Hard Asset- Makro- 29/14: Jetzt reicht es aber!

Tags: Börse Markt Edelmetalle Gold Vartian HAM

von Mag. Christian Vartian

Im letzten HAM stand exakt beschrieben, was in der Berichtswoche nicht geschehen würde und genau so kam es auch...

 

a) Gold und Silber konnten ihre fundamentalnachrichtengetriebenen Gewinne, welche Gold in die Region von 1340$ gebracht hatten, nicht halten, weil das Nachziehen der wegen der Erwartung einer Importzollsenkung Indiens verschobenen Importe nur einmal geschah. Der Zoll wurde vorläufig nicht aufgehoben, daher unterblieb sprunghaft neue Nachfrage vorerst.

b) Die extreme Short- Positionierung der SWAP- Dealer, in aller Munde bei einschlägigen Medien, sahen wir absolut nicht als abnormal an, weil sie bloß die Sondersituation in Indien abbildete: Die SWAP- Dealer agieren ja beidseitig physisch und am Futuremarkt, mussten in Erwartung entweder der kleineren positiven Liefermengenentwicklung (Nachziehen der wegen der Erwartung einer Importzollsenkung Indiens verschobenen Importe) oder der größeren (Anspringen der Nachfrage wegen Zollsenkung- / Zollwegfall) genügend physisches Material haben und haben dieses auf der Gegenseite abgehedgt, was SWAP- Dealer per Definition ja immer tun. Es ist mir vollständig unklar, warum fast alle außer mir dies angesichts der Indischen Budgetbesprechung am 10.7. sonderbar finden. Es ist für die Sondersituation ganz normal und auf Wochenebene auch preisneutral.

c) Das Ausbleiben von QE Maßnahmen in Europa und das Herunterfahren solcher anderenorts kann nur strategisch zur Verschlechterung am Immobilienmarkt führen, was dem größten Konkurrenten der Immobilien, nämlich dem Gold, nützen muss. Wir haben daher auch jedes Hedgen vermieden, wieder im Gegensatz zu vielen, welche angesichts der von ihnen wegen mangelnder Inzusammenhangbringung falsch verstandenen CoT Daten zu den Swap- Dealern verkauften oder sich absicherten. DAS senkte den Preis, die Hasenfüße waren es, die SWAP Dealer können nichts dafür.

Die U.S. Housing Starts fielen um 9,3% im Juni auf 890.000 Einheiten. Die Chinesen sind längst ein bedeutender Investor im Mittelsegment des US- Häusermarktes und mit dem Geld, das sie dort ausgeben, können sie kein Gold kaufen (und umgekehrt). Der eigene Chinesische Immobilienmarkt zeigt zudem bedenklichen Zustand, die Mehrheit der Städte meldet Preisrückgänge wegen der Geldverknappung der Zentralbank, welche im Spätsommer 2011 begann. Preislich sind US-Immobilien für Chinesen ein Schnäppchen. In Shanghai ist der Quadratmeterpreis doppelt so teuer wie in Los Angeles. 32% des Transaktionsvolumens von Ausländern in den USA geht auf die Chinesen zurück.

„QE“3, welches nie ein QE war, hat massiv einseitig Hypothekarschulden gekauft und damit Immobilienpreise gehoben. Es hat Gold durch massive Stärkung seines Hauptkonkurrenten geschadet (den Rest besorgte Indien mit dem Importzoll, den Auslöser dann Herr Draghi mit der Ankündigung, Europäische Zentralbanken von „Schuldenstaaten“ zum Verkauf unnötiger Goldbestände zwingen zu wollen.

Eine Auswirkung dessen, dass es nach der Assad- Regierung in Damaskus und der Regierung in Teheran nun auch der Regierung in Tel Aviv/ Jerusalem offenbar mit den radikalen Sunniten reicht (Israel, Iran und Syrien mit dem gleichen Feind könnte der Anfang ganz neuer Allianzen werden….) auf die Börsen sahen wir nicht, schrieben dies und es war auch so.

