Hard Asset- Makro- 18/18: Defla XP - US Arbeitsplätze erfolgreich bekämpft- aber in der BRD gefördert

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von Mag. Christian Vartian

US Non-farm Private Payrolls kamen mit 168K vs. 193K Konsens. US Stundenlöhne stiegen um 0,15% vs. 0,20% Konsens. Bravo FED, der Kampf gegen Arbeitsplätze in den USA zeigt erste heldenhafte Früchte für……ja für wen denn: 

FÜR DIE BRD!

Die Exportüberschüsse der BRD werden weiter explodieren, weil sie noch billiger wird und die US- Arbeitsplätze noch weiter unter Druck bleiben.

Der Handelskrieg der FED gegen die USA geht in die verschärfte Phase. Der DAX steigt in USD zwar nicht, sieht aber immerhin nun hübscher aus.

Gegen Wechselkurseinbrüche dieser Art haben Zölle selbst dann keine Chance, wenn sie kämen.

Die Hall of Fame der Deutschen Über- Über- Exporte, sie ist nach Waigl (industriegenialer EUR- Schachzug) und Schröder (Abwertung im EUR per Lohnverzicht mit Ätsch an die anderen dort) jetzt um Powell (Dollar Hyper mit Staatsanleigenversenkungspotenzial) reicher.

Und der Deutsche Gewerkschaftsbund hat der FED noch immer keinen Kasten Bier als Dankeschön gestiftet, das wird jetzt aber Zeit!

Greifen Sie auch gerne zur Deutschen Luxuslimousine statt zum Japanischen Kleinwagen:

Preislich bald kein Unterschied mehr.

Der Vorsitzende der US- Zentralbank ließ im geschriebenen Statement zur Sitzung des Offenmarktausschusses immerhin verkünden, das „Inflationsziel von 2% sei symmetrisch“, also wenn nun in der Vergangenheit ewig drunter, darf es auch mal drüber sein.

Denn sein Abverkauf von US- Anleihen und Zinserhöhungswahn erhöhen den Wechselkurs im USD zum EUR.

8,25% vom High zum Low bei Kupfer in EUR

9,02% vom High zum Low bei Kupfer in USD

35 EUR vom High zum Low in 4 Monaten bei Gold in EUR

62 USD vom High zum Low in 4 Monaten bei Gold in USD, wer ist denn da stabiler eigentlich:

Der EUR ist stabiler!

Eine ausreichende Geldversorgung für die Wirtschaft macht eine Großwährung ja nicht instabil, wenn ihr die Preise der Güter folgen, was die Preise der Güter zum EUR tun, zum USD fluktuieren sie aber stärker, weil er immer mehr zum Asset wird.

Nur die FED hat es noch nicht begriffen, glaubt sie nämlich mit einer instabilen Währung Inflationsziele treffen zu können, nur wird es eben nicht gelingen, weil für die USA das Spiel schon länger vorbei ist.

Die FED hat eine große Währung unter Kontrolle, die Inflation oder Deflation bewirken kann, so bewirkte sie Inflation im Dezember 2017 und im Januar 2018 und Deflation seither. Nur ihre wirtschaftliche Bedeutung reicht längst nicht mehr, um sich noch dazu als Nettoimporteur (= Preisnehmer) horrenden Ausmaßes einbilden zu können, Inflationsziele feinzusteuern. Das kann nur der, dem die weltweiten Preise am nächsten folgen, diesfalls Mario Draghi.

Der USD ist daher ein ideales Zahlungsmittelasset, um Zahlungsmittelreserven derjenigen zu halten, die ohnehin über hohe Investitionen in Edelmetalle verfügen und das bleibt so, denn er schwankt als Asset gegen Gold und das senkt die Volatilität im Gesamtportfolio. Aber er ist nichts, was man zur Wertsicherung wenn alleine vernünftig halten kann. Derzeit steigt er und steigen gegen alles ist absolut nichts, was man mit dem Wort „stabil“ treffen könnte.

