Hard Asset- Makro- 43/18: Defla XXXL - Kein Raum mehr weltweit mit steigender freier Geldmenge

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von Mag. Christian Vartian

Kreditgeldsysteme sind ja eingebaut auto-deflationär, Verminderung der Verschuldung ist Verminderung der Geldmenge und bei Beschleunigung durch Schuldenkrise dann ein Selbstläufer, die Deflationsspirale. Die Goldmenge steigt um 2,5% jährlich und bei einem Goldstandard deflationiert somit nichts, er ist inflationssichernd. Aber der Goldpreis steigt dann nicht mehr, also bitte nur im Notfall.

Stark simplifiziert, um hier nicht zu lange zu werden: Die AKTIVE, FREI VERFÜGBARE GELDMENGE in einer Region besteht aus der:

  • Lokalen Geldmenge; plus der
  • Aus anderen Regionen zufließenden Geldmenge (aus Exportbezahlung oder erhaltenen Dividenden und Zinsen oder zufließenden Investitionen); minus der
  • In andere Regionen abfließenden Geldmenge (aus Importbezahlung oder gezahlten Dividenden und Zinsen oder abfließenden Investitionen z.B. Richtung anderer Regionen)


Der Wert des Eigenkapitals von Exporteuren ist daher abhängig von der durch diese per Verkäufe lukrierbaren Geldmenge in der Summe der KUNDENREGIONEN.

Hier die Entwicklung des Wertes des Eigenkapitals der Unternehmen Porsche und BMW in einem Jahr

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und dazu die Entwicklung des Wertes des Eigenkapitals der größten Deutschen Bank und bedeutendsten Bank der EU in einem Jahr, der Deutsche Bank AG

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Zum Vergleich dazu die Entwicklung des Wertes des Eigenkapitals des Italienischen Sportautokonkurrenten Ferrari in einem Jahr

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und die Entwicklung des Wertes des Eigenkapitals der größten Italienischen Bank UniCredit in einem Jahr

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Deutschland exportiert mehr als Italien und wenn die Entwicklung des Wertes des Eigenkapitals bei Deutschen Sportautoherstellern stärker sinkt als bei beim Italienischen (wo sie ebenfalls deflationsgeschoren aber noch steigt) und das bei den Banken das gleiche ist, nur auf wesentlich kritischeren Niveaus, dann kann man daraus nicht nur ablesen, dass der Unsinn mit der Italienischen Schuldenkrise ein solcher ist (was so klar ist, dass weitere Behandlung Zeitverschwendung ist), sondern dass die Exportzielräume massiv deflationieren. Mehr Export = mehr Import der Verhältnisse in der Außenwelt.

Die Kritik an Managern der Deutschen Bank AG ist hier genau so scharf zurückzuweisen wie die an der Italienischen Wirtschaft 2009 bis heute zurückzuweisen war und die an der Deutschen Wirtschaft aufkommende zurückzuweisen ist.

Hat Dein Kunde Geld, dann kannst Du verkaufen und wenn nicht, dann nicht.

Die desaströs deflationäre EZB Politik von 2008 bis 2016 sorgte dafür, dass die Italiener mit Hauptkunden in der EU selber zu wenig Kunden mit Geld hatten und ihre Volkswirtschaft nicht brummte, die desaströs deflationäre EZB Politik von heute ersetzt den Deutschen jetzt nicht die Kaufkraft im Inland, die sie bräuchten, um den Deutschen Unternehmen mit Hauptkunden außerhalb der EU den Ersatzumsatz zu liefern, den sie wegen der superdesaströs deflationären Politik der FED und der Chinesischen Zentralbank dadurch weltweit verlieren, dass ihre Kundenzielräume kaum mehr frei verfügbares Geld haben.

Der EZB mag man entschuldigend zubilligen, dass sie für Schröderismus und Schäublismus, die krass gescheiterten Modelle zur Inlandsnachfragezerstörung nichts kann. Jetzt liegen die Fakten auf dem Tisch, gescheitert ist der Lohnverzicht. 

Brutal von Schröder enteignete Arbeiter und dann noch mit dem Einsparrasiermesser des Zypriotenquälers Schäuble gequälte Deutsche können jetzt nicht all die BMWs kaufen, die sich Chinesen und Inder und Brasilianer, selbst der Geldmenge beraubt, nicht mehr leisten können.

Aus die Maus, der NeoCon muß raus.

