Propaganda - Die Kunst der Public Relations

Tags: Gold Rohstoffe Charts GR Asset Management Propaganda - Die Kunst der Public Relations Uwe Bergold

von Uwe Bergold

Dies ist der Buchtitel des Klassikers der Public Relations von Edward Bernays (Neffe von Sigmund Freud) aus dem Jahr 1928. Will man die Verhaltensweisen der Massen (auch an der Börse) und die Manipulationen dieser einigermaßen verstehen, dann gehört dieses Buch - neben "Psychologie der Massen" von Gustave Le Bon und "Massenpsychologie und Ich-Analyse" von Sigmund Freud - zur Pflichtlektüre.

Nur durch das Studium der Verhaltensbiologie und -ökonomie kann man die tagtäglichen massenpsychologischen Erscheinungen an der Börse realisieren und individualpsychologische Fehler vermeiden. Wie kann es zum Beispiel sein, dass, wenn man eine Befragung beim Massenpublikum in Fußgängerzonen durchführen würde, welches die beste Anlageklasse seit dem Jahrtausendwechsel sei, man alles zu hören bekäme (Immobilien, Aktien oder Anleihen), nur nicht Gold, und dies obwohl das Edelmetall eindeutig die beste Anlageklasse war. 

Oder warum fühlen sich die meisten Goldbesitzer als "Loser", obwohl ihr Gold doch seit 16 Jahren mit 305 Prozent (i.V. DAX +52%) und auch in diesem Jahr bereits wieder mit 14 Prozent (i.V. DAX -2%) im Plus liegt (siehe hierzu bitte Abbildung 1). 

Es kam in der säkularen Gold-Hausse, welche wir zum Jahrtausendwechsel angekündigt haben und auf die wir seitdem strategisch unseren Investmentschwerpunkt legen, nur zu drei negativen Jahren. Und trotzdem höre ich weit und breit meist nur negative Stimmen von Goldinvestoren, welche sich fühlen, als wenn sie in einer Dauer-Baisse wären. Bei der Analyse dieser verhaltensökonomischen Differenz zwischen den objektiven Tatsachen und den subjektiven Gefühlen liefert nun Sigmund Freuds Neffe Bernays einen Ansatz für die Erklärung:

"Moderne Propaganda ist das stetige, konsequente Bemühen, Ereignisse zu formen oder zu schaffen mit dem Zweck, die Haltung der Öffentlichkeit zu einem Unternehmen, einer Idee oder einer Gruppe zu beeinflussen. Die Praxis, bestimmte Assoziationen und Bilder in den Köpfen der Massen zu erzeugen, ist sehr weit verbreitet. Praktisch kein wichtiges Vorhaben wird heute mehr ohne diese Technik ausgeführt, ob man eine Kathedrale bauen, einer Universität Geld stiften, einen Film vermarkten, eine Anleihe ausgeben oder zum Präsidenten gewählt werden will. 

Es kann ein Propaganda-Fachmann sein, der diese Maßnahmen in die Wege leitet oder ein dafür abgestellter Amateur; entscheidend ist, dass diese Maßnahmen übergreifend und kontinuierlich stattfinden. In der Summe steuern sie den Geist der Massen auf ähnliche Weise, wie die Befehlsgewalt beim Militär die Soldaten physisch unterwirft."

Bereits 1966 wies der später am längsten amtierende Notenbankpräsident der USA, Alan Greenspan, darauf hin, dass Gold und wirtschaftliche Freiheit unzertrennbar sind und dass Regierungen von Wohlfahrtsstaaten Gold als Eigentumsschutz verteufeln:

"Die Geldpolitik des Wohlfahrtstaates muss also sicherstellen, daß es für die Geldvermögenbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich der Enteignung durch Inflation zu entziehen. Dies ist das schäbige Geheimnis, das hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die versteckte Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozeß." (Auszug aus Gold und wirtschaftliche Freiheit)

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Abb. 1: Goldpreis in EUR/Unze auf Jahresbasis von 12/1978 -11/2016
Quelle: GR Asset Management



Betrachtet man nun die relativ negative Medienresonanz zum Thema Gold, in Bezug zu den anderen Anlageklassen und man kennt die Grundlagen der Public Relations, dann lässt sich der emotionale Zustand und das psychologische Verhaltensmuster der Goldinvestoren leichter erklären. Hinzu kommen die tagtäglichen Analysen und Expertenkommentare, die auf der zugrunde liegenden negativen Medienresonanz ihr Übriges tun.