Die USA werden bei diesem Kurs immer mehr importieren und sie werden Deflation importieren (weil alles in USD billiger wird) und die FED wird ihr Ziel nie erreichen, weil die Preise ihr nicht folgen.

Es sei denn, sie täte das, was das einzige ist, was eine sehr große völlig veraltete Kanone kann: Pulver rein und mal hochschießen, Ziel ungefähr 5% Wachstum, denn mehr Präzision hat die rostige Kanone nämlich nicht mehr.

Taktisch ist die Lage auch gut, denn die Mehrheit im EZB Rat haben Staaten, die sehr wenig oder keinen Handelsbilanzüberschuß mit den USA aufweisen oder sogar Defizite und die fürchten sich vor US- Importzöllen so wie die Saudis vor Schneestürmen.

Von Wien kann man ja ohnehin nun mit der Eisenbahn nach Peking fahren also wen kümmern die USA?

Mich, weil sie wirklich gute Sportwagen bauen (die mit einer Batterie zum Starten, nicht die Pleitegeier mit denen zum Fahren) und exzellent kochen, sonst aber auch wenig und ich bin sowieso nicht die Mehrheit.

Wenn die FED begriffe, wie der eigene Muskel wirklich aussieht, würde sie den Goldpreis stark heben, weil Goldbesitzer brauchen dann mehr USD, für die ist Halten von USD nämlich vernünftig, nur für wen noch?

Also Zocken, das ist natürlich bei diesem Carry Trade (Zinsunterschied) dann mit Anleihen schon sexy. Borg Dir EUR für fast null, kauf US- 10- jährige Staatsanleihen und kassiere auf US- Treasuries 3% Zinsen und kassier nochmal bei der Wechsekursdifferenz im Chart oben.

Sexy? Aber wie! Und damit haben Sie den Grund, wen in der US- Finanz hat schon je die US- Realwirtschaft interessiert?

Lustig wird werden, falls und ob die EU- Handelskommissarin Handelsgespräche mit den USA führt, 2 Handys, eines mit der FED verbunden, eines mit dem Weißen Haus und die EU- Handelskommissarin nur mühsam lautes Lachen unterdrückend dazwischen: „Sie wollen mehr exportieren und gleichzeitig starkaufwerten, aber sicher, Psychologe ist bestellt“

Unter Römischer Führung, ob lateinisch bis ins 4. Jahrhundert oder Deutscher Zunge bis ins 19. Jahrhundert ist Europa nicht zu schlagen und Draghi back to his roots daher eine Erlösung (falls es so bleibt)

Immerhin bewirkte Herr Powell was uns interessiert:

1098,77 je Unze

EUR natürlich, keine Angst.

Weil Zuschriften kamen zur Preisabsicherung in USD:

1) Die integriert rechnende Methode (machen wir selber, ist NICHT die unter Hedgeergebnis unten ausgewiesene)

Typisches Beispiel: Gold verliert nach einem Anstieg die Kraft. Wir sehen uns an, wo ungefähr es dann das erste Mal dreht und setzen die Marke zum Aktivieren des Gegengewichtes knapp darunter, hier die 1349.

Wenn es dann darunter fällt, aktiviert sich das Gegengewicht. Das bleibt aktiv, bis wir eine Drehung sehen, die das Tief der darüberliegenden überschreitet. Wenn in letzter Woche wäre das die 1313.

Verlust an Wert an Ihrem physischen Gold durch den Kurs: 1360 – 1307 = 53 $/ Unze

Der Hedge vermeidet davon: 1349-1313 = 36$/ Unze (oder 68% des Rückganges)

Der Ertrag sind daher 36$/ Unze entgangener Verlust. Fällt Gold viel weiter, steigt der Ertrag, die Pufferstrecken gibt es nur ein Mal, daher ist der durch Hedgen vermeidbare %-Satz des physischen Preisverlustes abhängig von der Länge der Fallstrecke im Goldpreis.

