Metallwoche am Mittwoch: Nervosität an den Märkten - Palladium davon unbeeindruckt

Tags: Gold Silber Platin Palladium Deutscher Bundestag Bundesrat Charts EU-Geldwäscherichtlinie Bargeldobergrenze Minen HUI Analyse Meinung Wirtschaft Anleihen JPMorgan

Die Feinunze Palladium verzeichnete mit $1.779,09 in der Spitze heute bisher nicht nur wieder mal ein neues All-Zeit-Hoch, nein, die Feinunze kostete damit doppelt soviel wie die Feinunze des Schwesternmetalls Platin und immerhin noch $300 mehr als die Feinunze Gold. Wenn man bedenkt, dass die Feinunze Palladium im Schatten der Finanzkrise 2008 für $170 zu haben war, zeigt sich erneut, dass man an der Börse immer auch mit dem eigentlich „Unmöglichen“ rechnen sollte…

Zum Kopfschütteln, dafür aber leider nicht minder notwendig zur Kenntnis zu nehmen, ist die Pressemitteilung des Deutschen Bundestages, veröffentlicht am 11.10.2019 mit dem Titel: "Goldkäufe werden strenger reguliert“. Darin heißt es wörtlich:

"Die Erkenntnisse der nationalen Risikoanalyse hätten ergeben, dass insbesondere im Bereich des Goldhandels ein starker Bargeldverkehr knapp unterhalb der gegenwärtigen Schwelle für die Identifizierungspflicht von 10.000 Euro stattfinde. Es werde offensiv damit geworben, wie viel Edelmetall identifizierungsfrei eingekauft werden könne. Daher soll die Schwelle von 10.000 auf 2.000 Euro gesenkt werden, um diesen Umgehungshandel zu unterbinden beziehungsweise signifikant zu beschränken, wie es im Gesetzentwurf heißt.“

Weiter im Text heißt es dann:

„Der Bundesrat verlangt eine Absenkung des Schwellenwertes auf 1.000 Euro. Damit würde erreicht, dass die Aufstückelung der Barzahlung auf unterhalb des Schwellenwertes von 1.000 Euro liegende Goldmünzen wirtschaftlich uninteressant wäre, da dafür überproportionale Prägekosten anfallen würden. 

In ihrer Gegenäußerung lehnt die Bundesregierung den Vorschlag der Länder ab. Es solle zunächst abgewartet und zu gegebener Zeit überprüft werden, wie sich die erhebliche Senkung des Schwellenbetrages von 10.000 auf 2000 Euro auswirken werde.“

Die vollständige Meldung des Deutschen Bundestages im Original finden Sie hier.

Willkommen zur Metallwoche am Mittwoch!

Sie sind nicht eingeloggt! Um den gesamten Inhalt sehen zu können, müssen Sie eingeloggt sein und ein aktuelles Abonnement besitzen. Log-In

Themen der Sendung

JPMorgan verdient prächtig

Perth Mint: "Gold geht digital"

Die Niederlande und das Gold...

Buffett, Gold und die Zeitreihen

Achtung(s)Zeichen an der Uni: Muss man Angst vor der Jugend haben?

Palladium: Doppelt so teuer wie Platin

JPMorgan und das Silber im Comexlager: Still und leise mit neuem All-Zeit-Hoch...

Edelmetallsektor: Tanzübung im Seitwärtsschritt?

Gold-Crash...voraus?

Dubai: Neue Drehscheibe für den Goldhandel?

Deutscher Bundestag: "Goldkäufe werden strenger reguliert"

Kryptos auch betroffen: "Nachtigall ick hör Dir trapsen"!

Kommentare

Sie sind nicht eingeloggt! Sie können Kommentare nur sehen, wenn Sie eingeloggt sind und ein aktuelles Abonnement besitzen. Log-In