Der Chinesische YUAN sinkt auf Rekordtief zum USD, der Chinesische Aktienmarkt wurde durch deflationäre schwarze Löcher entwertet, das senkt Kaufkraft noch mehr, in Indien nicht besser, in Brasilien nicht ... die BRD exportiert aber weltweit und braucht dort draußen Geld, um verkaufen zu können.

Schuldenreduktion oder Geldmengenstraffung in einem Kreditgeldsystem führen systemisch zur Deflation. Diese hat den prozeßtechnischen Charakter einer Implosion. Bei einer Implosion rast die verbleibende Geldmaterie, stetig abnehmend auf den innersten Kern zu, der sohin als letzter noch Geld hat. Jeder Beweis bestätigt derzeit, dass wir dort sind: Die Ferrari-Aktie (oben), die noch ein Plus in 2018 hat; Palladium, das diese Woche das All Time High gegen den EUR erreichte mit über 1000,- EUR pro Unze;

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Mehrere in Geld schwimmende Tech Unternehmen und deren Aktien;

Wohnungen in der Maximilianstraße München oder für Geräuschunempfindliche am Stephansplatz in Wien, am Bellevue in Zürich oder aber genau nur und Ecke 61. am Central Park ... 2 Straßen weiter beginnt aber schon die Kreditfinanzierung und falls nach eigenem Eigenkapitalwertminus von 40% die Bank möglicherweise ihren Nachbarn nicht mehr finanzieren kann, geht es los, zumal Herr Draghi von “der bereits begonnenden Inflation” ja überzeugt ist, wie er bekundete und daher der Dolchstoß mitten in eine Brutaldeflation hinein noch auch durch die EZB droht.

Was geht dann los?

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Silber und die Weltimmobilie wenn gemessen in USD sind ja Verwandte. Die Welt ist groß und Mauern halten nicht, die schützende Regionalität ist keine Immunität, nur eine Verzögerung, irgendwann ist jede Deflationswelle auch im Kern angekommen, wie jetzt bei der Elite der Elite der Aktien, dem NASDAQ 100, nur als 23,6% Retracement noch, das nun aber schon.

Genau so läuft der Implosionsablauf: Emerging Markets Aktiencrash -> DAX, CAC und Co. Schwerkorrektur -> SPX 500 Korrektur -> NASDAQ 100 Retracement. (bitte in einer Währung vergleichen, egal in welcher)

Bei Edelmetall: SilberCrash 2011 bis 2013 -> Goldstarkkorrektur -> Palladium retract leicht vom All Time High 1150 USD

Peripherie Richtung Core, so fließt das abnehmend vorhandene Geld in der Deflation. Core Richtung Peripherie, so fließt das zunehmend vorhandene Geld in der Inflation. Wie bei jeder Implosion verdichtete sich die an sich abnehmende Materie im Kern und führt zur Teuerung aus Mangel und auch das wird sich verschärfen.

Einfach erklärt:

Wie wird der Immobilienpreisanstieg außerhalb des Umkreises von 3 Straßen um die Maximilianstraße gestoppt? Durch massiv im Volumen erhöhte und in den Zinsen gesenkte Neubauten von Villen in der schönen Natur, mitsamt dem Neubau von Fabriken auch dort. Nur die echte Inflation kann die Teuerung stoppen, die Geldmengenstraffung schafft das nie. Wie finanziert man das: Durch QE, ABS und Lockerung von Kreditvergaberichtlinien. Was ist dann? Inflation!

Wie senkt man den Strompreis? Durch Neubau von Kraftwerken. Wie finanziert man diese: Durch erhöhte Geldmenge, ABS und Niedrigzinsen. Wie nennt man so ein Umfeld? Inflation. Was ist also nötig zur SENKUNG der Strompreise: INFLATION Der Kern des Kerns ist noch nicht illiquide, aber die Welle der Deflation rückt eben auch ihm näher.

  • Inflation, wenn stark = Stadtflucht
  • Deflation, wenn stark = Landflucht
  • Inflation, wenn stark = Migrationswelle Richtung Peripherie
  • Deflation, wenn stark = Migrationswelle in den Kern


Erfolgreiche Vermögensportfoliobildung und kompetente Immobilienentwicklung sind daher im Kern übrigens auch nicht unverwandt. Und man darf sich dabei nie von “Kursen” fehlleiten lassen, sondern nur von Ratios. Wie viel Unzen Gold pro Google Aktie, wie viel Silber für die Apple ... das sind die zu lösenden Aufgaben.

Den Rest erledigt überlegene Indikatortechnik, gemeint ist der “gegen Zahlungsmittel zu messende Rest an Arbeit-Hedge und Traden” im Verein mit Stoppautomaten, die nicht denken, nichts beginnen, nur Trailing Stopps nachziehen und Trades beenden. Auch wiederholen können die, ohne zu denken.

