Hard Asset- Makro- 05/18: Defla XLR - rot racing nachgewachst

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von Mag. Christian Vartian

Der vorletzte HAM hieß „Defla X“, der letzte „Defla XL“ und wer gezweifelt hat, dass unser Liquiditätsvorwarnsystem präzise funktioniert, wird nun eines Besseren belehrt.

Denn die Deflation brach offen durch und zwar rasant, wenn das auch nur einige Tage ab heute länger dauert, dann kann es auch gewaltig werden.

Reservieren wir also „Defla XXL“ für gewaltig und beschreiben wir den Iststand der vorsätzlichen Wirtschaftszerstörung mit „Defla XLR“, „R“ für rasant.

So wie wir der Bestie Deflation rechtzeitig die Maske von Kopf reißen konnten, so reißen wir die Maske von „betrifft nur Finanzmärkte“ nun genau so schonungslos weg:

Sie sehen die Staatsanleihen der BRD im Kurs

Sie sehen den Aktienindex der BRD mit dem besten Wachstum in der EU, die das beste Wachstum der Großregionen angeblich zur Zeit aufweist

Der Aktienindex stellt, ganz nüchtern, den Wert des EIGENKAPITALS der Unternehmen dar;

Die Entwicklung der Staatsanleihenrenditen stellt den wesentlichen Treiber für Kapitalmarktzinsen (langfristige) dar;

Und somit sehen wir also auf klar Deutsch:

- Fallendes Eigenkapital bei konstanter Schuldenhöhe, das erhöht die Verschuldungsquote;

- Die Aussicht, die Schuldenhöhe höher verzinsen zu müssen;

- Somit wesentlich höhere Zinsbelastung pro Eigenkapital und deutlich verminderte   Modernisierungs-, Investitionsfähigkeit.

Börsliche Deflation ist daher ein Anschlag auf die Realwirtschaft, auf Arbeitsplätze und Steuerleistung usw. und damit es dem Staat dann noch schlechter geht, steigen auch die Zinsen, die er ab der nächsten Anleihenemission für Schulden zahlen muß, die ja nichts anderes sind, diese Schulden als Geld für Kranke, Geld für Schulen, Geld für Straßenbau, Geld für Kindergärten...

Es soll hier einfach emotionslos die Maske heruntergerissen werden, bei dem, was da produziert wird.

Nur in den USA gibt es eine Person, die gerne die Wirtschaft steuerlich entlasten will, Arbeitsplätze im Inland schaffen will, übertrieben unausgeglichene Handelsbilanzen ablehnt und die zerfallende Infrastruktur kompletterneuern will und 4% Wachstum, die ist US- Präsident.

DAS ist völlig NORMAL.

Nicht normal ist das, was Sie auf den Charts oben sehen.

Nicht normal ist Konflikte zu schaffen und Streit zu sähen durch zu wenig Wachstum und zu geringe Inflationsziele.

Hier erklärt, warum:

Wenn die Wirtschaft eines Staates mit Aufholbedarf wie China um 4% aufholt pro Jahr und die, gegen die sie aufholt um ohnehin mickrige 4% wirtschaftlich wachsen wollen, dann muß die Chinesische Wirtschaft um 8% wachsen. Wächst sie schwächer, führt das zu einem Verlierer und dann kommen Konflikte.

Zu geringes Wachstum ist daher konfliktschaffend, nichts weiter.

Nicht ausreichend Geldmenge bereitzustellen, um die Kapazitäten, die Kreativität, die Arbeitskraft aller Menschen überall auszulasten ist daher das künstliche Schaffen von Konflikten, klar und deutlich beim Namen genannt.

Das Eintreten für Wachstumsgrenzen ist damit nichts Anderes als das Eintreten für Konflikte.

Und die IG- Metall in der BRD hat damit halb Recht, Recht hat sie dort, wo sie Lohnerhöhungen fordert pro Stunde, Unrecht hat sie dort, wo sie die Arbeitszeit verringern will. 6% Lohnerhöhung auf die IST- Arbeitszeit sind nur dann die Lösung, wenn dieses MEHR durch ein MEHR an Arbeitszeit zu noch viel MEHR Lohn führt. Da müssen 10% mehr in die Lohntüte, mindestens, weil sonst kann sich ein Facharbeiter keinen BMW 7 leisten und das ist nicht richtig.