Geostrategisch ist es jedoch langfristig interessant, die Türkei und Israel stritten sofort (nicht wegen des angeblichen Grundes, die von US aufgezwungene Freundschaft bröckelt aus anderen Gründen). Die Araber haben 2 Feinde: Den unverwandten aber gleichreligiösen ehemaligen Besatzer Türkei bzw. dessen Osmanischen Vorläufer und den sprachlich verwandten aber religiös und kulturell ganz anderen neuen, Israel. Zwei gegen einen liegt in der menschlichen Natur (siehe Schulhofraufereien in allen Ländern und Klassen), mal sehen, ob das nicht neue 2 gegen einen werden werden….mit Teherans und Moskaus Wohlwollen oben drauf?.....

Dann flog noch ein Passagierflugzeug über Kriegsluftraum (warum fliegen die da drüber?) und wurde versehentlich abgeschossen, weil jemand es mit einem anderen großen Flugzeugtyp (wohl kommt nur ein Bomber in Frage) verwechselt haben dürfte. Wer hätte Angst vor einem Russischen Bomber? Die Russischen Freiheitskämpfer der Ostukraine? Ist das logisch? Nein!

Nachdem wohl aber ein Vorsatz auszuschließen ist, kein Motiv für eine solche Tat auf beiden Seiten besteht und alle dort nur Waffen Russischer Bauart haben, ist es egal, wer sich geirrt hat, es ist bloß unplausibel, dass es ein Russe war. Unser Beileid gilt den unschuldigen Opfern auch halsbrecherischer Flugroutenpolitik.

Die Minderheit der Hasenfüße wirkte daraufhin unsäglich (wie beim Gold wegen falsch verstandener SWAP- Dealer Daten) dann bei Aktien wegen Ignoranz ziemlich guter Quartalsberichte nur kurz und letztlich unbedeutend. Es besteht auch nun wirklich null sachlicher Zusammenhang zwischen einem Fehlabschuß und Finanzmärkten.

Mindere aber nicht null Bedeutung kommt der Erweiterung der Sanktionen der USA und der EU gegen die Russische Föderation zu. RU Aktien sanken um dann wieder zu rebounden (Danke für den Trade) das Handelsvolumen RU US ist unbedeutendst für beide Volkswirtschaften, Europa MUSS Gas aus Russland kaufen, Russland muss aber keine Deutschen Waren kaufen, bleibt ein leichter Dämpfer für den DAX 30 als einzige reale Wirkung der Aktion. Warum Frau Merkel dabei mitmacht, mögen die CEOs und Betriebsratschefs des DAX diese selbst fragen.

Dabei ist für einen geeichten Altwesteuropäer wie mich Merkels Verhalten noch Gold gegen das Verhalten von Obama. Seinem Parteikollegen John F. Kennedy hat der Poststalinistische Ukrainer Chrustchov fast in den 1960-igern wegen Cuba einen Atomkrieg aufgezwungen und jetzt verteidigt ein US- Präsident mit Händen und Klauen Chrustchovs künstlich erweiterte Ukrainische Grenze? Kennedy würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, welche Logik da jetzt im Weißen Haus sitzt! Es sitzt die UNWESTLICHE Logik im Weißen Haus. Westen ist keine Region, Westen ist ein Werteset und das vertritt nun wer Anderer und dazu gehört die demokratische Selbstbestimmung von Völkern und Regionen. Um das von den Russen mal zu abstrahieren: 1945 hat sich die Ukraine wesentliche Teile Polens, ein Stück Slowakei…einfach einverleibt, die Ukrainer kennen da keine Hemmungen, nicht nur beim Einverleibung Russischen Gebietes, die besetzen unbeschadet der Nation alles, was sie kriegen können. Dann wurde Polen deshalb nach Westen verschoben und ein substanzieller Teil Deutschlands war weg. Damit die Ukraine größer wird. Das soll begründetes Recht sein?

Was hier fehlt, ist eine Konferenz der Opfernationen: Russland, Polen, Slowakei, Deutschland über den Ukrainischen Aggressor um diesem friedlich wieder abzunehmen, was er geklaut hat.