Wäre dies kein kleiner Crash, sondern ein großer, würden wir z.B. erst bei 1190 das Gegengewicht entfernen.

Diesfalls: Verlust an Wert an Ihrem physischen Gold durch den Kurs: 1360 – 1180 = 180 $/ Unze

Der Hedge vermeidet davon: 1349-1190= 159$/ Unze (oder 88% des Rückganges)

Ein Vermögensverlust durch Hedgen selbst ist nicht möglich, weil ein elektronischer Gold- Short (der Hedge) sich ja preislich invers zu Ihrem physischen Gold verhalten muß.

 

2) Die versichernde Methode (Standard, ist die unter Hedgeergebnis unten ausgewiesene) mit maximaler Rücksicht auf die Einzelteile

Hier versucht man einen wesentlichen Rückgang zu verhindern und weniger, einen Anstieg zu konservieren wie unter 1). Hier würde z.B. im Beispiel ab 1330$ erst gegen unten verteidigt mit engen De- Hedge Stopps. Diese Methode ist traderisch SCHLECHTER, da der Kurs unten an Supports gerade jetzt stark bockt und zu Fehlauslösungen unter enger Deaktivierung dieser führen kann. Er bockt wenn nach oben aber im Erwartungswert viel weniger stark als bei Ausbrüchen über Widerständen, dafür wenn es ganz blöd kommt, viel öfter.

Der Vorteil dieser Methode liegt also nicht im Ergebnis, sondern in der Minimierung des Geldverlustrisikos auf dem Gegengewichtsort wenn in einem Zuge.

Hier kurz erklärt warum:

Bei der Methode 1) mit Anstiegskonservierung und ganz breiten Stopps (der traderisch optimalen Methode) wird in den meisten Fällen ein wirklich schöner Hedgegewinn herauskommen. Aber es kann an einem Widerstand eben auch sein, dass der Kurs ihn nach kurzem Schwächeanfall überwindet und dann nach Überwinden des Widerstandes beschleunigt nach oben Gas gibt. Das kostet dann IN EINEM ZUG ca. 1-3% am Ort Gegengewichtsaccount, im Vermögen kostet es nichts, das physische Gold ist ja gestiegen, sonst wäre der Hedge ja nicht gesunken. Das Risiko ist also hier kein Vermögensverlust, sonderen das Reparierenmüssen der Relation der Orte untereinander (Lager physisch, Gegengewichtsaccount) wenn es ganz schlimm käme. Das tut es aber fast nie.

Bei der Methode 2) kann der Kurs auch 30 Mal anklopfen und dann doch nicht sinken, und der Gegengewichtsaccount wird mit Verlusten noch stehen. Dafür, und das ist marktphasenabhängig und momentan besonders schlimm, kann ein sich dauernd umdrehender Kurs auch z.B. 20$ sinken, dennoch Verluste am Gegengewichtsaccount verursachen und somit den Gesamtverlust am Vermögen auf z.B. im Beispiel (für 2) von 1330$ weg) insgesamt 1,5% Vermögensrückgang erhöhen. Aber wenn Gold stark gesunken wäre, hätte der Rückgangsschutz funktioniert, das bedeutet die Versicherung gegen unten war immer drinnen.

Logischerweise ist dies bei klaren Rückgängen gefolgt von klaren Anstiegen auch sehr ertragreich, beim Herumkratzen an kritischen Kurswasserfallgrenzen kann es nur versichern, aber keinen Ertrag bringen.

1) bringt den Ertrag, auch jetzt.

