Hard Asset- Makro- 10/18: Defla X - "Käse von gestern"

Tags: Inflation Deflation Immobilien DAX Charts Meinung Analyse Aktien Bitcoin Kryptos Palladium Platin Silber Gold HAM-Report Vartian Hard Asset- Makro- 10/18

von Mag. Christian Vartian

Die Inflation kommt nun doch nicht akut - für uns keine Neuigkeit - die US-Lohnsteigerungen kamen für Februar nämlich niedriger als erwartet herein, recht heftig niedriger übrigens, nämlich um ¼ niedriger mit 0,15 vs. erwartet 0,20. Von der Menge her kamen die Non-Farm-Payrolls viel besser als erwartet mit 287k vs. 195k. erwartet.

Defla X steht hier nicht umsonst, denn wenn sie ein Unternehmen leiten und das der Wert Ihres Eigenkapitals ist (beachten Sie bitte den Februar)



dann werden Sie wohl kaum Löhne erhöhen.

Es gab also DANK DER FED DER AUSSCHEIDENDEN YELLEN und DANK FALKISCHER GERÜCHTEKÜCHE DER BOJ weniger Lohnerhöhungen.

Genau so, wie hier geschrieben, ist es, nur verstehen es die Gewerkschaften nicht, sonst hätten die Zentralbanken nichts zu Lachen. Jugendarbeitslosigkeit, Abkehr der Wähler von etablierten Parteien wie zuletzt in Italien usw. ... dieser Chart zeigt, wer das macht.

Ein Arzt, der einem Patienten mit zu wenig Blutdruck Blutdrucksenker verschreibt und das wiederholt, bekommt Probleme. Zentralbanken dürfen in Permanenz genau dies und machen damit gesunde Wirtschaft und gesunde Märkte kaputt. Sie machen genau so neue Technologien kaputt, hier die Cryptos, hochaufwendige YEN Shorts mit Hebel



und da die BoJ nun ihre Sitzung hatte und von den Gerüchten wieder abließ, mit neuer Hoffnung.

Auch die EZB vermied falkisch, wirtschaftszersetzendes Gerede und so bekam die Deflation eine Pause am Freitag, weil dem Patienten mit niedrigem Blutdruck ausnahmsweise keine Blutdrucksender gespritzt wurden.

Deflation ist ein Alpha-Treiber, hält sich an keinerlei Marken, der alles überlagert, Sie sehen hier sehr schön, wie alles wieder lebt (und alles paralell) wenn die Angst vor der Giftspritze nachlässt. Präferenzen kommen erst später:

Crypto oben,

Hier SPX 500



Hier DAX

Hier Palladium



Hier Gold



Hier Silber



Hier Platin



und am Ort, wo jede Immobilienbewegung herkommt, US-Wohnimmobilien nämlich, hat auch da das Sinken aufgehört



Es erholt sich bloß nicht und nun frißt es sich auch in nichtbörsliche Europäische Märkte durch

Was tut man bei Deflationsschocks:

Möglichkeit A) Zuklappen und Aufklappen von Gegengewichten (ggf. auch Dosierung z.B. 50%) nach Geldstromsignalen (ohne Marken und Stopps), welches unten bei den Ergebnissen NICHT berücksichtigt ist, erwies sich abermals als goldrichtig, streßfrei und effizient, wenn wirklich Vermögensschutz und Vermögensmehrung im Vordergrund steht;

Möglichkeit B) Güterabwegung zwischen Schonung des Trading-Accounts (Ort der Gegengewichte) und Vermögenssicherung, das ist mit Stopps, die bei ChaosVola nie genau funktionieren können und wiederholt werden müssen, damit konnte man den nötigen Versicherungsschutz unter Höchststreß und Zahlung kleiner Versicherungsprämien aber auch gewährleisten, viel viel ineffizienter (das ist in den Ergebnissen berücksichtigt), denn diese Methode dient dem generellen Falle, dem Schutz vor Absinken eines Assets wegen der relativen Präferenz und dies hält sich an eigene Marken. Die Variation des Wasserstandes ist eben etwas Anderes.

Möglichkeit C) Short-Trades entlang von Short-Trade Marken: Deutlich bessere Ergebnisse am Trading-Account (Ort der Gegengewichte), da hier nach Chance-/ Risikoverhältnis vorgegangen wird, meist in sich ein Gewinn, diese Woche kein Hedgestopp falsch gerissen. Nachteil: Breite Marken, Absicherung erfolgt nicht eng.

Wir bieten alle drei permanent für unsere Kunden und diese entscheiden, was sie haben wollen.

Wir sind beim Messen des Blutdruckwechsels führend und sehen das immer rechtzeitig, was nicht bedeutet, dass "Gold bei 1322,8 dreht", sondern das es dreht, wenn die Giftspritze wegbleibt, und wir sehen, WANN. Klappt auch bei Immobilien übrigens, nur gröber.

