Hard Asset- Makro- 04/18: Defla XL - Der Abfahrtslauf

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von Mag. Christian Vartian

Um den hochdeflatorischen Skiabfahrtslauf, den das System nun verschärft in der abgelaufenen Woche durchmachte, seiner Maske zu berauben, nehmen wir uns zuerst ein repräsentatives Maßstabssample aus 3 Kontinenten:

a) Highest- Quality Industriewährung aus Europa, in den letzten Jahren noch als Großaktienfonds durch die SNB unterlegt und daher noch besser: CHF...

Stark gestiegen gegen den skiabfahrenden EUR.

b) Industrie und Rohstoffwährung aus Nordamerika ohne feministische Ideologie noch machoistisches Gehabe der nördlicheren Nachbarn, der Mexikanische Peso (MXN

Stark gestiegen gegen den skiabfahrenden EUR.

c) Afrikanische Großrohstoffwährung, der Rand (ZAR)

Stark gestiegen gegen den skiabfahrenden EUR.

3 Kontinente, 3 Währungen, dieses Sample sollte ein repräsentiver Maßstab sein.

Der EUR sinkt also heftig, nur man sieht es nicht, wenn man nicht hinsieht.

Laut vorgestriger Aussage von Draghi kauft die EZB mehr Deutsche als andere Staatsanleihen (also über selbst der höchsten Quote) und trotzdem sieht deren Kurs so aus:

wie sähe der aus, wenn sie das nicht kaufte?

Vielleicht so, denn die Treasury 10y wird von der US- Zentralbank nicht neu gekauft.

Aber da gewinnt die EUR- Zone den Abfahrtslauf nach unten noch, die Treasury bringt nämlich 2,7% Rendite, das erhöht den Lufwiderstand beim Sinken.

Bei der Währung gleitet sportlich der USD beim Abfahren aber dem EUR nach unten davon, überholt rasant

und kämpft hart um den 3. Platz hinter den Staatsanleihen und dem Sieger des Abfahrtslaufes, den Wohnimmobilien, bei Vollgas im Wertverlust ist dieses Großasset derzeit nicht zu schlagen:

Ich weiß schon: „Aber doch nicht bei uns, doch nicht hier“...Lehman kam ja auch nie an, oder?. Und es muß ja auch nicht ankommen, wenn es sehr schnell per Geldschleusenöffnung am Wegfahren gehindert würde, noch ginge das, aber: WENN ES ABFÄHRT, KOMMT ES AN, ÜBERALL!)

weit abgeschlagen auf Platz 4 beim heiteren Herunterkrachen sehen wir Gold und den EUR beide bereits für echte Crashfans hier disqualifiziert, aber

doch die Nase Richtung Tal.

Beim zweiten Wettbewerb, dem Bergsteigen gegen echte Maßstäbe herrscht krasser Teilnehmermangel, es steht die stabile Talstation felsenfest und wie der Traum vom stabilen Geld als Anker von allem: Der S&P 500

Er ist der Franken, halt mit Dividende und schenkt diesem nichts beim Bergsteigen, aber gewinnt auch nichts zur Zeit.

Ansonsten ist von den Bekannteren nur der Sieger hier interessant (Wir haben schon auch Mexikanische Aktien, aber das führt hier zu weit), der sogar der Gemse CHF davonklettert - holprig aber, der Swiss Market Index

Wir gratulieren der Weltleitlinie S&P 500 trotzdem herzlich zum weiteren All- Time- High bzw. zum Sieg gegen den EUR diese Woche.

Aber einzig wirklich froh machen Nestlé, ABB und co., die Zahlen lügen nicht.

Zudem hielten diese problemlos noch viel höhere Frankenniveaus jahrelang aus, während die EU- Industrie bereits jetzt knirscht, weil die EZB zu schlecht gewachst hat und dem USD nicht nach unten nachkommt.

