Hard Asset- Makro- 15/19: Defla XXL- Daten aus dem nichts und nirgendwo Geld

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von Mag. Christian Vartian

Chinas Handelsbilanzüberschuß für März wurde mit $32,65 Milliarden vs. $7,05 Milliarden Erwartung gemeldet. Wo die enorme Differenz herkommen soll, ist zumindest nirgendwo fundamentiert, es stiegen auch keine Rohstoffpreise, bliebe die theoretische Möglichkeit eines Kollapses der Importe. Dem ist jedenfalls nachzugehen, da letztlich noch unbekannt.

Die US- Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sanken auf 196K vs. 215K Erwartung (niedrigster Wert seit 1969) und nicht wirklich zu den sehr schwachen Daten der letzten Wochen passend.

Komplett vom Mars verglichen mit den Daten der letzten Wochen kam der US Core Producer Price Index (PPI) mit 0,3% vs. 0,2% Erwartung und der Headline PPI mit 0,6% vs. 0,3% Erwartung.

Deflation bewirkt zwar Mangelteuerung, diese ging aber zuletzt zurück, woher nun diese Kostenanstiege kommen sollen, ist nicht nur aufgrund der extrem niedrigen Rohstoffpreise unerklärlich, außer es wäre nur Öl

6 USD Anstieg im März bzw. 10,5% Ölpreisanstieg könnte die Erklärung sein.

Am kurzen Ende ist das aber die Cousine der Mangelteuerung, nämlich nur ein Abziehen von Kaufkraft hin zu Öl und Mangels Geld daher raus aus anderen Stoffen.

Und der Core Consumer Price Index (CPI) kam auch mit 0,1% vs. 0,2% Erwartung heftig und amtlich bestätigt DEFLATORISCH herein.

Bleibt das seltene Phänomen einer Monster-Mangelteuerung, die sich aus 6% Core PPI minus 1% CPI-Inflation ergibt, eine Art DEFLATORISCHE Mangelteuerungsspitze von 5% Punkten, die bezogen auf die Inflation (CPI) 500%! darstellen, die nur sehr selten bzw. vor schwarzen Löchern vorkommt.

Präsident Trump will Zölle auf 11 Mrd. Importe aus der EU einführen, weil diese Airbus subventioniert (was stimmt).

Brexit natürlich nicht erledigt, die schwebende Gefahr vor allem für den Automobilsektor bleibt.

Der S&P 500 3,5% unterm Kurs mit GAP aber auch mit Golden Cross trägt da nicht zur Klarheit bei.

US- Unternehmensquartalszahlen bisher recht gut.

Da die EZB nun wenigstens etwas tut gegen die mitverschuldete Deflation, nämlich ihre komischen aber besser als nichts Refinanzierungsoperationen .....TROs, stieg der EUR lustlos an

und brach dazwischen impulsiv wieder herunter, die perfekt diabolische Mischung für Gold, das so natürlich sinken mußte

Silber unhübsch, aber was soll ein primär monetäres Metall schon machen, wenn wegen Deflation das Kreditgeld steigt und so kam es eben

Palladium robust aber lustlos, weil insb. Autos nicht geklärt

Und Platin mal vorerst ausgetoppt

Cryptos auf Verschnaufpause

S&P 500 konstruktiv aber unentschlossen

DAX auch nicht anders

HFT mäßig lauern wir auf einen SMI short bei 9570, dahin kommt der wohl noch. Gepampert durch CHF Absturz

hält nie sehr lang.

Und wie ist nun die Lage im Gold zu interpretieren?

Gold in CHF sagt: gar nicht und dürfte damit Recht haben.

Der IWF warnt zu Recht vor jedem Millimeter weiterer Deflation, sei es durch Zentralbanken oder Handelsprobleme und hat verdammt recht damit.

Zaubern können auch wir nicht, wo nichts steigt, steigt nichts und unsere kümmerlichen 0,34% Plus im Gesamtportfolio gegen USD reichten für den EUR Anstieg diesmal nicht, womit wir das erste Minus dieses Jahres gegen EUR in einer Woche verzeichnen.

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