Frau Merkel hatte aber auch überhaupt keine gute Woche, ließ das ABS Programm durch Weidmann wieder abblasen.

Nun dazu: Die von der EZB bereits beschlossene Kreditfazilität zweckgebunden für die Realwirtschaft braucht zwingend ABS, um etwas zu nützen. Hier der Grund:

Buchkredite von Banken an die Realwirtschaft dienen der Kurzfristfinanzierung, z. B. der Produktion von Turbinen. Damit kann man diese aber nicht kaufen. Zum Kaufen muss jemand eine Zweckgesellschaft gründen, diese begibt ABS, baut ein Kraftwerk und kauft dem Turbinenhersteller die Turbinen ab, die er mit der Kreditfazilität erzeugte und bei Verkauf den Kredit zurückzahlt. Der in ABS verbriefte Langfristkredit des Käufers zahlt damit den kurzfristigen Produktionskredit des Erzeugers zurück. So läuft Investitionsgüterwirtschaft in der Realität abseits verdrehter geldquantitativer Wahnvorstellungen bzw. verdrehter Gegnerschaft zu diesen. Es geht um Geldqualität und um Geldbrauchbarkeit nicht ums Volumen.

Nun könnte eine Physikerin dies auch nicht wissen und ihr Assistent, pardon BuBa Chef auch nicht, wir Ökonomen kennen Teilchenphysik schließlich auch nicht- verziehen. Gespenstisch politisch wird es dann, wenn eine langjähriger Volkswirtschaftsprofessor und Paradekeynesianer wie Prof. Ewald Novotny von der OeNB sich dieser Meinung anschließt, denn der weiß, was er da absagt und zudem muss es ihn als Keynesianer schmerzen, es abzusagen.

Und das Opfer?: Natürlich Silber! Silber ist das elektrische Großindustriemetall. Wir haben es noch nicht zurückdosiert, halten dies aber auf der Watchlist, falls wirklich kein Aufkauf von Verbriefungen käme. Silber braucht für 100$ einen Systemabbruch? Mitnichten, geht mit Magnetschwebebahnen auch und die sind viel nützlicher als Systemabbrüche. Nur wo, verdammt, ist Franz Josef Strauß, der hätte das jetzt mal durchgesetzt und fertig! Und warum ist Stoiber nicht Chef der EU?

Kein Cent Geld würde inflationär in Konsumgüter gehen wenn alleine in Deutschland 10 Billionen für den Bau von tausend Km Transrapidstrecken und Mach 3 Überschallpassagierflugzeugen in ABS verpackt würden, in Frankreich die TGV Strecken auf 500 KmH ausgebaut und die Concorde 2 endlich gebaut, mit den Briten…. und das alles bei den Notenbanken deponiert. Aber Silber würde steigen, die Industrie hätte Aufträge zum Bersten, neue Werke entstünden, die Thrombosen der endlosen Transatlantikflüge seit Abschaffung des Fortschritts (Concorde) würden wegfallen und es herrschte Vollbeschäftigung und schnelle Fortbewegung für Jedermann, durch die enorme Zunahme an Umsätzen, Löhnen und den damit verbundenen Steuern auch bald echte Haushaltsüberschüsse. DAS verhindern die Gegner von ABS, damit das einmal klar ausgedrückt wird. Sie verhindern Zukunft, sie verhindern Vollbeschäftigung, sie verhindern soziale Gerechtigkeit, die sich bei massiver Nachfrage nach Arbeitskräften von selbst einstellt, durch die Arbeitgeber nämlich. Der Genosse Prof. Dr. Novotny hätte sein Büro in den letzten 15 Jahren mehrmals unter Wasser gehabt, wenn der Genosse Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky nicht einfach mit Staatsgeld die Donauinsel samt Entlastungsgerinne (ein perfektes Hochwasserschutzsystem in Wien plus Freizeitflächen obendrauf) gebaut hätte, koste es wertloses Papiergeld was es eben koste. Heute ginge das sogar mit ABS also ohne Staatsverschuldung. Es rechnet sich perfekt verglichen mit den Kosten, Wien auszupumpen und das mittlerweile mehrmals. Dies sei nur deshalb erwähnt, damit nicht der falsche Eindruck entsteht, nur Konservative seien auf Richtung Mittelalter und 20 IQ- Abwegen gelandet, die ehemals aufrecht progressiven Betonierersozis können Rückschritt und Mittelalter mittlerweile auch erschreckend gut und warum die Industriearbeitergewerkschaft diese nicht verdrischt, bleibt ein Geheimnis.