Wenn ich meine 16 Jahre Goldinvestmentzeit (natürlich inkl. Silber und den Edelmetallaktien) Revue passieren lasse, dann hätte ich problemlos an jedem Handelstag 10 Analysen und Kommentare zur Goldpreisentwicklung lesen können. Bei 250 Handelstagen und 16 Jahren, komme ich auf 40.000 Empfehlungen, welche ich kurz- und mittelfristig umsetzen hätte können. 

Was habe ich jedoch getan? Ich habe nur strategisch gehandelt, langfristig zum Jahrtausendwechsel, Gold (Silber und Edelmetallaktien) gekauft und es seitdem unverändert liegen gelassen (bis zum Ende der Gold-Hausse wird sich daran auch nichts ändern). Ich habe bis heute keinen einzigen Trading-Experten oder Analysten getroffen, der die reine Goldpreisentwicklung von +305 Prozent (Vervierfachung!) in den vergangenen 16 Jahren geschlagen hätte (Gold, Silber und Edelmetallaktien zu je 1/3 kamen auf +207 Prozent). Und trotzdem läuft dieses Tradingspiel tagein tagaus weiter und sorgt somit für eine Befriedigung des Spieltriebs der Massen und einen hohen Umsatz bei den Brokern ("Hin und her macht Taschen leer").

Erst durch das Ausblenden des tagtäglichen "Handelsrauschens" und der tagtäglichen Analysen und Expertenkommentare ("Wetterprognosen") visualisieren sich die makroökonomischen Trends ("Ökonomische Jahreszeiten"). Nur durch das Betrachten von langfristigen Datenreihen in möglichst langfristiger Darstellungsform kann man sich dem "Trading-Noise" entziehen und objektiv strategische Entscheidungen treffen. 

Das Wesentliche hierbei ist erstens Realisierung der Makroökonomischen Zyklik (wird nur bei realer Betrachtung sichtbar), zweitens Identifikation der strategischen Trendwenden (im "Winter" ist eine andere Anlagestrategie nötig als im "Sommer") und drittens Kontrolle der eigenen Emotionen (während man den Markt nicht kontrollieren kann, ist dies jedoch bei seinen eigenen Emotionen möglich, wenn man ein strategisches Investmentkonzept besitzt).

Für den Rohstoffpreisindex gibt es derzeit kein Halten

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Abb. 2: Rohstoff-Index (schwarz) vs. Gold- (gelb) & Silberpreis (grau) in USD von 06/2001 bis 11/2016
Quelle: GR Asset Management



Betrachtet man den Rohstoffpreis-Index in Abbildung 2, so zeigt sich eine hochdynamische Bewegung, welche sich seit dem zyklischen Tief im Januar dieses Jahres vollzieht. Wir diagnostizierten die zyklische Rohstoffwende in unserem Marktkommentar 01/2016 (2016 beginnt mit einem Trendwendesignal im Rohstoffsektor). 

Seit August dieses Jahres erleben wir nun eine kurzfristige Divergenz zwischen den Edelmetallpreisen und seinem übergeordneten Rohstoff-Index. Während Gold und Silber konsolidieren, steigen die Rohstoffpreise munter weiter, allen voran die Basismetalle und seit letzter Woche (OPECVereinbarung) auch der Ölpreis. Kurzfristige Divergenzen kamen in den vergangenen 16 Jahren immer wieder mal vor, zum Beispiel in 2005, 2006 und 2007. 

Letztendlich hat sich jede dieser Gegenläufigkeiten zwischen den Edelmetallen und den Rohstoffen innerhalb einer zyklischen Hausse wieder aufgelöst. Auch dieses Mal wird es hier keine Ausnahme geben. Die Rohstoffe befinden sich in ihrer finalen zyklischen Hausse (Finale des ökonomischen Winters), welche Geschichte schreiben wird. Silber und Edelmetallaktien werden hierauf einen Hebel bieten. 

Nach der größten Aktienblase der Geschichte im Jahr 2000, der größten Immobilienblase in 2007 und der historisch einmaligen Anleiheblase in der wir uns aktuell befinden, beginnt nun, sich die größte Gold- und Rohstoffpreisblase aller Zeiten aufzublähen. Ohne strategisches Konzept (sowohl beim Investment als auch im realen Leben) wird man sich schwer tun, die kommenden drei bis fünf Jahre einigermaßen unbeschadet zu überstehen!