Die EU-Verdichtung muß lt. Zeitungsmeldungen warten, denn die BRD habe keine Zeit gehabt wegen Regierungsverhandlungen, die Französischen Vorschläge zu studieren.

Eingedenk des oben Bewiesenen macht das ohnehin keinen Unterschied, solange in der EU keine Europäer irgend ein Wort haben, die nicht Harley Davidson Motorräder aus der EU herauswürfen, sondern den tödlichen Amerikanischen Monetarismus (Auswirkungen der geltenden Untheorie siehe oben), aber dazu braucht es Europäer (wie wir) und die dürfen in der EU nicht mitwirken.

Womit wir beim Aufreger wären:

Wir danken dem genialsten Kommentator des derzeitigen ökonomischen Weltgeschehens, dem Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG, Matthias Müller für eine Analyse in einem Satz, die alles trifft: … “Es ist schon problematisch, dass einer plötzlich aufsteht und meint, die ganze Globalisierung ist Käse von gestern ...“ nachdem jahrzehntelang Politik und Regelwerk auf Globalisierung ausgelegt waren.

Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Das bedeutet aber nicht, dass der Käse von gestern deshalb gut sei.

Die Benachteiligung des US-Standortes durch nichtreziproke Zölle meist zu Lasten der USA lässt sich nämlich nachweisen.

Dieser Umstand wird WTO Klagen gegen die USA daher auch erschweren.

In diesem Zusammenhang stellt sich dann die Frage: Gibt es einseitiges Gewohnheitsrecht? Durften massive Nettoexporteure aus dem Umstand, dass vielen Regierungen der USA die Industriebasis der USA jahrzehntelang egal war, darauf klagen, dass die so für sie entstandenen Vorteile zum Gewohnheitsrecht wurden?

Wohl kaum, ungerade ist ungerade, wenn es spät auffällt, bleibt es ungerade. Die Art wie es beendet wird, ist aber an Rüpelhaftigkeit nicht zu überbieten und dabei aber auf unfreundlichmöglichste Art sogar korrekt, denn der US- Präsident schimpft ja auf US-Vorgängerregierungen und nicht auf das profitiert habende Ausland.

Schwierig also, zumal zum Beispiel die Mehrheit der US-Stahlindustrie durch jahrzehntelange Verweigerung der Übernahme (unter Lizenzzahlung) des Österreichischen LED Verfahrens ihren Niedergang fast vorsätzlich selbst herbeiführte.

Der Immobilienunternehmer pokert also und wer zurückschlägt, hilft ihm, denn 4 Mal so hohe Zölle in die Richtung, die der USA schaden, sind bei Autos Realität und keine Fiktion und von Trump stammen diese nicht, die "sind eben so".

Die BRD kann bei unklugem Agieren da zum Hauptgeschädigten werden, wenn sie die Ungeradheiten, meist von anderen EU-Ländern für Deutschland mit, nicht aber auf Deutschlands Wunsch hin verursacht, nicht schnellstens abstellt, denn bei Autos hört sich der Spaß dann auf.

Unbeschadet dessen waren natürlich die Versuche der US-Autoindustrie, ernsthaft hohe Stückzahlen nach Europa zu verkaufen, nie vorhanden, ein paar Corvettes, Ford Mustangs und Cadillacs in den letzten 10 Jahren ausgenommen, die effektive Wirkung der Benachteiligung der USA also kaum messbar. Unklug von der EU war, sie aufrecht zu erhalten, denn auch die erlangten Vorteile sind kaum messbar.

Wie lächerlich sich Brüssel benimmt, sieht man an der Bedrohung von Harley Davidson Motorrädern mit noch weiter erhöhten Zöllen, ein Produkt mit Kultstatus und Modernitätsnachteil, daher nicht preissensibel.

Und wie die nun wohl erhöhte Stahlproduktion in den USA ein Profit werden soll, steht auch in den Sternen, mehr erzeugen geht, das wird aber wohl sogar Subventionen erfordern, es rechnet sich nämlich kaum.

Das erinnert an die Bargeldsituation in Schweden, wo die bargeldlose Gesellschaft nicht ganz ohne Zutun früherer US-Regierungen am weitesten gediehen war und nun die bargeldfeindliche Reichsbank Angst um die alten Leute hat und sich überlegt, die Bargeldannahme wieder verpflichtend zu machen.

Es erinnert auch an die Weltklimaverträge, kein Amerikanisches Baby, bei denen US-Präsident Obama dann aber mitmachte und die USA nun wieder ausscheren, zu ihrem alten Weg zurückkehren.

Stinkwütend und keineswegs entsetzt sind also die anderen, stinkwütend, weil sie sich von den USA in hunderte Wege haben hineintheatern lassen und nun von den USA dafür ernstgemeint geprügelt werden (und sogar wissen, dass das, was Trump nun abschafft, ohnehin nicht bis wenig richtig war, was die Stinkwut nur noch erhöht).