Nochmals für Nichtökonomen: Um wie viel erhöhen künstlich geschaffene 10.000 Milliarden EUR, die für Magnetschwebebahnen ausgegeben werden, den Weizenpreis, den Brotpreis und Ihre Heizrechnung…die spürbare Inflation also? Sie liegen richtig: Um null, nämlich gar nicht.

Das Kreditprogramm der EZB wenn ohne ABS ist daher wie ein Automotor mit verstopftem Auspuff, der läuft nicht. Dies zuerst verursacht habend, stehen dann „unsere“ Genies in den Zentralbanken wie die Hasen vor der Schlange vor einer zusammenbrechenden Geldumlaufgeschwindigkeit und rätseln, was dagegen zu tun ist. Nicht Negativzinsen, meine Herren, ABS!

Die Deutsche Kanzlerin ist zwar nicht amtsmüde (warum aber kommt eigentlich das Thema auf), reicht es der Deutschen Industrie bald?

Dabei war die Fußball WM ein Lehrstück: Mit dem Miroslav wird das nichts. Die Deutschen triumphieren als Dichter und Denker, sind das führende Volk der Dichtung, Musik, Philosophie und im Industriedesign und wenn sie die Marios die Tore schießen lassen, egal ob die Gomez, Draghi (wenn dieser ausnahmsweise was Richtiges vorhat) oder Götze heißen, dann gewinnen sie. Ein BMW vom Rekordexporteur schaut ja auch nicht so nordisch aus wie der Saab vom Pleitier.

S&P 500 voran erholte sich der Aktienmarkt schnell, Sieger blieben aber die völlig überteuerten Anleihen, gegen welche Aktien ein Schnäppchen sind. Es bleibt für mich weiter unglaublich, dass:

- Erkenner der begrenzten Zukunft von Forderungen nur Edelmetall kaufen und nicht Edelmetall und Aktien;

- Hasenfüße vor dem Aktienmarkt in Anleihen diversifizieren (für eine Gewinnmitnahme ok, aber doch nicht länger und das auch noch mit Eigenkapital und bei Negativrenditen) statt in Edelmetall;

und somit betrachte ich es als völlig unnatürlich, dass der S&P 500 noch nicht bei 5000 steht und Gold nicht bei 2000, wie es gerechtfertigt wäre.

Insbesondere bleibt aber die Aversion vieler Edelmetallinvestoren gegen Aktien absolut irrational und die Aversion vieler Aktienbugs gegen Edelmetall genauso. Hier Investment, da Geldigkeit, ideale Ergänzung! Und in der Schnittmenge steht: PALLADIUM.

 

Zu den exzellenten Ergebnissen der Citibank gesellten sich gemischte der Bank of America, welche uns aber gut gefallen (schwache Ergebnisse im Kreditgeschäft: das bedeutet: wenig Risiko! Und hervorragendes Vermögensverwaltungsergebnis: Da gibt es kein Risiko) Das Aktienportfolio wurde massiv umgestellt.

Sub Portfolio Precious Metals: Au 36%, Ag 21%, Pd 31%, Pt 12% (unverändert)

Sub Portfolio Stock Market: 20% S&P 500, Rest: AAL, AAPL, ALTR, BTU, C, CCL, CHK, CSCO, DG, EDE, EWG, EWI, EWU, EXPE, FB, HERO, HOS, INFA, JOE, JPM, KMI, KO, MRVL, RFMD, SAN, SCG, SIMG, THC, TMUS, TWTR, WMT, CUBA, AIG, BAC, FCG, FEU, HAL, JOF, MOS, RHT, TBF, WAG; 25% Cash für Zukäufe (massiv verändert)

S&P 500 resistance levels 1950, 1975, 2000, und 2017; support levels 1925, 1900 und 1875.

