen teurer, Luxusprodukte aus dem Ausland ebenso, aber billig ins Ausland zu reisen und sich importierte 2 Tonnen SUVs leisten zu können, zählt offenbar für viele weniger zum Kern der Verwirklichung der Menschenwürde (es ist auch jeder Renault Twingo mit Heckantrieb und 110 PS spaßiger zu fahren), als zu Hause mit seiner Familie menschenwürdig durch den Monat zu kommen.

Es ist nichts falsch daran, wenn es Menschen so sehen, die einzige Sichtweise ist es dennoch nicht, nur darf das wohl jeder selbst beurteilen.

Gar nicht so Weniges im Hintergrund der Begehren der US-Amerikanischen, der Britischen und der Französischen Bevölkerung ist daher im Grunde untereinander sehr ähnlich und das sind ja auch, wegen Werten, die alten Westalliierten gewesen.

Ich selbst kenne aus eigenem Erleben den wirklich diametral anderen Weg der (relativ) Ultrahartwährung CZK, funktioniert auch dort, braucht aber eine ganz andere Mentalität. Von 18 CZK pro DEM auf 25 CZK pro EUR, das sind umgerechnet 25/1,9558 = 12,78 CZK pro DEM jetzt, sohin eine Aufwertung um 29% gegen die BRD, wenn man noch dazu an Bayern grenzt, das vor Wettbewerbsfähigkeit strotzt, ist schon eine heftige Wahl und daher eben in Tschechien die Auslegung der Menschenwürde so, dass die 2 Tonnen SUVs aus dem Ausland (vorwiegend dem EUR- Land Slowakei), die immer billiger werden für Tschechen, hier eben einen höheren Stellenwert haben als leichter über den Monat zu kommen.

Verhungert ist trotzdem keiner, das muß man den ganz Konservativen fairerweise auch zugestehen, ist aber so spannend wie ein Friedhof.

Die Europäische Gemeinschaft mit ihrem Währungsindex ECU, gefühlt war sie wohl, in der Summe der Empfindungen zur Interpretation des höchsten Gutes Menschenwürde, das Maximum. Aber es gibt sie nicht mehr, stattdessen gibt es Frau Malmström und wenn es blöd kommt, ihre 4 Fronten wegen ihrer "Standards" (über die die Bevölkerung des Planeten aber nie demokratisch abstimmen durfte, für den ganzen Planeten sollen sie aber lt. Frau Malmström gelten. Volvo ist die Tochter eines Chinesischen Autokonzerns, nur zur Erinnerung.

Die Wirtschaftsdaten kamen seitwärts herein in den USA, schwach in der EUR-Zone, wie gehabt. Die Abwürgung der Wirtschaft durch die Deflationierung des Jahres 2018 ist nicht repariert worden. Die Drohung der weiteren Verschärfung der Deflationierung aber außerhalb der EUR-Zone zumindest in den USA und China nun verschwunden.
Wechselkurs daher kein Wunder:


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Wo Deflation droht, da wird abgestimmt, mit den Füßen, man geht weg, EUR mal wieder abgesackt und die Höhe ist nicht so wichtig, die Wucht sagt mehr aus. Ultravereinfacht und musikalisch zu Kapitalflüssen:

Peter Alexander - Titino Tin (Ich bin kein Casanova, Sascha Film Wien, 1959)

Unser Palladium hat wie ewig vorhergesagt nicht nur 1350 USD erreicht, die 1440 USD hat es sich mit fulminantem All-Time High auch gleich angesehen

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unsere noch immer Tech- lastigen Aktien gut unterwegs

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die anderen Aktien auch nicht schlecht.

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Besonders aber das etwas größere Bild im stark von Inlandswirtschaft geprägten, breiten US-Index Russell 2000 steht zur Entscheidung zwischen Wirtschaftsföderern und Wirtschaftsabwürgern (Deflationisten) nun an. Sie sind gefragt, Frau Pelosi, die Straßenbauer warten!

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Unser Gold eingedenk eines solchen Aktienanstieges bei gleichzeitigem Währungseinbruch des Deflationisten-EUR heldenhaft resistent

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Aber natürlich gibt es keine Wunder, gegen den USD steigen bei einen USDX Spike kann es nicht.

