Hard Asset- Makro- 08/18: Defla XD - Das Hearing

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von Mag. Christian Vartian

Woran sind wir? Wir sind in einer Deflationssteigerungspause ohne Entspannung und insbesondere ohne erfolgte Korrektur der angerichteten Schäden. Es deflationiert mit Ausnahme der Crypto-Coins (diese aber ohne Crypto-Technologie) derzeit nicht weiter.

Gehen wir das Schadensbild durch:

A) Metalle:

Bei Gold verglichen mit dem EUR tut sich seit August 2017 nichts und seit Oktober 2017 schon gleich gar nichts



Bei Silber verglichen mit dem EUR tut sich seit August 2017 nichts außer ein paar Hüpferchen (Fake-Ausbrüche) und seit Oktober 2017 sind auch die Hüpferchen nicht einmal mehr Fakes.



Bei Palladium verglichen mit dem EUR sehen wir seit August 2017 und auch seit Oktober 2017 ein deutliches Plus



B) Aktien

Beim SPX 500 sehen wir seit Oktober 2017 einen Anstieg um ca. 33 EUR, von ca. 2200 EUR auf ca. 2233 EUR, das sind 1,5%



C) Cryptos


Der noch verbliebene Anstieg des BitCoin gegen den EUR seit Oktober 2017 ist zwar beträchtlich, aber auch massivst von der Spitze dezimiert



aber er gewinnt noch vor Palladium, das aber kein schon brandgefährliches Chart zeigt wie der von der Spitze fast halbierte BitCoin.

D) Immobilien

USA (6 Monate Wohnimmobilien Gross- REIT)



BRD (6 Monate Deutsche Wohnen SE)



entsprechend der unterschiedlichen Zinsniveaus (die EZB ist im Zinszyklus hinter der FED) seit Oktober 2017 desaströser Kursverlauf (USA) bis sehr unhübscher Kursverlauf (BRD), die USA laufen hier zeitlich vor.

E) Anleihen





Hier spielt der Zinsunterschied keine Rolle, hüben wie drüben ein Abfahrtslauf, bei den BRD Bunds kommt erschwerend hinzu, dass dieser während eines QE stattfindet, bei dem lt. EZB sogar noch mehr Deutsche Staatsanleihen von der EZB gekauft werden, als der (höchsten) Quote der BRD entspricht.

So weit zu den Fakten.

Der Zeitraum Ende Oktober 2017 bis heute ist dabei deshalb relevant, weil der USD ab diesem Zeitraum fiel



was allerlei zwar echte, aber nichtssagende Chartrekorde bei verschiedensten Assets hervorrief, die weltweit gesehen in der Intermarktanalyse und daher für Geldflüsse unbedeutend waren und nicht hielten. Ok, außer Palladium, aber das ändert nun nicht das "Inflations"bild auf planetarischem Niveau.

Selbst in den seriösesten und mit Millionen von möglichen Chartauswertungen (bei Bezahlmodus im Terminal) gerüsteten Börsenmedien lesen Sie derzeit nur mehr von der Rückkehr der Inflation. Das Terminal bedient scheinen diese Medien aber nicht zu haben, denn alleine diese Kurzfassung an Fakten hier zeigt DEFLATION! und Nickel und Palladium alleine ändern das nun wirklich nicht.

Nachdem die "Inflationsbedrohung" (nach angeblich jahrelangem Anstreben von Inflation) aufgrund einiger Konsumentenpreisindexveränderungen und Produktionspreisindexveränderungen in den USA erspäht wurde, ohne nachzudenken, ob das bei einem Land mit negativer Handelsbilanz nicht einfache Folge der Abwertung sein kann, müssen wir noch auf die Löhne schauen und diese verraten, da leicht gestiegen, dass es nicht nur die Abwertung war, sondern ein minimaler Rückgang der Ausbeutung der letzten Jahre mit dabei war. Investitionsquote im Keller, wie gehabt.