Sub Portfolio Bonds (w/o leveraged interest trade with scenario hedge): 100% Cash (alles verkauft, Gewinn genommen)

Sub Portfolio opportunity: leer, Kupfer sieht als Masterrohstoff derzeit als Vorläufer für alle Commodities zu gefährlich aus.

Die Edelmetalle entwickelten sich diese Woche entlang ihrer spezifischen Eigenschaften folgendermaßen (Stand – GLOBEX- Schluss):

Gold (Au) sank von EUR 982,96 auf 967,84; minus 1,54%

Platin (Pt) sank von EUR 1107,02 auf 1095,64; minus 1,03%

Palladium (Pd) stieg von EUR 639,40 auf 648,23; plus 1,38%

Silber (Ag) sank von EUR 15,74 auf 15,42; minus 2,03%

Silberzahlungsmittel ist auf dem Zahlungsmittelwert in EUR.

Gold/Oil: 12,74 (VW 13,32) - f. Au

Dow/Gold: 13,05 (VW 12,66) - f. Au

 

Grosses Gefäß (Firmentyp): Unser Musterportfolio:

 

 

Den Autor kann man unter vartian.hardasset@gmail.com erreichen.

Das hier Geschriebene ist keinerlei Veranlagungsempfehlung und es wird jede Haftung für daraus abgeleitete Handlungen des Lesers ausgeschlossen. Es dient der ausschließlichen Information des Lesers.

Mit systemtheoretisch, nachrichtengesteuerten, drehpunkt- und liquiditätsinduziert eingesetzten Futures short (mit 25% Cash-Unterlegung, damit hoher Reserve zusätzlich zur Trade Margin) konnten (nach Abzug der SWAP-Kosten) 0% auf 100% und in Goldwährung erzielt werden. Im physischen Portfolio stieg der Gewinnsockel in der Währung Gold um 0,9041%

 

Darstellung der optional ergänzenden Methodik „Hedgen“ von Aktienindizes also dessen, was wir neben der Haupttätigkeit der physischen Portfolioallokation bei Aktienindizes/ Aktien noch tun:

 

Ganze Aktienindizes oder Aktiensubindizes werden als Aktienstücke (Einzelaktien, die den Index bilden) gekauft. Das kostet Reaktionsgeschwindigkeit, bringt aber die Dividende.

 

Und trotzdem stoppen wir Kursrückgänge sehr schnell, aber nicht durch Verkauf der Aktien, sondern durch Hedgen derselben, mit sell to open des entsprechenden Futures. Bei neutraler oder positiver Kurserwartung wird die Futureposition geschlossen, der Aktienbasket floatet wieder mit dem Markt.

 

*Bei Einzelaktien ist Hedgen nicht wirtschaftlich sinnvoll

 

Darstellung der optional ergänzenden Methodik „Hedgen“ von Edelmetall im großen Gefäß, also dessen, was wir neben der Haupttätigkeit der physischen Portfolioallokation noch tun:

 

1) Die 80% physisches Portfolio, gehalten in Edelmetallbarren Au 12,5 KG, Pt 5 KG, Pd 3 KG, Ag 30 KG liegen im Eigenlager und sind vom Geld (von den 20%) getrennt.

 

Die Portfoliogestaltung und das physische Asset- Management erfolgen durch gezielten Tausch Metall gegen Metall.

 

Ein Swap, welcher ab und zu durchgeführt wird, ist ein Tausch Zug um Zug. Es besteht kein Verweilen in Geld noch Gegenparteirisiko (Metallverlustrisiko). Das kann man auch so machen, dass man einen Zeit-Zielkurs anbietet: Tausche 1 Unze Gold Zug um Zug gegen 40 Unzen Silber in einem Monat. Je nach Erwartung zur Höhe des Kreuzpreises zwischen den Metallen in einem Monat macht der pot. Gegenpart es oder nicht. Aber durchgeführt wird es nur Zug um Zug. Wieder kein Verweilen in Geld noch Gegenparteirisiko (Metallverlustrisiko). Immer nur Zug um Zug, Barren gegen Barren.

