Hard Asset- Makro- 09/18: Defla XXL - Abgrund in Sicht, fallen wir?

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von Mag. Christian Vartian

Inflation 25% unter Zielmarke und es fällt schon der Nr. 1 unter den Börsenmedien auf: Bloomberg.com aber, so die Aussage des neuen FED Chefs vor dem US- Kongress, der FED (angeblich) nicht. Zum Teil beißende und absolut ökonomisch korrekte Fragen von Senatoren nach notwendigem Überschießen der Inflation (die bei weitem nicht bei 2% ist) wimmelte Powell mit falkischem Nachhaken ab, wider die Beweislage.

Drastisch ansteigende Realzinsen waren daraus zu schließen und so reagierten die Märkte auf den FED- gewollten Deflationsschock wie sie reagieren sollten: Massiv hinunter:




Hier 2 große Platzhalter, weitere erübrigen sich, denn Deflation ist wie in der Badewanne: Bullisches oben auf der Welle, bärisches im Wellental und die Wellen unbeeinflussend lässt jemand Wasser raus; im Ergebnis sinkt bezogen auf den Rand der Badewanne dann alles, nur nicht gleich stark.

Beachtung verdient, wer da nicht sank:



Silber und Cryptos? Ja Silber und Cryptos. Warum? Weil beide keiner mehr hatte, der in Geldnot geriet. DARAN erkennt man DEFLATION und nicht "Volatilität", "Korrektur" oder anderen Unsinn, der vernebelnd bezogen auf die Badewannenoberkante aber nicht falsch ist, nur nichts aussagt.

"Volatilität" ist dann die von der Badewannenoberkante aus gemessene Höhe bullischer Assets. Bullischer wohlgemerkt, denn bärische würden ja nicht auf einer Welle nach oben schwimmen, während der Wasserstand selbst abnimmt. Sie wären nicht volatil, sondern sauber sinkend, wie Anleihen. Von Immobilien im Falle persistenter Erhöhung von Realzinsen will ich gar nicht reden, das gibt Lehman, so haben sie es damals geschafft und das Rad ist schon erfunden.

Nur glaubt halt niemand wirklich, wenn er nicht muß (verkaufen) dass es bei diesem Verhalten bliebe, was sich bei Europäischen Wohnimmobilien, ultragedopt durch Negativzinsen der EZB aufgrund der Nachlaufeffekte als Trugschluß herausstellt, denn sie sinken noch



haben aber eben auch entsprechend Rückstand



vor den Amerikanischen

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die zumindest diese Woche nicht noch mehr sanken.

Bei hohem Immobilienexposure die Möglichkeiten nicht zu nutzen

bleibt brandgefährlich, aber darum geht hier diesmal nicht, es geht darum, dass bereits massiv vermögenserleichterte US- Immobilieninvestoren Powell die Story nicht abnehmen, Silber auch nicht und ich auch nicht.

Aber sie läuft noch.

Wir vermuten Folgendes:

Wir hatten öffentlich und nachgewiesenerweise all dies vorgewarnt und wer sich uns anschloß, vermied die Verluste, bei Minen wie bei Wohnimmobilien, denn wir können sowas aufhalten, nicht traderisch präzise, sondern durch „Zumachen mit Gegengewicht“ oder Umdosierung.

Wie geht es nun weiter?

Der neue FED Chef sagte wissentlich einen Unsinn, dass die US- Immobilienwirtschaft weiterhin auf dem Weg der Erholung sei. Bei nunmehr 37% Minus an Wert vom Top.

ist das keine „Weiterführung der Preiserholung“

Der Rückgang bei den US- Wohnimmobilien seit dem Peak im November 2017 ist bereits der drittstärkste nach dem Immobiliencrash anlässlich des Lehman Shocks und dem Beginn der Immobilienkrise in 2007

Selbstverständlich ist nicht nur dem ehemaligen US- Finanzminister klar, dass derartig beißende Deflation in die Rezession führt und zwar in eine schwere

sondern, wie erwiesen und öffentlich bekundet auch dem US- Präsidenten und dem US- Finanzminister und wohl auch dem Chef der FED.

Warum nun erklärt letzterer einen Unsinn? Weil er muß!