Aber ja, es ist schon so, dass die Gewinne von Unternehmen mit nicht voll ausgelasteten Kapazitäten ohne wesentliche Investitionen wachsen können wenn man den Druck auf die Arbeitnehmer, nur ja keine Lohnsteigerung zu verlangen, aufrecht erhalten kann. Letzteres entgleitet gerade ein Wenig und schon wird Inflation geschrien, trotz klar deflatorischer Fakten, letztere zugegebenermassen auch auf die anscheinen gerade kollabierende Geldumlaufgeschwindigkeit zurückzuführen, zu der weiter Crack Downs der Volksrepublik China den größten aktuellen Part beisteuern.

Sagt der Vartian das mutterseelenalleine? So vielleicht schon, inhaltlich aber nicht ganz.

Dänemark ist nicht so reich, weil seine Leute dämlich wären, das Gegenteil trifft zu. Und das im Link angesprochene zenztralbankgemachte Rezessionsrisiko ist mehr als real. Und daher war nach dem US-Präsidenten, dem diese Deflation (die er nicht so bezeichnete) sichtbar nicht gefällt, sein Finanzminister Mnuchin diese Woche noch etwas schärfer als sein Chef zu hören, es gefällt ihm sichtbar auch nicht.

Also wird es darauf ankommen, was der neue FED-Chef bei seinem ersten Auftritt in der kommenden Woche von sich gibt, Anlass ist ein Hearing vor dem US-Kongress. Seine gefeuerte Vorgängerin hatte ja bis zuletzt Deflation befeuert.

In der BRD entscheidet ein Mitgliedervotum der SPD am 4. März, ob es zu einer Koalition kommt, welche es der kommissarischen Bundeskanzlerin erlaubte, Bundeskanzlerin zu werden. Die kommissarische Bundeskanzlerin erklärte zuletzt erneut, die dringenden Vorschläge des IWF, die BRD solle die Investitionsquote erhöhen mit "Neuschuldenverweigerung" abzulehnen. Das ist der Stand.

Japan druckt Geld mit Vollgas und der Yen steigt "trotzdem", wir meinen deshalb





weil Solidität eben auch das Erkennen kollabierender Geldumlaufgeschwindigkeit bedeutet und entsprechend Gegenmaßnahmen zu setzen.

So wie wir voraussagten, dass die massiv sinkenden US-Wohnimmobilienbewertungen sich weltweit durchfressen würden, als bei entsprechenden Europäischen Aktien noch nichts zu sehen war, so werden wir auch Recht behalten, dass das Bekämpfen von "Inflation", die es erstens gar nicht gibt, deren Zielhöhe zweitens viel zu niedrig definiert ist (2% Inflation erzielt man nur, indem man auf bis zu 3,5% Überschießen zulässt und dann einregelt) und dies bei frisch abstürzender Geldumlaufgeschwindigkeit in die Rezession führt, mit noch drastischeren Auswirkungen als bisher bei den am meisten betroffenen Assetklasen (siehe oben), aber auch ohne besonderes Schönwetter für die meisten anderen. Voran Palladium, wer kann Nickel, Aktien und Gold erscheinen da vergleichsweise als sichere Häfen.

Herr Powell hat es in der Hand, nicht alleine, aber federführend. Wir sind gespannt. Der, welcher ihn ernannt hat, hat sich ja sehr klar ausgedrückt.

Immobilien, die größten Verlierer bisher, sind eine sympathische Assetklasse und für viele der Hauptteil ihrer Vermögensveranlagung. Auch wenn wir präzise Konzepte haben, wie man diese mit anderen Assets zu einem Gesamtkonzept ergänzt und auch Kurssicherungsaspekte für Immobilien szenariell herstellen und verwalten und

darauf die wenigsten hören,

wünschen wir uns volkswirtschaftlich nicht, dass sie deshalb absaufen, nur befürchten wir dies, wenn die Zentralbanken nicht schnell entschlossen handeln und den Irrweg beenden.

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