Zu den Metallen gibt es damit 2 Möglichkeiten: Entweder die Realität wird erkannt und dazu möchten wir mindestens 1350 CHF pro Feinunze Gold sehen und zwar sehr schnell.

(Wer das nicht verfolgt, hier Stand jetzt)

Gold ist über einer jahrzehntealten Linie in seiner Handelswährung $, am Chart liegt es also nicht, es muß Geld reinfließen und zwar schnell und viel und es muß gegen Franken steigen, damit das echt wird,

oder das wird ein Fall für einen Doppelhedgeknopf aus GC short und USD CHF short.

Die Charts oben zeigen klar, deutlich und unmißverständlich ein Stufe 2 Warnsignal für die Forderungen Anleihen und Wohnimmobilien, die den gesamten Kreditsektor als Geisel haben.

Wenn da Gold nicht wirklich steigt, wann dann bitte? Auf ungewachstem Ski bloß abfahrenden Wohnimmobilien und Anleihen nicht nach unten nachzukommen ist ein Bißchen wenig noch dazu da eben jetzt durch das geniale Wirken der SNB eine liquide Währung mit massiver Aktienunterlegung existiert, denn die SNB weiß schon, was man werthaltig für künstlich geschaffene Franken gratis erwirbt und sie wird reicher, reicher und reicher.

Und wer dem Kanadischen Premier zuhört oder das Tun von US- Parlamentariern beobachtet (Gesetze, die sich diametral widersprechen- wie Steuern senken ohne Komplettaufhebung der Schuldenobegrenze?, beides sind aber gültige Gesetze)

schreit nach dem Spanischkurs um nach Mexiko zu gehen, solange man noch ungehindert hinkommt, denn Trump will ja die US- Amerikaner per Mauer am Auswandern nach Süden hindern (oder war das anders?)

Der traurigen Heiterkeit nun abschwörend, wir stehen vor einem schwarzen Liquiditätsloch, das keiner sieht, obwohl es in allen Charts steht, bloß muß man alle auf einmal betrachten, um es zu sehen. Ohne schnelle Behebung durch wesentliche Zentralbanken: S&P 500 und SMI long mit engem Stopp und ansonsten Hedge as you can.

Wer es angesichts der obigen Beweislage noch immer nicht glaubt, sehe sich die Cryptos an, nicht den Stand, die Korrelation: Jedes Eigenleben der Coins ist verschwunden, typisch für kein Geld, denn:

Beim EINKAUFEN zeigen sich Präferenzen, es treten Relationen der einzelnen Coins zueinander auf, Gegenbewegungen u.a.

Beim VERKAUFEN muß alles raus, was Geld bringt, da gibt es keine Präferenzen, alles ist gleichzeitig rot oder grün

Die Bunds und die 10y- Teasury zeigen übrigens in unterschiedlichen Währungen, für unterschiedliche Länder und bei ganz unterschiedlicher Rendite genau das gleiche Bild: „Weg damit, ich brauch Geld“.

Nur die Cryptos werden drehen auch ohne Zentralbanken,

die Anleihen und die Wohnimmobilien eindeutig nicht.

Z.B. Ethereum in EUR als Crosschart sieht verglichen mit Bunds wie ein Bullenmarkt aus, ohne noch absolut wieder einer zu sein.

Die US- Regierung hat ein sehr vernünftiges und für normale Maßstäbe eher bescheidenes Wachstumsziel von 4%. Das IST- US-BIP kam gerade mit 2,6% deutlich unter dem Konsens von 2,9% herein, die Immobilien schmieren ab, das Wachstum ist auf halbem Sollniveau und die Damen und Herren Zentralbanker sind noch immer nicht an der beschleunigten Druckerpresse, na dann soll derjenige, dessen Staatsanleihen sie gerade versenken, sie eben austauschen! Die SNB zeigt, wie man das richtig macht, die pumpt Geld in die Wirtschaft und das noch als Eigenkapital indem sie Aktien kauft.

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