 

Wir liefern immer Signale für 1) und 2) und lassen die Kunden auswählen, schließlich können wir nicht entscheiden, ob im Beispiel:

- Worst Case zu 1): Ein Durchbruch über die 1366 mit dann ärger und in einem Zug gefleddertem Gegengewichtsaccount wenn z.B. bis zur 1400 (wo er eh nicht gleich durch geht) im superschlimmsten Fall und ja ohne jeden Vermögensverlust (allerdings legt der in 90% der Fälle auch kräftig zu sollte also deutliche Reserven haben, wenn man nicht das Pech hat, dass einen die 10% zuerst erwischen) schlimmer ist als

- Worst Case zu 2): Ein Vermögensverlust wegen gesunkenen Gold von 1349 auf 1313 plus ein Verlust von vielleicht 0,12% auf dem Gegengewichtsaccount dazu, zusammen 2,7% aber mit einer Mauer, die zuverlässig ein Absaufen unter die 1303 trotzdem verhindert und das kann 30 Mal schief gehen und der Gegengewichtsaccount lebt noch immer.

Das muss jeder für sich selber entscheiden, mehr als beides liefern kann man nicht.

Für ältere Kunden, die schon länger dabei sind, ist das wegen höchster erwirtschafteter Gewinne längst kein Thema mehr, ob 1) oder 2), weil kräftige Wegstrecken über Jahre auftraten und natürlich zurückkehren werden.

Unsere EUR USD Marken waren präzisest, bei der Treiberkenntnis zum Goldpreis im kurzfristigen Impuls sind wir kaum zu schlagen.

Wann bockt eigentlich der Goldpreis von der Häufigkeit her an gefährlichen möglichen Bruchmarken und macht 2) mühsam. Dafür gibt es auch einen Chart:

Der Chart ist Asset gegen Treiber. Er ist eigentlich gar kein Chart, weil der EUR nicht Handelswährung des Goldes ist. Es ist eine Zug- versus Nachlaufgraphik, wenn man es genau nimmt. Und an dieser erkennen wir, dass es mindestens seit 5 Jahren noch nie so gebockt hat wie jetzt, das Gold (hochfrequente Ausschläge mit winziger Wegstrecke) weil von der Präferenz her Gold bullisch ist und der Treiber (EUR) bärisch, was zu Gegenströmen im 20- Minutentakt führt.

Faustregel ist also: Wenn im XAU EUR klare Ausschläge vorliegen, sind die Methode 1) und 2) kaum unterschiedlich im Ergebnis, weil Gold dann wirklich sinkt oder steigt, wenn es gegen EUR sinkt oder steigt und im letzteren Falle die Ausschläge in USD groß sind und sich problemlos nicht nur zum Hedgen dringendst anraten sondern auch zum Traden nutzen lassen.

Philosophisch kann man es auch so ausdrücken: wenn Gold gegen den EUR sowieso nicht fällt, sollte man es sowieso gegen USD nicht hedgen (gem. 2)) sondern Bereitschaft beibehalten und risikolose Trades gegen das eigene Metall zur Geldgewinnung nutzen (und das ist 1) nämlich auch).

Der rote und der grüne Strich da auf dem XAU EUR sind übrigens Spuren unseres Akkumulationstradeportfolios, das wir unter Subportfolio B6) aufgelegt haben und welches hohe Dosen ohne Risiko nach dem Prinzip der Pyramidisierung sucht.

Auch andere Kanditaten haben wir da im Auge

ETH EUR

XAG EUR

Hübscher Boden übrigens.

Selbstverständlich haben wir auch gegen XAU USD usw. nichts, aber zuerst muß der hoffentlich aus Brüssel geschickte Psychologe die Gegner im Handelskrieg FED gegen das Weiße Haus geeignet ruhig gestellt haben, weil vorher gibt es keinen Trend.

Schließlich bin ich nicht so jung, um die 1980-iger nicht erlebt zu haben und das devastierend die US- Wirtschaft ruiniert habende „King Dollar“ Gebrabbel von Volker und Kudlow und der letztere ist ja jetzt wieder da.

Industriegrundstücke in Ostfriesland und Mecklenburg Long, Kudlow wird es zum Gewinn machen.

Also: Bierkisten rüberschicken und endlich den Deutschen Exportüberschuß noch weiter verdoppeln, die Amis wollen es offenbar so.

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