Unsere neuesten Indikatoren sehen jedes Detail der Implosion, auch Pausen und Kurzfristumkehr der Implosion. Die Amazon Aktie war günstig am Freitag, die Google auch. Aber wie bezahlen, wenn man nie Geld hat?

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Auf Indikatoranzeige warten, den Stopper scharf machen und dann los. In der Spitze bis zu 100 Kontrakte x 100 Stk. SPX 500 long, genau so lange, bis die Implosion Pause von der Pause macht, ca. 85.000.- CHF genommen und Amazon, Google, AMD und NVDA damit gekauft. Geht auch bei Gold. Das ist kein Tag, das waren ein paar Stunden.

(Für Interessierte: Das Verlusrisiko von Anfang an betrug: 5x2 Kontrakte à 100 Stk. bei Spread rein/raus von 1.- USD / SPX und 1x erlaubten Wiederholung (weitere Positionen werden nicht eröffnet wenn nicht vorige im Gewinn und auf TS), das macht 500x2x1x(1+1) = 2.000.- USD Maximalrisiko. Die Maschine eröffnet gar nichts, aber sie schließt selbstständig und erstaktiviert Trailing Stopps vollautomatisch. Sie holt auch Positionen am Einstand wieder raus, wenn diese schieflaufen. 

Sie kann bei exakt der eingegebenen Marke auch Trades wiederolen, Anzahl einstellbar. Die Stopps, die Sie auf dem Trade Log sehen, haben nie gegriffen, sie sind eine händische Second Layer Security, nicht notwendig, da diesmal bis zu 26,5 Mio. an Werten gestapelt aber zur zusätzlichen Sicherheit eingegeben. Trade Log-Kundige sehen das, weil der Broker sie nicht rot markiert als ausgenützt gekennzeichnet hat)

Hedges und Trades, welche in unserem Gesamtportfolioergebnis in dieser Woche von +1,49% gegen den EUR enthalten sind (mit +3,60% vom Subportfolio Aktien), werden nicht als mit solchen Maschinen erzielt berechnet, sondern lt. normaler händischer Durchführung gem. unserem Signal: "Aktien- Exposure SPX500-Trading Service inkl. aktueller Analyse". Wir selber aber ... aber das bleibt vertraulich!

Und übrigens, nachdem nun viele Börsenmedien wegen Google und Amazon schon "Aktienbubble platzt" schreiben, hier ein Jahr Alphabet Inc Class A

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und das ist ein Plus und das gegen den USD und der ist gegen den EUR auch ein Plus und irgendwie ist das doch deutlich anders als bei den blauen Charts der DAX Bestandteile am Anfang dieses HAM. Im Schnitt um 20% besser als der DAX liegt unser Einzelaktienportfolio per Marktschluß Freitag, es war schon mal viel mehr, irrelevant sind 20% Unterschied aber trotzdem nicht. Wie geht es weiter?

Der US Präsident hat die korrekte Beschreibung für die Qualität der US-Zentralbank gefunden, nur hat er nichts getan. Jetzt hat er Angst vor einer Migrationswelle aus Südamerika durch Mexiko anrollend und schickt Soldaten an die Grenze. Migration Richtung Core ist die Folge von Deflation.

Zahlungsmittel sind das Monopol des Staates, repräsentiert von GEWÄHLTEN Vertretern und nicht der Spielball von fachfremd geführten "unabhängigen" nichtrechenschaftspflichtigen eigentlich Subalternen in Zentralbanken. ÄNDERN!

Ist jedenfalls sinnvoller, humaner und vor allem nachhaltiger als Mauerbau. Massenmigration und Zölle sind Deflationsfolgen, nichts Anderes! Wer also nicht mit 5% Inflation wenn im Core lebend, leben kann, wird das dann eben mit in der Not Hinzumigrierten tun.

Da wird Oskar Lafontaine sicher applaudieren beim Schlußsatz und manche FDP-ler auch, aber dann müssen sie halt den oberen Teil dieses HAM auch mögen, die Geldmengenerkenntnis teilen sie wohl (alt-CSUler wohl auch), aber den vollkapitalistischen Rest mögen sie bestimmt nicht (alt-CSUler vielleicht schon). Aber ein nicht BRD-Staatsbürger wie ich muß ja schließlich auch im BRD Ausland keine politische Heimat haben.

Ökonomie hat keine Farbe, sie ist nur eine Wissenschaft.

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