Das US-Abgeordnetenhaus gibt ja der Regierung derzeit kein Geld, also ist die Regierung teilweise geschlossen, Präsident Trump freut sich insgeheim wahrscheinlich, dass er im Weißen Haus jetzt leckere Burger kaufen kann statt höchtskomplexer Cuisine seines derzeit unbezahlten Kochs (vielleicht schmecken ihm die Burger besser und er lässt Frau Pelosi deshalb weiter die Regierung nicht mit Geld versorgen aus na(s)chvollziehbaren, kulinarischen Gründen);

und weil er kein Geld hat, streicht er nicht nur CoT Datenveröffentlichungen und anderes Daten-Zahlenmaterial (das ohnehin jahrelang nur dazu benützt wurde, um die Wirtschaft zu bedrohen, weil, wenn es besser wird, Unternehmen investieren, Menschen beschäftigen, dann kommt die Drohung der FED mit dem Rasenmäher QT und Zinserhöhung oder wenn Investoren ein Metall kaufen, dann folgt sofortige Drohung mit dessen Absturz ... - das war ja die Wirkung von Daten seit 2012, Wegfall dieser Perversität: erwünscht), sondern auch der Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses Pelosi ihre Flugwünsche auf Staatskosten, er streicht die Teilnahme der US-Delegation in Davos und vieles mehr und bei der Gelegenheit fällt dem Beobachter auf, dass wenig davon schmerzlich vermisst würde, wenn es weiter so bliebe.

Gefühlt wurde diese Woche aber an Bedrohung eingespart, gut so.

Nach New York kann Frau Pelosi auch mit der Eisenbahn fahren, sich die Infrastruktur anschauen und endlich eine riesengroßes Infrastrukturprogramm auflegen für die USA. (Falls ihr die US- Eisenbahn zu langsam, uralt ... ist: neue bauen!)

Auch bei ihr fällt auf, was die Welt am ärgsten vermisst: Sozialdemokraten Typ Gewerkschafter der 1970-iger. Die würden nicht rumlabern über Organisationskästchen, Regelwerke und anderen aufbauorganisatorischen Nonsens, grün schon gar nicht

Hier Tesla 1 Tag!!!, bitte endlich aus dem NASDAQ werfen!

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und nach Afghanistan fliegen wollen, sondern Bottom Up ablauf- und inhaltsorientiert zu Hause die Bagger bestellen und alles renovieren und ausbauen. Sinnvolle Betätigung links der Mitte gibt es also genug, Frau Pelosi, Bagger rufen! Wie sagte Bruno Kreisky so schön: Besser ein paar Milliarden mehr Schulden, als zehntausend Arbeitslose mehr. Seine Werke beschaffen wir Ihnen gerne auf Englisch, Frau Pelosi. 

Bis Sie es verstehen, grounded Sie Ihr eigener Nichtparlamentbeschluß über die Regierungsfinanzierung so lange, bis Sie den Zustand der Strassen, Brücken und anderer Infrastruktur der USA selbst kennenlernen, per Bus und Bahn oder mit dem eigenen Auto (Achtung auf die Stoßdämpfer), zuletzt rechts der Mitte erschaffen, von Präsident Eisenhower aber das ist schon ein Bißchen alt seither und vielleicht waren ja auch die Straußes und Eisenhowers, gemeinsam mit Kreisky und Benya die wahren Sozialen Demokraten?

Finanzierungsprobleme? Schuldenprobleme? Hatte Ludwig Erhard etwa riesige Devisenüberschüsse, als er das Wirtschaftswunder begann? Nein, er hatte eine vollbankrotte Staatskasse geerbt und hat es trotzdem gemacht, die Überschüsse waren dann die FOLGE seines massiven Wirtschaftswachstums, nicht die VORAUSSETZUNG.

Nun aber rein in den Made in Slovenia constructed by Mercedes (mit Heckmotor und Heckantrieb) for Renault, Faltdach auf, 110 PS an den Begrenzer drehenden Renault Twingo (Europa geht auch hochsinnvoll) und hingedriftet zum Double Whopper Cheese.

Gold
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und Palladium haben nämlich zumal zusammen wieder super funktioniert und da müssen ein paar Burger drinnen sein.

Gold könnte ein Bißchen retracen, die schweizer Richemont (vor allem Uhren) meldet aber, die Deflationsflaute in China ohne Absatzeinbruch überstanden zu haben. Nur eines der bullischen Indizien am mittleren Ende für Gold, den zweitbesten Industrierohstoff nach Palladium.

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