Die EZB gibt erst jetzt nach und nach dem harten Powell- Statement

Bloomberg.com

wobei die Deutsche Inflation zuletzt wesentlich niedriger als erwartet hereinkam.

Inflation ist ein Nachlaufindikator, jetzt ist sie noch niedriger.

Die USA werden aus politischen Gründen angegriffen (siehe Chinas Aussage, keine US- Treasurys mehr zu kaufen) und die EZB tat seit November nichts dagegen, dass der EUR aus der Range ausbrach und weit über 1,18 zum USD stieg. Das brachte den USD in eine dreifache Gefahr: China, Absacken des USD- Index an die kritische Grenze von 90, zusätzliches riesiges Schuldenemissionsvolumen wegen Steuersenkung und Infrastrukturausgaben auf Neuschuldenbasis)

Bevor also der EUR nicht sinkt, kann die FED nicht mit dem Deflationsschub aufhören, denn täte sie dies, könnte der USD absacken. Folglich wird deflatorisch angeheizt, weil auf diesem Feld die USA zwar leiden, andere aber stärker und mit der Zeit noch stärker (siehe auch der Nachlauf des Kursverlustes Deutscher Immobilien zu US- Immobilien)

Nun stehen am kommenden Wochenende die Wahl in Italien an und die Urabstimmung in der SPD und die USA warten, ob nicht eine daraus ggf. erwachsende POLITKRISE den EUR schwächt, sodass die FED wieder „weich daherreden“ kann, die Märkte steigen lassen kann und dabei der USD- Index, in welchem der EUR ein Gewicht von 57,6% aufweist sogar stiege.

Volkswirtschaftliches Faktum dazu:

Der US- Kongress hat Steuersenkungen auf Kredit beschlossen und zwar höchste Dosen. Diese sind a) eine Pleite bei bestehendem Wachstum oder b) eine erfolgreiche Investition in die Erhöhung der künftigen Steuerbasis (und Wachstum). b) erfordert wesentlich höheres Wachstum und dies wesentlich höhere Inflation. Die US- Zentralbank tut aber so, als ob an der Budgetkonsolidierungspolitik der Regierung Obama festgehalten worden wäre. Nur das ist nicht Gesetzeslage!!! Ein Herunterwürgen der Konjunktur statt Überankurbeln führen die USA damit in die Pleite. Auch die Schulden, die ja die Form von Staatsanleihenemissionen haben, sind nicht managebar, wenn andauernd die Zinsen steigen und die Kurse der Staatsanleihen absaufen, wer soll diese kaufen? Die neuen Schulden sind aber schon GESETZ. Die FED wird einlenken oder die USA ruinieren.

Nur wann?

Am kommenden Sonntag kann auch nichts geschehen, dann wird der Horror verlängert und der Horror ist doppelt, siehe Badewanne: Man muß dann bullische Assets absichern. Die bocken dabei natürlich (weil sie ja nicht sinken wollen) und treiben einen an die Leistungsgrenze mit geringstem Erfolg bei höchstem Aufwand wenn unter diesen Sonderumständen, im Normalfall problemlos, nun ein Horror. Aktien short weil die Wirtschaft stärker wächst sagt in seiner Perversität schon alles.

Bleibt die Frage: Wie lange halten die den Blöff durch.

In der BRD kam noch die Steigerung: Der Chef der Bundesbank hält Deutsche Immobilien für überteuert. Also Deutsche Bankbilanzen für zu sanierungsunbedürftig oder ist dem SOFIN fad, der ESM unterbeschäftigt, die BRD zu wenig mit fälligen Haftungen konfrontiert? Bei unter 2% Inflation?

Sind die Deutschen in den 1970-igern etwa verstorben, da herrschten 9% Inflation und irgendwie boomte es!

Draghi wird aber das Gegenteil tun von Verschärfen, speziell falls Italien wieder in die Hände der Berlusconi Klicke fiele, die zahlt für ihre Multibesitztümer sicher nicht gerne Zinsen. Und Deutsche Immobilienbesitzer werden ihm einen Chianti spendieren, denn sonst…….herrjeh!

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© Mag. Christian Vartian

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