Hard Asset- Makro- 43/17: Defla X- Die Krisenverhinderer als Krisenerzeuger

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von Mag. Christian Vartian

Langsam merke ich mir nicht mehr die Nummerierung der HAMs, welche über absichtlich gemachte Deflation und deren Folgen berichten, dieser ist wieder einer. Als neuen Arbeitstitel nenne ich diese nun Defla X, damit die Zählung einfacher wird...

Die Europäische Zentralbank hat also beschlossen, ihr Anleihenaufkaufprogramm zu drosseln, aber weniger stark, als erwartet.

Klingt gut, wird aber die Bürgen zum ESM nicht freuen, weil das wird nämlich schiefgehen* und dann zahlt es eben der Steuerzahler der reicheren EUR-Länder und zwar für alles.

Das absurd niedrige Renditeniveau der EUR-Staatsanleihen war schon vorher kaum haltbar, nun wird es sich erhöhen (die Kurse werden sinken), bloß genau zum falschen Zeitpunkt, denn der Abverkauf von im Schnitt besseren Staatsanleihen, denen der USA nämlich hat begonnen und der USD steigt.

Eine Forderung, die nichts bringt, von der zuständigen Zentralbank EZB nun vermindert gekauft wird (Kurssenkungsgarantie) und dazu in einer Währung gekoppelt (was Anleihen ja als Forderungen sind, Aktien dagegen nicht), die sinkt (EUR gegen den USD) soll also wer kaufen?

Und das bei einem Umfeld, wo in der stärkeren Währung, die steigt (USD) höhere rentierende Anleihen bereits deutlich im Kurs sinken





weil die US-Zentralbank auch den eigenen Staat versenken will*, immerhin aber weniger und nur den eigenen Staat. Bei der EZB versenkt man damit via ESM Nettozahler für fremde Staaten.

Angesichts derartiger Ereignisse verwundert nicht, dass Aktienindizes zwar an technischen Hochrechnungsmarken Reaktionen (minimale Korrekturen) zeigen, aber danach gleich wieder zum Steigen verdammt sein MÜSSEN.





Beachten Sie bitte, dass Aktien keine Forderungen sind, sondern Assets und daher keine Währung kennen. Fällt nun die Währung, die zufällig die eine Achse auf einem Chart darstellt, wie der EUR, dann steigt eben der DAX 30 in EUR mehr als der SPX500 in USD, aber das sagt überhaupt nichts aus, denn in EUR stieg der SPX500 auch nicht anders als der DAX. Währungen dienen bei Aktien zu rein graphischen Darstellungen eines Preises, haben aber mit dem Asset selbst nichts zu tun, wie auch bei Metallen nicht.

Rein in Aktien, die einzige Alternative für Pensionskassen, da wirken auch FIBO-Extensions nur einen Tag dagegen, denn das Geld muß ja irgendwo hin wenn man es im Anleihensektor mit Verlustversprechen ausstattet durch die Zentralbanken.

Und wir haben ja nun wirklich reichlich Standardaktien, somit trug das auch bei uns zur guten Laune bei.

Das US- BIP kam mit 3% vs. 2.6% Konsens, gute Zahlen aus der Industrie und dem Konsum.

Exzellente und ganz fundamentale Ergebniszahlen kamen von AMZN (Amazon), Alphabet (GOOG); Microsoft (MSFT) und Intel (INTC).

Eine allererste Reaktion auf die angekündigte Politik der FED, Zinsen zu erhöhen ohne Inflation und dies auch noch bei Geldmengensenkung durch Reduktion des Anleihenaufkaufprogrammes lieferten nicht nur - logischerweise - die US-Staatsanleihen, siehe Charts oben, sondern auch die US-Homebuilder



Wir haben höchstes know How bei Immobilien, sahen nachweislich die Immobilienkrise 2008ff. voraus und werden mit Partnern demnächst ein Crash-Risiko-(bzw. Chancen-)Monitoring Service für Immobilieninvestierte starten.

Den BitCoin dürfen preisbewegende Pensionskassen gar nicht kaufen, wir aber schon



und etwas über 260 Punkte konnten wir ihm abnehmen, mit extrem risikoaversen Vorgehen in dieser Woche, sonst wären es mehr gewesen.

Auf EUR mit von der EZB neu geschaffenen Problemen wegen Reduktion des Schuldengarantieservices (also der Staatsanleihenankäufe) ist sichtbar niemand heiß:



Der EUR sank gegen den USD. Es war der EUR, der sank, der USD stieg nicht, wie man am EUR CHF



sehen kann und auch am USD JPY



Merke, wer es noch nicht verstand: Wer weniger druckt, wird abverkauft und nicht umgekehrt in einer Deflation! Ausnahmen bestehen nur für Ankerwährungen (USD) und Save Havens (JPY), der EUR gehört da nicht dazu!

Auf letzteren, den JPY, wird es bei den Metallen Gold, Silber und Platin ankommen, welche in EUR zwar stiegen, in USD aber fielen, denn noch ist seit dem erneuten Wahlsieg des "YEN-Verdruckers" Abe in Japan die JPY- bärische Erwartung im Markt und diese hindert Gold am Steigen.

Die Beimischung (in ETF-Form) von Gold zu ihren Portfolios dürften Pensionskassen nämlich sehr wohl erhöhen, nicht im Entferntesten so hoch wie bei Aktien, aber doch. Es fehlt der sinkende USD JPY. Die bärisch aussehenden Anleihen verhindern unter intelligenten Investoren aber schon jetzt Abverkäufe bei Gold und Silber, denn genau für einen Forderungsausfall sind diese ja da und auf diesen steuern uns die Notenbanken mit ihrer Deflationssucht* hin.

* Eine stabile Geldpolitik nach Jahren der weltweiten Krise würde weit über 4% Inflation kreieren und erst dann bremsen, nur so kämen Inflationserwartung und Staatsfinanzenstabilisierung durch Schuldenentwertung wieder ins Laufen. Es sind schon nur 2% Inflationsziel viel zu wenig, vor Erreichen dieser ein Bremsen vollständig absurd und dies noch bei Basel III und Co., die jede andere Art der Geldschöpfung verbieten.

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