"Die Wirtschafts- und Finanzgeschichte zeigt in zahlreichen Beispielen, dass unbewältigte Schuldenkrisen mit der Enteignung des Publikums enden. Dabei hängen Form und Ausmaß der Enteignung einerseits an der Höhe der Staatsverschuldung, andererseits an ihrer Art." 
Werner Plumpe (Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte)



Monatliche Diagnose des strategisch globalen Trends (Säkulare Trenddiagnose)

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MSCI Weltaktien-Index in USD (oben) vs. MSCI Weltaktien-Index in GOLD (unten) von 12/69 - 11/16
Quelle: GR Asset Management



DAX im Vergleich zu Edelmetallinvestments seit dem Jahrtausendwechsel

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DAX (blau) vs. GOLD (gelb), SILBER (grau), GOLDAKTIEN (rot), EDELMETALL-Portfolio (orange)
Quelle: GR Asset Management



Performance der einzelnen Sektoren vom 01.01.2000 bis zum 30.11.2016:

  • DAX: +52 Prozent
  • HUI-Goldminenindex in EUR: +128 Prozent
  • SILBER in EUR: +202 Prozent
  • GOLD in EUR: +305 Prozent
  • GR-VV-Konzept (zu je 1/3 Gold, Silber & Gold-/Silberaktien) in EUR: +207 Prozent


Wir decken mit unseren drei Investmentfonds alle Segmente der Edelmetall- und Rohstoffaktien ab (nach der nächsten säkularen Trendwende wieder Standardaktien).

  • pro aurum ValueFlex (WKN: A0Y EQY): Schwerpunkt: Gold, Large-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien
  • GR Noah (WKN: 979 953): Schwerpunkt: Mid-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien
  • GR Dynamik (WKN: A0H 0W9): Schwerpunkt: Small-Cap Edelmetall- & Rohstoffaktien / Standardaktien


Wir verkaufen keine Investmentprodukte, sondern vermitteln eine Strategie. Unser Investmentkonzept ist unabhängig davon, in welcher säkularen Phase sich die Weltwirtschaft und somit der globale Kapitalmarkt gerade befindet. Unsere drei Publikumsfonds sind die einzigen internationalen Aktienmischfonds, welche nachweislich im Rahmen der säkularen Kapitalmarktzyklik verwaltet werden. Den letzten Zykluswechsel, von Standardaktien hin zu Edelmetallinvestments, vollzogen wir im Jahr 2000!


Rechtlicher Hinweis

Unser Marktkommentar ist eine Werbeunterlage und unterliegt somit nach § 31 Abs. 2 WpHG nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen. 


Herausgeber:

Global Resources Invest GmbH & Co. KG
Fleischgasse 18, 92637 Weiden i. d. OPf.
Telefon: 0961 / 470 66 28-0
Telefax: 0961 / 470 66 28-9
E-Mail: info@grinvest.de 
Internet: www.grinvest.de
USt.-ID: DE 250414604
Sitz der Gesellschaft: Weiden i. d. OPf.
Amtsgericht Weiden HRA 2127

Geschäftsführung: Andreas Stopfer

Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 S. 1 GewO (Finanzanlagenvermittler), erteilt durch die IHK für München und Oberbayern, Balanstraße 55 - 59, 81541 München, www.muenchen.ihk.de

Eingetragen als Finanzanlagenvermittler im Vermittlerregister gemäß § 11a Abs. 1 GewO, Register-Nr.: D-F-155-WBCX-64. Das Register kann eingesehen werden unter: www.vermittlerregister.info


Kooperationspartner:

pro aurum value GmbH
Joseph-Wild-Straße 12, 81829 München
Telefon: 089 444 584 - 360
Telefax: 089 444 584 - 188
E-Mail: fonds@proaurum.de
Internet: www.proaurum-valueflex.de

Geschäftsführung: Sandra Schmidt
Vertriebsleitung: Jürgen Birner

Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 S. 1 GewO (Finanzanlagenvermittler), erteilt durch die IHK für München und Oberbayern, Balanstraße 55 - 59, 81541 München, www.muenchen.ihk.de

Eingetragen als Finanzanlagenvermittler im Vermittlerregister gemäß § 11a Abs. 1 GewO, Register-Nr.: D-F-155-7H73-12. Das Register kann eingesehen werden unter: www.vermittlerregister.info

Die pro aurum value GmbH und die Global Resources Invest GmbH & Co. KG vermitteln Investmentfonds nach § 34c GewO. Der Fondsvermittler erhält für seine Dienstleistung eine Vertriebs- und Bestandsvergütung.


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