 

* der als gemanagte Teil bezeichnete von den 80% sind Gesellschafterdarlehen an das Investitionsgefäß und kein Stammkapital (das sind nur die 20%). Somit hat jeder für seinen Kredit ein Pfandrecht und kann diesen auch innert vereinbarten Fristen fällig stellen und mit seinem Pfand (seinem Metallteil) auch austreten. Er muss nur die lokale Umsatzsteuer bei Entnahme des weißen Metallteiles (Pt, Pd, Ag) zahlen und kann sein Metall abtransportieren.

 

* der als verbunkert bezeichnete Teil ist überhaupt nicht im Investitionsgefäß bzw. dessen Lager, sondern bei den Aktionären, jeder für sich. Er wird „virtuell“ mitbetreut (man muss es nur wissen, dass es sie gibt, man muss sie nicht haben)

 

2) Die 20% Geld für Hedges, gehalten in USD, soferne nicht in der weit mehr als erforderlichen Margen- Hinterlegung von Futures Short gebunden.

 

Da können schwere Verluste eintreten, scheinbar. Real aber nicht, hier erläutert warum:

 

Wären die 20% nicht nur juristisch alleine, sondern auch volkswirtschaftlich, dann wären sie im krassen Risiko. Sie sind aber volkswirtschaftlich nicht alleine, sondern dazu da, bei Liquiditätsrückgang in der freien M1 Edelmetall zu beschützen.

 

Bsp. : Unser Liquiditätsradar zeigt einen Einbruch an. Wir verkaufen den jeweiligen Edelmetallfuture und halten weit mehr als erforderlichen Margen (nämlich ¼ des Underlyingpreises) vor, womit sich die Position mit Hebel 4 gegenläufig zu Metall bewegt. a) Das war richtig: Die Shorts steigen viel stärker, als das Metall sinkt. b) Es war falsch (sehr selten) Die Shorts sinken, aber das Metall ist gestiegen, weil es bei Liquiditätszunahme ja steigt (und es ist 4 Mal so schwer gewichtet!)

 

Einen Verlust aus den 80% und aus den 20% zu erzielen ist nicht möglich. Gewinn in USD macht eine solche Vorgehensweise natürlich auch nicht- bei Liquiditätsrückgang nicht. Wenn alles ruhig läuft (Normalfall Inflation in der freien M1) lässt man nun die 20% in USD und die 80% Metall steigen von selbst und da kommt dann der Gewinn her (gemessen in USD).

 

Bei einem Systemcrash, falls wir diesen nicht sähen (was nicht anzunehmen ist, denn so etwas kommt mit Liquiditätsschock) aber dennoch unterstellt, können die 20% genauso sicher oder verloren sein wie eine Spareinlage bei einer Bank, da sie Cash und „im System sind“. Da aber im Falle eines Systemcrashes die 80% also das physische Metall nach oben explodieren, was Gold & Co. bei Systemende natürlich täten (Vervielfachung) ist auch dies kein Problem. Hätte man falsch gehedgt würde der Short Future bei Metallausbruch ohnehin wertlos sein, daher ist es egal, ob die Gegenpartei (hier die CME) defaultet oder nicht.

 

Man sieht also:

 

* Selbst das Risiko der Poolung in einer Einheit ist keines, denn das Metall ist Gesellschafterdarlehen und kann entnommen werden.

 

* Es gibt keine Risikoverbindung Metall mit Geld.

 

* Selbst das Geld (20%) ist viel sicherer, als es scheint, weil es „gegengewichtig“ eingesetzt wird. Es ist mit dem Metall nicht verbunden, es weiß aber, dass es das Metall gibt. Das ergibt einen Hedge. Der Future selbst hat als Gegenpartei immerhin eine ganze Börse und nicht eine bestimmte Bank oder einen Optionsemittenten.

 

Das hier Geschriebene ist keinerlei Veranlagungsempfehlung und es wird jede Haftung für daraus abgeleitete Handlungen des Lesers ausgeschlossen. Es dient der ausschließlichen Information des Lesers.

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