Man erinnert sich an die Aussage des Chinesischen Präsidenten, die Sache mit der Erderwärmung unter menschlicher Verursachung hätten doch US-Institute erfunden und er sei nicht bereit, daraus nun auszusteigen. Man merke, was er nicht sagte. Er sagte nicht, die Sache mache Sinn, aus der Trump dann ausstieg, er sagte nur, sie sei eine US-Idee gewesen.

An Intelligenz mangelt es Trump nicht, denn taktisch provoziert er höchst wirkungsvoll. Weil die USA ausstiegen, ist nun ein Transpazifischer Handelspakt (das Konzept ist eher anti-Chinesisch und ohne China) unter Führungs Japans unterzeichnet worden und eben ohne die USA. Damit bleiben seltsamerweise außerhalb dieses Vertrages außer den Phillipinen, Südkorea und Indonesien nur mehr die USA und China übrig, "ausgeschlossen" von den bösen anderen. Das eröffnet ganz neue taktische Möglichkeiten, denn China und die USA könnten auch einen Scheinstreit abführen und nachher kooperieren, weil China nachgibt, umso eher als die USA die Chinesischen Ersparnisse in der Hand haben.

Trump hat das taktisch sicher einkalkuliert und lässt offen, ob es dazu kommt, denn das entscheidet die EU. Umgelenkter China-Stahl wird bald auf den EU- Markt strömen und die EU ggf. dagegen Sperrzölle einführen müssen usw. Ein Handelskrieg kann auch Gegner haben, die ihn gar nicht anfingen. Der Schlüssel dürfte in Brüssel liegen, auch weil die USA ankündigten, eine finanzielle Rechnung für den NATO-Schutz auszustellen, die bezahlt werden soll. China ist eher der Scheingegner, die EU der echte, wenn und so absurd das klingt, es ist so, die EU nicht zu Altwestlichem Verhalten zurückfindet, das sie selber nie abschaffen wollte. Die Zeitmaschine Trump Richtung 1980 wird es provozieren.

Die vorschröderische "Deutschland AG" wäre Trumps Liebling, der BRD hat sie auch nicht gerade geschadet.

Im Weissen Haus in Washington gibt es ein Vorbild, die BRD alt (West)

Sehr bald werden wir wissen, ob es diese von Kiefersfelden bis Hof und Hamburg auch noch gibt.

Nun noch zu binärer Volkswirtschaft:

Hohe Rohstoffpreise belasten den Produktionspreis billiger Produkte viel stärker als den Produktionspreis teurer Produkte mit hoher intellektueller Wertschöpfung. Trump will Lohnsteigerungen, das macht auch Sinn. Aus dem neuen Megadefizit kommen die USA daher nur mit Inflation heraus, Inflation der Steuerbasis durch Heimholen von Industrie, Inflation des Wachstums, Inflation zur Reduktion der nominellen Schuldenlast, am wichtigsten aber: Inflation der Weltrohstoffpreise zur relativen Verteuerung billiger Produkte.

Genau deshalb war die teure, exzellente Deutschland AG mit ihrer DEM auch immer inflationär, weil Inflation die Preise der minderwertigeren Konkurrenzprodukte verteuerte!

Die BRD hat in den letzten Jahrzehnten ja nur an Umsatz und damit an Zerstörung fremder Industriemenge zugelegt, nicht aber an Vermögen und Wohlstand. Umsatzsteigerung mit Vermögenszuwachs für die Gesamtbevölkerung war vorher. Trump will das zurück, wie kann Deutschland da eigentlich dagegen sein? Schöner wird es nicht, wenn man es nur richtig versteht.

Ein Franz Josef Strauß sitzt im Weissen Haus, Deutschland kann zu sich selbst zurückkehren oder eben nicht, das ist die Situation. Rüpelhafter als Strauß ist Trump dabei auch nicht, geht also.

Daher ist es hier gelungen, genau herauszufiltern, was Trumps Politik ist: Sie ist Anti-Un-Deutsch.

Auch die EU war ja einmal als "Abendländische Schutzmacht vor Globalisierung" propagiert worden, dass sie nun ein Globalisierungstreiber ist, ist eigentlich anti-EU, die Folge mangelnder Zölle auf den Import schwachsinniger US-Wirtschaftstheorie Marke Milton Friedman.

Bemerkenswert sind nun schon einige Jahre alte Ansprachen des Russischen Präsidenten Putin, der sehr detailreich und richtig den USA des Obama öffentlich erklärte, was eigentlich US-Interesse wäre. Trump macht das jetzt einfach, unerwarteterweise.

Draghi hat nun eingelenkt, das falkische Gerede ist weg, Kuroda hat auch eingelenkt. Wenn die USA nun nicht durch die USA geschädigt werden sollen, müsste dann aber Herr Powell nun auch schnell einlenken und seinen Deflationswahn begraben.

Die wichtigste Maßnahme wäre 100.000% Einfuhrzoll auf Bücher mit den Theorien von Milton Friedman, in jede Richtung, dann könnte die Welt aufatmen.

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