Hard Asset- Makro- 42/18: Defla XXXL- China auf Finanzkrisenniveau 2008, Harte Landung oder Tiefbohrung?

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von Mag. Christian Vartian

Die (nunmehr weil von eigener deflatorischer Kugel durchbort wohl EHEMALIGEN) Deflationsfetischisten in Peking haben es geschafft: Das offizielle und wohl noch geschönte BIP in China sank auf 6,5% Wachstum und das ist das Depressionsniveau der Finanzkrise 2008 nach Lehman...

Der Shanghai Composite sank erneut um neue 1,5% und dann kam der Untertitel dieses HAM zum Einsatz: Harte Landung: Die Chinesische Zentralbank kaufte direkt in ihre Aktienmärkte hinein und hob diese wieder etwas;

Tiefbohrung: Das Protokoll der Offenmarktsitzung der US-Zentralbank zeigte nach extreme falkischen Handlungen nun verbrannte Erde artige Vorstellungen über massiv restriktive Zinsniveaus, die man anstrebe (wen interessiert die Meinung des US- Präsidenten, es sind ja von niemandem gewählte Beamte)

Wo stehen Weltkonjunktur und freie Weltgeldmenge wirklich?:

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Grob Daumen-Windrichtung hat das schon immer der Silberpreis angezeigt, denn Silber ist nun mal als einziger Stoff der Welt gleich 3-fach und ausnahmslos mit der freien Weltgeldmenge und damit mit der Weltkonjunktur korreliert. (Ansonsten würde es ja nicht gegen Inflation schützen, was es zuverlässig und immer tut - in beide Richtungen) Mehr dazu auf der Edelmetallmesse am 9.11.

DAX in EUR wenigstens konstant, EUR gegen USD gesunken, SPX 500 in EUR Plus 0,40%, auch diese Woche ist nicht wirklich neu: Alles säuft gegen Core A (USA) ab auch Core B (BRD/ EU) und die Restwelt noch viel schlimmer.

DAX 30


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EUR USD

Techniker erkennen einen Retest an der 1,1430 aber sie erkennen nicht, warum da ein Retest notwendig wurde

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SPX 500 in USD

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Aber +0,40% sind in Ordnung, wenn auch sehr bescheiden.

36% Wertzuwachs unseres Gesamtportfolios in 2018 gemessen gegen EUR sind auch in Ordnung, verglichen mit dem Vorjahr aber ebenfalls bescheiden (da stand das zum gleichen Datum grob 2,5 mal höher in der Zuwachsrate- nicht nur wegen der Cryptos)

Geometrien allerorts schlagen den Grauslichkeitsweltrekord, hier am Beispiel des SPX 500, dessen für uns entscheidende Marke aber die 2606 in USD bleibt und wir sind komfortabel drüber:

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Wir haben hier Abwärtsbalken rot eingefärbt und Aufwärtsbalken grün gelassen und Nervosität erkennt man an der Abnahme der Länge derjenigen Strecken, in denen die grüne Farbe nicht durch die rote Farbe unterbrochen wird.

Tipp: Wer sich Zeitperioden nach der Möglichkeit hohe Tradingerträge zu erzielen, ansehen will, sieht es ebenfalls so am besten, denn ein Trade ist eine UNUNTERBROCHENE STRECKE. Je länger diese ist, um so höher kann man in diese hineinpyramidisieren, was den Ertrag potenziert.

Dies ist auch ein Grob Daumen-Windrichtung Indikator für die Fähigkeit, großer Investmentbanken, zusätzliche Milliardengewinne zu erzielen und er zeigt uns: 2009 und 2010 bis großteils 2012 und 2013 waren perfekt, 2016 und 2017 waren perfekt, 2018 ist grauenhaft wie 2014/2015.

Das gleiche beim Gold nachgesehen

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2010 und 2011 perfekt in beide Richtungen, 2013 perfekt abwärts, 2016 gut, 2017 und 2018 grauenhaft.

Macht man sich nun den Spaß, diese Jahreszahlen übereinanderzulegen, dann waren: 2013, 2016 und 2017 perfekt und daher sind die US-Investmentbanken sehr gut kapitalisiert. 2010 und 2011 waren perfekt für Rohstoffe.

Und nun die These:

Nach 2 perfekten TRADEBAREN Börsenjahren 2010 und 2011 und den damit gefüllten Tradekassen der Investmentbanken wagten die Chinesische Führung und die FED die Wende in Richtung Deflation in 2012, nach der niemandem mitgeteilten, aber offenbar bestimmenden Logik:

“Nach 2 Absahnjahren 2010 und 2011 fallen uns die Banken bei dem (deflatorischen) Experiment nicht gleich um”

Und siehe da, durch unsere Analyse hier oben kommen wir ja auf 2016 und 2017 als perfekte Tradingjahre und 2018 gerät die FED in den vom US- Präsidenten richtig beschriebenen Zustand, weil “Nach 2 Absahnjahren 2016 und 2017 fallen uns die Banken bei dem (superdeflatorischen) Experiment nicht gleich um”

Inflation oder Deflation, Kaufkraft der Bürger, echte Vollbeschäftigung, Weltentwicklung, Wirtschaftswachstum ... alles völlig egal, es scheinen Deflationsschocks gesetzt zu werden nach dem Kriterium: Der Patient soll verwundet werden, aber nicht sterben, daher abhängig von seinen Kraftreserven, welche er in den beiden Vorjahren bilden konnte.

Und dann hätten wir ja die gute Nachricht für alle Nichtdestruktivisten: China ware diese Woche dann unten angekommen, wo es ja (siehe seine Geldmengenreduktions- Aktionen von 2012) hinzukommen offenen Auges riskierte.

Und damit wäre die FED alleine, noch dazu gegen den US-Präsidenten.

Ansonsten ganz nette Gewinne in EUR bei Gold und Palladium, auch wenn Preise von unter 1400 EUR/ Unze beim Gold jeden aktiven Verkauf genau so weiter verbieten wie dies Preise von unter 1000 EUR/ Unze Palladium tun.

Die andauernde Optimierung des Portfolios dient also in diesen Preisregionen der Allokationskontrolle, dem Vermögenszuwachs von bisher 36% in EUR in 2018 aber nicht etwa dem Verkauf einer Goldunze für den diese Woche gestiegenen, aber inakzeptabel niedrigen Preis von 1065 EUR.

Hier ein CFD Chart, wie immer nur in etwa richtig bei Crossrates, aber diese Woche gut im Plus

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Weil Gold jetzt steigt, ist es wichtig geblieben. Es wird daher bei uns derzeit bei 15% physischem Gold vom Gesamtportfolio bleiben. Und das ist 5 Mal so viel wie die Durchschnittsbeimischung beim Vermögensverwalterdurchschnitt und es ist bis zu 70% weniger als bei eingefleischten Goldbugs und es bleibt - Stand heute - trotzdem richtig, so wie die Summe userer 4 physischen Metalle Gold, Palladium, Silber und Platin mit zusammen 36% vom Gesamtportfolio richtig gewichtet ist.

Die Preisreaktion beim Gold auf die Ereignisse der letzten Wochen hat gezeigt, dass es viel zu wichtig ist, um nur Beimischung in einem Vermögen zu sein und zu wenig Dividende und Neuerungspotenzial bietet, um 70% eines GoldBugPortfolios zu sein. Es ist eine vollprofessionelle Assetklasse wie andere auch und auch so ernsthaft zu gewichten.

In diesem Sinne: Gold und Google, Apple und Palladium, Silber und AMD.

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© Mag. Christian Vartian

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