Palladium beklagte diesen Sonderfaktor übrigens heftig, da sichtbar Einkäufer ausblieben, die normalerweise einkaufen (nicht als Investor, für Industriezwecke), Palladium hat eine Backwardation, die CoT Daten sind für die Wandtapete, je weiter in der Zukunft ein Future umso billiger, klassische Anzeichen für physisches Defizit und wenn da ein Verbraucher (vorläufig) ausfällt, geht der Kurs (vorläufig) herunter.

 

Er macht dabei aber auch gleich ein „V“ in den Chart, was Hedgen fast unmöglich und shorten zum Selbstmord macht, weil da die physische Nachfrage drinnen steht, in dem Chart und einkaufende Großhändler durch sinkende Kurse nicht in Panik geraten wie Trader, sondern in Kauflaune wie Verbraucher.

Womit wir im unteren Mittelfeld des Abfahrtsrennen wären, denn nun wurde von den Zentralbanken an Skiservicefirmen nachgereicht, das rote Racing- Wachs ist eingetroffen, die Bestzeiten fallen, immer schneller, immer tiefer.

Im boomenden Deutschland alles blutrot, egal ob Aktien, Anleihen... Fangen wir beim Metallsieger an:

Silber auf neuem Ski rast Gold davon, das mit falschem Wachs herumklebt, gewinnt bis zur Zwischenzeit an Fahrt und rast am Palladium vorbei als Metallsieger mit der Bestzeit von Minus 5%, das ergibt Rang 1 unter den Metallen, sonst aber nicht mal Blech,

denn die Cryptos sind besser:

Die Leichtigkeit der Konstruktion führt zu überragenden Gleiteigenschaften und der BitCoin schafft die 8000 nach unten mit 250 KmH und gewinnt das Rennen unter den Futures. Dann macht er aber auch ein „V“- ACHTUNG!

Und die LKW- Klasse rast auch mit:

Brennende Fingerschmerzen von 100 Lots short alle paar Sekunden, was mit LKWs alles geht (niedrige Spreads): Portfolioperformance auf rote 0,5% retten!!!

und landet sogar auf den vorderen Plätzen.

Die mündelsicheren, „stabilen“ Anlagen mit Vollgas hinterher ins Tal 3% Rendite für die US- Treasury

wozu dann Immobilien?

Diese als abfahrtsunfähig zu Unrecht verschriene Assetklasse der Dimension eines ganzen Eisenbahnzuges straft ihrer Beschimpfer von wegen „solide“, „sicher“ Lügen und fährt mit voller Wucht den Anleihen davon, und rasiert dabei die Piste gleich mit, „dynamisch“, „sportlich“, „junggeblieben“, die Wahrheit zu Wohnimmobilien

Das ist ein Chart von 1 Tag!

und dieser von einem Monat

Es gibt nur ein Problem: Die Fernsehkamaras im Zielraum können, sobald Immobilien und Anleihen dort ankommen, die Bilder nicht mehr senden, denn der Zielraum wird niedergewalzt.

Aber trotzdem: Gratulation an die „mündelsicheren“ Anleihen und Immobilien, sie kommen sogar den Jugendteams der Cryptos hinterher beim Abfahrtslauf, von wegen Arthrose und solide!

Mit 66 Jahren....da kommt man erst in Schwung, sang mal ein prominenter Kärntner.

Noch ein kurzer Blick zum Rennen der weißhaarigen Pseudo- Jugendlichen mit 30 Botox- Spritzen und 5 Facelifts (alt 1968-iger auf Business) bedienbar mit nur einem gichtfreien Finger und nun neu auch mit Gesten (die 1968- iger werden ja nicht jünger und ein gichtfreier Finger kann zur Mangelware werden) gegen die wirklich jungen:

Alter schützt vor Dynamic nicht, die Jungen haben keine Chance.

17 Jahr...blondes Haar.....verliert nach unten haushoch gegen die aluminium- glasbewehrten mit 66 Jahren...da kommt man erst in Schwungs.

Und die Tragödie: Angeklebt, alleine, hilflos mit schlechtem Ski kommt Gold nicht mal bis zum ersten Tor:

Hilfe naht, der Pistenbully kommt mit Non-Farm Payrolls im Gepäck 195k vs. erwartet 175k also eine Menge PS schieben nach unten das Gold an, es schleift, es kratzt, es geht einen Meter und dann ist der Pistenbully kaputt.

Gold bleibt alleine auf Höhe des ersten Tors stehen und wird zum tragischen Verlierer des Abfahrtslaufes.

Raten Sie mal, warum!

Und noch etwas erklärt diese Woche mit brutaler Klarheit: warum gibt es Finanzinstrumente, die „Future“ heißen? Weil die Klugen noch eine Zukunft wollen.

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© Mag. Christian Vartian

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